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Kommunale Wohnungsunternehmen in Bayern am Scheideweg? Der VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen) sieht die Rolle der kommunalen Wohnungsunternehmen als soziale Stabilisatoren gefährdet. München – Der VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen) sieht die Rolle der kommunalen Wohnungsunternehmen als soziale Stabilisatoren gefährdet. Hintergrund ist die zunehmende Privatisierung kommunaler und öffentlicher Wohnungsbestände sowie die prekäre finanzielle Situation in den Kommunen. „Wohnungsunternehmen dürfen nicht als Notgro- schen zur Sanierung von Haushaltslöchern missbraucht werden“, betonte Verbands-Chef Heinz Werner Götz anlässlich des „Forum Kommunale Wohnungsunternehmen“ in Straubing. Das Programm „soziale Stadt“ sei ohne kommunale Wohnungsunternehmen nicht machbar. In vielen bayerischen Städten sei die Nachfrage nach preisgünstigen Wohnungen in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Mit Inkrafttreten von Hartz IV zum 1. Januar 2005 werde diese Nachfrage weiter zunehmen, erwartet Götz. Ein „Katastrophen-Szenario“, wie von vielen Experten befürchtet, sei für Bayern jedoch nicht zu erwarten. Bei der Prüfung des „angemessenen“ Wohnraums rät Götz den Kommunen zur Weitsicht. Die Umzugskosten könnten schnell höher sein als die eingesparte Miete. Der zunehmende Verkauf kommunaler und öffentlicher Wohhnungsbestände an ausländische Investoren führe nach Überzeugung von Götz aufgrund höherer Renditeerwartungen zu höheren Mieten. Zugleich werde das Angebot an preisgünstigen Mietwohnungen weiter sinken. In den vergangenen vier Jahren haben internationale Fondsgesellschaften riesige Wohnimmobilien-Portfolios in Deutschland erworben. In den kommenden fünf Jahren würden bayernweit rund 70.000 Wohnungen verloren gehen. „Ohne kommunale Wohnungsunternehmen können Städte und Gemeinden sozial Schwächeren dann keine günstigen Mietwohnungen mehr anbieten.“Der McKinsey-Studie „Sanierungsfall öffentliche Wohnungsunternehmen?“ warf Götz vor, Äpfel mit Birnen zu vergleichen: „Die soziale Rendite für Kommunen wird in der Studie nicht berücksichtigt.“ Danach betrage die Bewirtschaftungsrendite von kommunalen Wohnungseigentümern durchschnittlich 2,6 Prozent, während die besten privaten Unternehmen im Schnitt 6 Prozent schaffen würden. Der Verbands-Chef mahnte die bayerischen Kommunen und den Freistaat: „Die Leistungsfähigkeit kommunaler Wohnungsunternehmen muss erhalten bleiben.“ Kontaktinformationen: Stefan Holler ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation GmbH Hofer Straße 1 D-81737 München Telefon: (089) 67 91 72-0 Fax: (089) 67 91 72-79 E-Mail: stefan.holler@commendo.de
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