Transport, Verkehr
Bremen, 16.02. 2009 09:53
Rekordjahr 2008 täuscht über aktuelle Schifffahrtskrise hinweg
EUROGATE überschreitet erstmals 14-Millionen-Marke
Die EUROGATE-Gruppe hat erstmals in ihrer Firmengeschichte die 14-Millionen-Marke überschritten. Im Jahr 2008 schlug das Unternehmen europaweit 14,2 Millionen Standardcontainer (TEU) um, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr, und legte somit einen Rekord hin. In Bremerhaven steigerte EUROGATE den Umschlag um 12,4 Prozent auf 5,5 Millionen TEU (2007: 4,9 Millionen TEU).
In Hamburg gingen die Mengen um 7,7 Prozent auf 2,7 Millionen TEU (2007: 2,9 Millionen TEU) zurück. Deutschlandweit kam EUROGATE somit auf insgesamt 8,2 Millionen TEU, 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr (2007: 7,8 Millionen TEU). Die italienische Beteiligung Contship Italia verzeichnete nur aufgrund der besonderen Entwicklung in Cagliari eine leicht rückläufige Umschlagsmenge und kam insgesamt auf 5,7 Millionen TEU, 2,1 Prozent weniger als in 2007 (2007: 5,8 Millionen TEU). Erstmals wurden Container in Tanger (Marokko) abgefertigt. Der EUROGATE Tanger-Terminal, der seit Oktober 2008 schrittweise den Betrieb aufgenommen hatte, schlug bis zum Jahresende 64.000 TEU um.
Bereits im Rekordjahr 2008 machten sich die Anzeichen einer bevorstehenden Wirtschaftskrise bemerkbar. Das Jahresendgeschäft, welches traditionell zum stärksten des Jahres zählt, ist im Dezember 2008 ausgeblieben. Die Containerterminals in Bremerhaven schlugen im Dezember gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres 4,3 Prozent weniger „Boxen“ um, der EUROGATE Container Terminal Hamburg sogar 9,8 Prozent weniger. Die italienischen Terminalanlagen legten im Monat Dezember hingegen um 12,9 Prozent zu. Verantwortlich für dieses gute Ergebnis sind die neuen Kunden am Cagliari International Container Terminal (CICT), das Konsortium der Grand Alliance sowie die Reederei UASC.
Die Chancen nutzen, um gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorzugehen
„Die Wirtschaftskrise macht sich aktuell an allen Containerterminals bemerkbar“, sagt Emanuel Schiffer, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung. „Die Schifffahrtsbranche befindet sich in stürmischer See, und wir können nicht sagen, wie tiefgreifend und lang anhaltend die derzeitige Situation sein wird. Für 2009 erwarten wir einen Mengenrückgang im einstelligen Bereich. Wir sind jedoch optimistisch, was die langfristige Weiterentwicklung der Containerverkehre betrifft. Daher halten wir an unseren großen Investitionsprojekten wie dem neuen Containerterminal in Wilhelmshaven, der Westerweiterung in Hamburg und den Ausbau des Liegeplatzes 3 in Hamburg fest. Vorübergehend müssen wir uns jedoch wetterfest aufstellen, um die langfristigen Projekte nicht zu gefährden. Das bedeutet Kosteneinsparungen und Flexibilisierung der Beschäftigung. Kurzfristige Investitionen werden verschoben. Unsere Chancen müssen wir nutzen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.“
„Dedicated terminals“ sorgten für zweistellige Wachstumsraten in Bremerhaven
Die Politik sogenannter „dedicated terminals“, also reederei-abhängiger Terminals, hat sich für Bremerhaven in 2008 erfolgreich bewährt. Dank dieser Strategie konnte der Containerhafen ein zweistelliges Wachstum erzielen. Der „dedicated terminal“ NTB legte um 12,1 Prozent zu, MSC Gate um 33,9 Prozent. Außerdem profitierte Bremerhaven von unterschiedlichen Fahrtrouten, beispielsweise nach Südamerika oder Südafrika. Gegen Jahresende zeigte die Wirtschaftskrise in Bremerhaven zunehmend ihre Auswirkungen. Zuletzt ging auch hier der Containerumschlag nachhaltig zurück.
Die Schwäche der Fernost-Verkehre führte zu einem Mengenrückgang in Hamburg
Am EUROGATE Container Terminal Hamburg machte sich seit Mitte 2008 eine rückläufige Entwicklung bemerkbar. Die Ladungsmengen der Fahrtrouten Fernost – Europa brachen nach und nach ein. Verschiedene Ereignisse in China hatten dazu geführt, dass weniger Waren von und nach Europa transportiert worden. Das machte sich zunehmend im November und Dezember bemerkbar.
Reedereien reduzieren Transportkapazitäten
Die Umstrukturierungen der Reedereien als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben ihre Auswirkungen auf den Containerumschlag gezeigt. Frachtraten und Ladungsmengen sind eingebrochen. Die Reedereien reduzieren ihre Transportkapazitäten, indem sie Containerschiffe auf Reede legen, Liniendienste einstellen bzw. mit anderen Liniendiensten zusammenlegen. Diese Entwicklung macht sich mittlerweile nicht nur am Containerterminal in Hamburg, sondern verstärkt auch in Bremerhaven bemerkbar.
Die Schifffahrtsbranche ist traditionell konjunkturellen Zyklen unterworfen.
EUROGATE ist jedoch ein solide aufgebautes Unternehmen und blickt der mittel- bis langfristigen Entwicklung optimistisch entgegen.
Terminhinweis:
Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der EUROGATE-Jahrespressekonferenz, die am 14. April 2009 im Park Hotel in Bremen stattfindet. Die Einladung wird rechtzeitig erfolgen.
Kontaktinformationen:
Corinna Romke
Unternehmenskommunikation
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
Telefon +49 421 1425-3803
Fax +49 421 1425-3911
Drucken der Pressemitteilung