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  Auto, Motor, Verkehr
 
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Ludwigsburg, 11.10. 2004 10:17

Ohne den entscheidenden Funken läuft auch bei modernsten Benzin-Motoren nichts. Dabei kommt es vor allem auf drei Dinge an: den richtigen Zeitpunkt, die optimale Zündsicherheit und eine umweltfreundli
Von Karl Benz’ magnetelektrischem Zünder zur Beru Mehrfachfunken-Zündkerze

Nachdem sich Karl Benz mit seinen »ortsfesten Benz-Zweitaktmotoren« einen Namen gemacht hatte, investierte er das dadurch erwirtschaftete Kapital in die Weiterführung seines Lebenswerkes, das motorgetriebene Fahrzeug. 1889 sollte die Reißbrett-Konstruktion des Viertaktmotors erstmals in die Wirklichkeit umgesetzt werden: Sobald der Kolben den oberen Totpunkt erreicht und das Gasgemisch auf ein möglichst kleines Volumen zusammengedrückt hatte, konnte die Zündung stattfinden.

Dabei war dem Tüftler klar: Die Explosion des Gasgemisches musste durch einen elektrischen Funken erfolgen - einen Funken, so erkannte Benz, »dessen Erzeugung einen ganzen Fragenkomplex für sich umschließt«. Und Benz musste feststellen: »Bleibt der Funke aus, dann helfen die geistreichsten Konstruktionen und die größten gefüllten Benzinbehälter nichts.«

Benz entschied sich zunächst für einen »magnetelektrischen Zünder« mit isoliert in den Zylinderraum hineinragenden Platindrahtspitzen - den Vorläufer der heutigen Zündkerzen. Die brillante Idee der ersten elektromagnetischen Zündung fiel jedoch dem holprigen Straßenpflaster zum Opfer: Funktionierte die Stromerzeugung auf glatten Straßen einwandfrei, so versagte sie bei Fahrten auf unebenem Gelände - die leichten Stromabnehmerbürstchen wurden so stark erschüttert, dass sie den Zündstrom unterbrachen. Die Folge: Zündaussetzer.

Dass sich französische Automobilisten noch Jahre später statt mit »Bon jour« mit »Bon allumage - gute Zündung« begrüßten, zeigt deutlich, wie elementar die Schwierigkeiten mit der perfekten Zündung in den Anfängen der Automobilgeschichte waren. Insbesondere die Kompression im Brennraum und die Temperaturfestigkeit der Zündkerzen erwiesen sich als Schwachpunkt.

1912 jedoch hatte Albert Ruprecht eine brillante Idee: die Ruprecht-Zündkerze. Eine Zündkerze mit Isolator aus gepresstem Speckstein, durch Kupfereinlage gasdicht mit dem Stahlkörper verbunden, wodurch die Kompression optimiert und somit auch der durch Ankurbeln ausgelöste Startvorgang erleichtert wurde. Gleichzeitig entwickelte Albert Ruprecht eine Methode, die seinerzeit oftmals bei hochtourigen Motoren auftretenden Fehl- und Glühzündungen zu verhindern: durch scheibenförmige Kühlerflächen über der Isolation. Mit der Erteilung dieses Patents wurde gleichzeitig der Grundstein für die im selben Jahr gegründete Firma Beru gelegt.

In den über 90 Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen Beru auch die permanente Weiterentwicklung und Optimierung der Zündkerze vorangetrieben. Einige Beispiele von vielen: 1997 feierte die Beru Ultra X in innovativer Luft-/Gleitfunkentechnik mit vier paarweise versetzten Masseelektroden ihre erfolgreiche Markteinführung. 2003 folgte die Beru Ultra X Platin mit ihrer namensgebenden Platin-Mittelelektrode. Aktuell arbeiten die Beru Entwickler unter anderem an experimentellen Mehrfunken-Modellen sowie an Zündkerzen mit positionierbareren Körperelektroden für eine optimale Platzierung der Kerzenelektroden im Brennraum. Allen Beru Zündkerzen gemeinsam sind: hohe Zündsicherheit, sicherer Kaltstart und ein schnelles Erreichen der idealen Betriebstemperatur für eine optimale, effektive und damit emissionsarme Verbrennung - Zündtechnik ganz im Sinne des Erfinders.


Von Karl Benz’ »magnetelektrischem Zünder« zur faszinierende Zündkerzen-Vielfalt: Beru hat heute von Bi-Hex-Kerzen in Zwölf-Millimeter-Technik (links) bis zur Ultra X-Platin mit vier Hörnerelektroden in Luft-/Gleitfunkentechnik (rechts) alles im Programm.





Kontaktinformationen:
BERU AG
Produktorientierte Öffentlichkeitsarbeit
Hans-Peter Vater
Mörikestr. 155
71636 Ludwigsburg
Telefon +49 7141 132-233
Telefax +49 7141 132-385
E-Mail: hans-peter.vater@beru.de

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