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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/ZGV-Zukunftsforum Gesundheitskooperationen Ein Jahr GMG: Apotheker in der Ökonomiefalle ZGV-Zukunftsforum Gesundheitskooperationen Berlin (11.11.2004). Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) zeichnet sich eine deutliche Ökonomisierung des Gesundheitswesens ab. Das Nebeneinander von neuen Freiheiten und alter Überregulierung führt aber zu Wettbewerbsverzerrungen. Dies ist - kurz gefasst - das Ergebnis des Zukunftsforums Gesundheitskooperationen, das der Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) am 10. November in Frankfurt veranstaltete. Für die Apotheker sprach Wilfried Hollmann. Er ist Vorstandsmitglied der NOWEDA eG, Deutschlands mit 6000 Mitgliedern größte Kooperation von Apothekern. Hollmann zeichnete ein Bild der Branche, die immer mehr mit ähnlichen Herausforderungen wie der klassische Einzelhandel zu kämpfen habe: Ausländische Versandhändler drängen auf den Markt und umgehen deutsche Vorschriften. Freiverkäufliche Präparate werden über Ebay versteigert. Drogeriediscounter verkaufen Arzneien. Schließlich entstehen filialisierte Ketten, welche die inhabergeführte Einzelapotheke in Bedrängnis bringen. Gleichzeitig lege der Gesetzgeber mit Notdiensten, Kontrahierungszwang, Zuzahlungen und den Beschränkungen des Heilmittelwerbegesetzes den deutschen Apothekern enge Fesseln an. Christoph Nachtigäller, Geschäftsführer der Patientenorganisation "Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte", bedauerte Leistungsausgrenzungen für chronisch Kranke. Dem Solidarprinzip müsse künftig wieder mehr Geltung verschafft werden. Gabriele Fink vom BKK-Bundesverband hob aus der Perspektive der Krankenkassen die positiven Effekte der Reform hervor, wie zum Beispiel die integrierte Versorgung, die Medizinische Versorgungszentren und die Öffnung für die ambulante Behandlung von Patienten in Krankenhäusern. Dr. Dorothea Bronner, Vertreterin des Gemeinsamen Bundesausschusses, einer Selbstverwaltungskörperschaft der Ärzte, Krankenkassen und -häuser begrüßte, dass nun auch Patientenvertreter in diesem für die Umsetzung von Rechtsnormen zuständigen Gremium vertreten sind. Insgesamt waren sich die Referenten einig, dass das GMG die Finanzkrise im Gesundheitswesen allenfalls um zwei Jahre verzögere, weil eine echte Strukturreform unterbleibe. Bisher habe nur der Wettbewerb zugenommen. Diese positiv bewertete Entwicklung eröffne dabei den Kooperationen neue Betätigungsfelder. Der Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen e.V. (ZGV) ist Wirtschafts-, Handels- und Arbeitgeberverband. Er repräsentiert rund 300 Kooperationen mit 180.000 angeschlossenen Einzelhandels- und Handwerksunternehmen aus 30 Branchen. Diese Pressemitteilung können Sie unter http://www.zgv-online.de > news und Presse > Mitteilungen > 2004 kopieren. Kontaktinformationen: ZGV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Dr. Marc-Wilhelm Kohfink Telefon: 030 / 59 00 99-661 E-Mail: m.kohfink@zgv-online.de
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