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Schmoldt fordert Korrekturen in der Energiepolitik / Energieintensive Unternehmen geraten unter Druck Hubertus Schmoldt auf der Betriebsversammlung der Trimet Aluminium AG in Essen „Die Erwartungen vieler Industrieunternehmen an die Liberalisierung und Deregulierung der Energiemärkte sind nicht eingetreten. Vielmehr ist festzustellen, dass die industriellen Strompreise seit 1994 teilweise um bis zu 70 Prozent gestiegen sind.“ Seine Positionen zur aktuellen Energiepolitik in Deutschland erläuterte Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), am 21. Juli 2004 anlässlich einer Betriebsversammlung der Trimet Aluminium AG in Essen. Als wesentliche Ursache für diesen Kostenanstieg sieht Heinz-Peter Schlüter, Vorstandsvorsitzender Trimet Aluminium AG, die politisch gewollten Belastungen durch die Ökosteuer, das Erneuerbare Energien Gesetz und das Kraft-Wärme Kopplungsgesetz sowie die dadurch bedingten Kosten für Regelenergie: „Für unser Unternehmen ist die Energie der weitaus größte Kostenfaktor, und derartige Kostensteigerungen sind für uns inzwischen existenzbedrohend.“ Auch Hubertus Schmoldt sieht in einer Energiepolitik, die nur die nationalen Zusammenhänge berücksichtige, aber die internationalen Entwicklungen außer Acht lasse, eine Fehlentwicklung. Im internationalen Vergleich mit anderen Industrienationen sei die Effizienz der Energieverwendung in Deutschland zum Beispiel um 100 Prozent besser als in den USA und viermal so hoch wie in den übrigen europäischen Ländern. Ein hoher Energieverbrauch sei nicht gleichzusetzen mit Energievergeudung. „Die energieintensiven Industrien am Standort Deutschland seien im globalen Maßstab ökologisch vorbildlich, absolut wirtschaftlich und technisch gut aufgestellt“, so Schmoldt. Die erneuerbaren Energien, deren Subvention durch Strompreisaufschläge finanziert wird, hält der IG BCE-Vorsitzende in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren nicht für wettbewerbsfähig und er glaubt nicht, dass sie einen signifikanten Teil der Energieversorgung in den Industriestaaten übernehmen könnten. Daher sieht Schmoldt eine ungesunde Verschiebung der Gewichtung der drei Säulen der deutschen Energiepolitik: Die Umweltschonung werde gegenüber der Versorgungssicherheit und der Wettbewerbsfähigkeit überbetont. „Die erneuerbaren Energien erfahren im internationalen Markt nicht die gleiche Wertschätzung wie in der deutschen Energiepolitik. Sie werden international nicht als Vorreiterrolle verstanden, sondern eher als exotische Variante der deutschen Romantik angesehen.“ Energiepolitik muss sich nach Schmoldt auch als Standortpolitik verstehen. Der deutsche Wohlstand basiere darauf, dass in hoch effizienter Art und Weise mit Rohstoffen, Energie und Ingenieurkunst hochwertige Produkte für den Weltmarkt und den heimischen Markt erzeugt würden. Wenn energieintensive Produktionen und angegliederte Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung aus ökologischen Gründen in den Nicht-Kyoto-Raum verdrängt würden, brächte das ökologisch nichts und wäre für Deutschland ökonomisch tragisch. Kontaktinformationen: TRIMET ALUMINIUM AG Aluminiumallee 1 45356 Essen fon: 0201 366 - 0 fax: 0201 366 - 501 email: info@trimet.de
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