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Hannover/Herzogenaurach, 06.04. 2009 09:41

* Kostenvorteile von bis zu 400 Millionen Euro in drei Jahren * Kooperation ermöglicht bessere Einkaufskonditionen und leistungsstärkeres Lieferantennetzwerk * Neue Möglichkeiten bei

Continental und Schaeffler Gruppe forcieren Zusammenarbeit durch gemeinsamen Einkauf

Mit einer weltweiten Einkaufskooperation haben der Automobilzulieferer Continental und die Schaeffler Gruppe das erste große gemeinsame Projekt in der Zusammenarbeit beider Unternehmen gestartet. Die Zusammenarbeit im Ein­kauf wurde zum 27. März 2009 vertraglich vereinbart. Ziel ist, durch den Zugriff auf die Stahlmärkte und Lieferanten von Komponenten sowie bei Investitionen und Nicht-Produkti­onsmaterialien die Materialkosten zu optimieren und jährliche Vorteile in dreistelliger Millio­nenhöhe zu erzielen.

Continental und Schaeffler erreichten 2008 ein Einkaufsvolumen von insgesamt rund 20 Mrd Euro. Das synergiefähige jährliche Einkaufsvolumen beträgt etwa 6,6 Mrd Euro. Allein für den Zeitraum zwischen 2009 und 2011 ergeben sich so Einsparpotenzi­ale mit einem Gesamtbetrag von 350 bis 400 Mio Euro.


Einkaufs-Know-how der beiden Partner ergänzt sich

Mit der Einkaufskooperation folgen beide Unternehmen dem Prinzip, als eigenständige Ein­heiten am Markt zu agieren, aber im Rahmen von Kooperationen Synergien zu schöpfen. Die Voraussetzungen im Einkauf sind deshalb besonders gut, weil sich auch hier die Stärken von Continental und der Schaeffler Gruppe ausgezeichnet ergänzen. Während Schaeffler aufgrund seines jährlichen Einkaufsvolumens von bis zu 1 Mio Tonnen Stahl einen direkten Zugang zu den Stahlproduzenten, hohe Kompetenz in diesem Segment und damit auch sehr gute Einkaufskonditionen hat, liegt die Stärke von Continental im Einkauf von mechanischen und elektronischen Komponenten.

Beide Unternehmen verfügen jeweils über ein gut aufgestelltes Portfolio an Zulieferern. Durch den gegenseitigen Zugriff auf den Einkauf des Partners ist es beiden Unternehmen möglich, von den jeweils besseren Konditionen im Einkauf zu profitieren. Mehr noch: Auch die Zulieferer von Continental erhalten so weit besseren Zugang zu den globalen Stahl­märkten, als sie es derzeit für sich alleine haben. Umgekehrt profitiert die Schaeffler Gruppe vom großen Zulieferer-Portfolio der Continental, das dem Unternehmen jetzt ebenfalls zur Verfügung steht.

Gemeinsame Strategie, gleiche Qualitätsstandards, bessere Kostenstrukturen

„Die Einkaufskooperation bietet allen Beteiligten – der Schaeffler Gruppe, Continental und unseren Zulieferern – die Chance, zu profitieren. Wir erreichen durch eine gegenseitige Stär­kung unserer Einkaufsaktivitäten deutlich bessere Kostenstrukturen. Das ist ein erster wich­tiger Schritt in eine erfolgreiche Zukunft“, betont Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe. Auch Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorsitzender des Vorstands der Continental AG, unterstreicht das Potenzial der Kooperation: „Continental und die Schaeffler Gruppe werden am Markt ab jetzt mit einer Einkaufsstrategie, mit einheitlichen Qualitätsstandards und mit einer gemeinsamen Lieferantenbasis agieren. Dadurch können wir bei den besten Zulieferern neueste Technologie mit höchster Lieferqualität einkaufen. Das ist ein wichtiger Baustein, um die führende Position unserer Unternehmen am Markt zu behaupten und uns zu einem globalen Champion der Automobilzulieferindustrie zu ent­wickeln.“

Zu den Zielen des Einkaufsmanagements gehört es auch, durch den Austausch von Tech­nologie-Know-how Kostenvorteile zu erreichen sowie Zulieferer-Wertschöpfungsketten in den wichtigsten Automobilbau-Regionen West- und Osteuropa, Nord- und Mittelamerika, Asien und Brasilien zu etablieren. Gleichzeitig streben beide Unternehmen eine Konzen­tration im Bereich ihrer Zulieferer an. Geplant ist, in Zukunft mit rund 2.800 statt bisher 5.600 Zulieferern von Produktionsmaterialien zusammenzuarbeiten. Aufgrund der hohen Ferti­gungskompetenz der Schaeffler Gruppe mit ihren Marken INA, FAG und LuK bei der Her­stellung von Präzisionselementen für Motor, Getriebe und Antriebsstrang werden beide Un­ternehmen künftig neue Möglichkeiten bei „Make-or-buy“-Entscheidungen haben.

Hohes Einsparpotenzial bei Nicht-Produktionsmaterial

Neben dem Einkaufsvolumen für Rohstoffe und Komponenten entstehen jährliche Ausgaben von fast 4 Mrd Euro für Investitionen und Nicht-Produktionsmaterialien; das sind zum Bei­spiel Aufwendungen für Logistikleistungen, Energie, Büromaterial, IT-Hardware, Telefon- und Reisekosten oder Marketingaufwendungen. Da diese Bereiche im Regelfall eine hohe Über­lappung aufweisen, sind auch hier spürbare Einsparungen durch die Kooperation möglich. So können durch gemeinsame Verhandlungen Volumenerhöhungen erreicht und damit ver­besserte Konditionen erzielt werden. Auch durch die gemeinsame Nutzung und damit effi­zientere Planung der Teilelogistik ergeben sich signifikante Kostenvorteile.

Der Continental-Konzern gehört mit einem Umsatz von mehr als 24 Mrd Euro im Jahr 2008 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Kompo­nenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Rei­fen und technischen Elastomerprodukten trägt das Unternehmen zu mehr Fahrsicherheit und zum Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobi­len Kommunikation. Das Unternehmen beschäftigt derzeit knapp 140.000 Mitarbeiter an rund 190 Standorten in 35 Ländern.

Die Schaeffler Gruppe mit ihren Marken INA, FAG und LuK ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern und renommierter Zulieferer der Automobilindustrie. Mit weltweit rund 66.000 Mitar­beitern an mehr als 180 Standorten produziert und vertreibt das Unternehmen Präzisionskompo­nenten und Systeme in der Automobiltechnik, in der Industrie sowie in der Luft- und Raumfahrt. Die Schaeffler Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 8,9 Milliarden Euro, rund 60 Prozent davon entfallen auf die Sparte Automotive. In Deutschland beschäftigt die Gruppe 28.000 Menschen.


Kontaktinformationen:
Antje Lewe
Pressesprecherin
Continental AG
Vahrenwalder Str. 9
30165 Hannover
Tel.: +49 511 938-1364
Fax: +49 511 938-1055
E-Mail:

Katja Mattl
Kommunikation Automotive Group
Continental
Siemensstraße 12
93055 Regensburg
Tel.: +49 941 790-4192
Fax: +49 941 790-6073
E-Mail:



Für die Schaeffler Gruppe:

Detlef Sieverdingbeck
Pressesprecher
Leiter Unternehmenskommunikation
Schaeffler Gruppe
Industriestraße 1-3
91074 Herzogenaurach
Tel.: +49 9132 82-2277
Fax: +49 9132 82-3584
E-Mail:


Jörg Walz
Kommunikation
Schaeffler Gruppe Automotive
Tel.: +49 9132 82-7557
Fax: +49 9132 82-3584
E-Mail:


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