Tourismus, Reisen
Frankfurt am Main / München, 09.05. 2008 08:39
Drei Prozent Wachstum insgesamt – 3,5-prozentige Steigerung beim Incoming – hohe Zunahmen in der Nebensaison – Incoming aus Europa plus fünf Prozent – Dollarkurs und WM-Effekte prägen Incoming aus
Deutschland-Tourismus 2007 -WM-Jahr 2006 erneut übertroffen
Mit einem PlusDrei Prozent Wachstum insgesamt – 3,5-prozentige Steigerung beim Incoming – hohe Zunahmen in der Nebensaison – Incoming aus Europa plus fünf Prozent – Dollarkurs und WM-Effekte prägen Incoming aus
Deutschland-Tourismus 2007 -WM-Jahr 2006 erneut übertroffen
von drei Prozent hat der Deutschland- Tourismus 2007 selbst
gegenüber dem sensationellen WM-Jahr 2006 weiter zugelegt,
so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die größte
Dynamik kam dabei aus dem Ausland mit einem Wachstum von
3,5 Prozent. Aber auch im Inland stieg die Zahl der Übernachtungen
in Beherbergungsbetrieben mit mehr als neun Betten
und auf Campingplätzen um drei Prozent auf 307,1 Millionen –
ein historischer Rekord. Insgesamt registrierte das Statistische
Bundesamt 2007 rund 361,8 Millionen Übernachtungen in
Deutschland – 10,8 Millionen mehr als im Vorjahr.
Auch 2008
bleibt Deutschland auf Wachstumskurs: So zeigen die Statistiken
für den Januar ein Plus von 5,3 Prozent bei den Übernachtungszahlen
aus dem In- und Ausland.
Plus drei Prozent
bei den Übernachtungszahlen
Für alle Monate außer dem „WM-Monat Juni“ errechneten die
Statistiker eine stark zunehmende Reisetätigkeit deutscher und
internationaler Gäste auch 2007. „Diese Entwicklung zeigt, dass
Deutschland immer mehr als Ganzjahresziel angesehen wird.
Das ist eine wichtige Entwicklung für die Stabilität des Wirtschaftsfaktors
Tourismus“, wertet Ernst Hinsken, Beauftragter
Deutschland wird
Ganzjahresziel der Bundesregierung für Tourismus, die Zahlen.
Das größte Plus beim Incoming kam aus Europa: 35,6 Millionen
Reisen nach Deutschland registrierte IPK International hier,
knapp sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Damit schreitet
Deutschland auch nach der WM weiter auf Europaniveau voran.
Urlaubsfahrten, die mehr als die Hälfte der europäischen Reisen
ausmachen, stiegen 2007 besonders stark um acht Prozent; um
sieben Prozent legten die Geschäftsreisen zu. Deutschland hält
jetzt einen Marktanteil von neun Prozent bei allen Reisen der
Europäer. Damit verringerte es den Abstand gegenüber Frankreich
und Spanien deutlich und liegt nur noch knapp hinter diesen
beiden Ländern auf Platz drei im europäischen Reisemarkt.
Größte
Zuwächse aus
Europa
Alle Reisen der
Europäer
(Marktanteil):
1. Spanien
(13%)
2. Frankreich
(10%)
3. Deutschland
(9%)
Unter den weltweit sechs Regionalmanagements der DZT führte
2007 Südosteuropa mit Übernachtungszuwächsen von
9,4 Prozent. Hier hoben vor allem die jungen EU-Mitglieder
Slowakei (plus 33 %) und Slowenien (plus 37 %) ab.
Auch das Regionalmanagement Nordosteuropa, das 2007
Zuwächse von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielte,
erhält aus den neuen EU-Staten starke Impulse. An der Spitze
rangiert das Baltikum (Litauen plus 32 %, Lettland plus 25 %,
Estland plus 17 %). Aber auch Russland (plus 14 %) und die
Ukraine (plus 22 %) setzen starke Akzente.
Potenzialmärkte
im Osten als
Wachstumsmotor
Baltikum,
Russland und
Ukraine setzen
Akzente in
Nordosteuropa
Bei allen unmittelbaren Nachbarländern konnte Deutschland
2007 positiv punkten: Polen (plus 6 %), Österreich (plus 9 %)
und Belgien (plus 7 %) wachsen überproportional. Im wichtigsten
Quellmarkt, den Niederlanden, avancierte Deutschland 2007
erstmals zum beliebtesten Reiseziel.
Deutschland
beliebt bei
seinen Nachbarn
Die interkontinentalen Quellmärkte für den Deutschland-Tourismus
waren 2007 überdurchschnittlich stark von Sondereffekten
nach der Fußball-WM 2006 sowie von extrem veränderten
Währungsrelationen durch das Erstarken des Euro gegenüber
dem US-Dollar geprägt. Trotzdem konnten die USA als wichtigster
Überseemarkt nochmals leicht zulegen (plus 0,2 %). Und
die Rückgänge aus stark fußballaffinen Ländern im Jahr eins
nach der WM fielen schwächer aus als die Zuwächse durch die
WM selbst. So stieg beispielsweise die Zahl der Übernachtungen
aus Brasilien 2006 gegenüber 2005 um 74 Prozent,
während der Rückgang 2007 gegenüber 2006 nur neun Prozent
betrug. Mittelfristig hat sich somit die Fußball-WM als Chance
und nachhaltiger Motor für den Incomingtourismus erwiesen.
Spitzenreiter unter den asiatischen Wachstumsmärkten war
Indien (plus 33 %), gefolgt von den seit einigen Jahren kontinuierlich
wachsenden Golfstaaten (plus 9 %).
Dollarkurs und
WM-Effekte
prägen Incoming
aus Übersee
Unter den deutschen Bundesländern behauptete sich 2007
Bayern mit 12,8 Millionen Übernachtungen als beliebtestes Ziel
ausländischer Gäste, gefolgt von Nordrhein-Westfalen
(7,8 Millionen) und Baden-Württemberg (7,4 Millionen).
Ausländische Gäste entwickeln eine hohe Affinität zu Städtezielen.
Spitzenreiter ist hier Berlin mit 6,6 Millionen Übernachtungen,
gefolgt von München (4,5 Millionen).
Kontaktinformationen:
Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT)
Pressestelle
Beethovenstraße 69
60325 Frankfurt/Main
Info: +49 (0) 69/9 74 64 0
PR: +49 (0) 69/9 74 64 287/262
Fax: +49 (0) 69/9 74 64 233
http://www.deutschland-tourismus.de
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