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Nikotin und Teer im Tabakrauch unterbinden die Migration von Fibroblasten ins Wundgebiet +++ WISSENSCHAFT KOMPAKT +++ Passivrauchen verzögert die Wundheilung Wer als Nichtraucher an einer Wunde laboriert, sollte sich von Tabakqualm fernhalten. Denn Passivrauchen verzögert nicht nur die Wundheilung, sondern führt auch zu einer übermäßigen Narbenbildung. Der Grund dafür ist der Einfluss toxischer Substanzen wie Teer und Nikotin im Zigarettenrauch auf die Fibroblasten, deren Beweglichkeit sich verringert. Sie verlieren die Fähigkeit, ins Wundgebiet einzuwandern, sodass der gesamte Wundheilungsprozess gestört ist. Lina Wong und ihre Kollegen von der Universität Kalifornien haben den Einfluss von Zigarettenrauch auf embryonale Fibroblasten in vivo untersucht (BMC Cell Biology 2004; 5: 13). Der Rauch, der von der glühenden Spitze einer Zigarette stammte, veränderte mit seinen toxischen Substanzen unter anderem die Struktur des Zytoskeletts und stimulierte die Adhäsion der Fibroblasten am Boden des Nährmediums. Welche Bedeutung dies auf den Wundheilungs-prozess eines Organismus hat, wurde anschließend in Tierversuchen deutlich. Bei Mäusen, die Zigarettenqualm ausgesetzt waren, dauerte die Wundheilung erheblich länger als bei rauchfrei gehaltenen Mäusen. Die Schlussfolgerung der Autoren: Zigarettenrauch mit seinen toxischen Substanzen wie Teer und Nikotin inhibiert die Migration der Fibroblasten ins Wundgebiet, wodurch sich zum einen die Wundheilung verzögert. Da sich dabei die Fibroblasten vorwiegend am Rand der Wunde ansammeln und nun dort aktiv sind – so werden dabei zum Beispiel extrazelluläre Matrix und Wachstumsfaktoren synthetisiert – führe dies andererseits außerdem zu einer übermäßig starken Narbenbildung. Diese Ergebnisse könnten nach Ansicht der Autoren erklären, warum bei Menschen, die ständig Passivrauch ausgesetzt sind, Wunden oft langsamer heilen und sie zudem zu einer ausgeprägteren Narbenbildung neigen – so wie dies bei Rauchern selbst oft der Fall ist. „Außerdem hoffen wir, dass diese Arbeit einmal mehr ins Bewusstsein ruft, wie schädlich Passivrauchen für die Gesundheit ist.“ Denn der Rauch, der beim Passivrauchen eingeatmet wird, enthält eine höhere Konzentration an toxischen Substanzen als derjenige Rauch, den Raucher inhalieren. Viele Faktoren beeinflussen die Wundheilung Neben Zigarettenrauch mit seinen toxischen Inhaltsstoffen beeinflussen noch zahlreiche weitere Faktoren den Wundheilungsprozess. Dies können unter anderem das Alter des Patienten, sein Ernährungsstatus und seine Komorbidität sein. Auch die Wahl eines geeigneten Wundverbandes hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wundheilung. Mittel der Wahl - vor allem bei chronischen, schlecht heilenden Wunden - sind hydroaktive Wundauflagen. Dass Wunden unter feuchten Bedingungen deutlich schneller heilen als unter trockenen, konnte der englische Biologe George D. Winter in den 1960er-Jahren zeigen. In seinen Untersuchungen behandelte er Wunden bei Schweinen unter feuchten und parallel dazu unter trockenen Bedingungen. Die Ergebnisse waren eindeutig: Diejenigen Wunden, die mit einem feuchten Wundverband behandelt wurden, heilten deutlich schneller. Aus dieser Erkenntnis hat sich die moderne Wundbehandlung entwickelt, in der je nach Wundheilungsphase verschiedene hydroaktive Wundauflagen eingesetzt werden. Dadurch werden die Proliferation und Synthese von Strukturproteinen sowie die Koordination der Zellprozesse während der Wundheilung (Chemotaxis, mitotische Aktivitäten, Angiogenese, Fibroblasten- und Keratinozytenmigration etc.) unterstützt. Für jede Phase der Wundheilung hat die PAUL HARTMANN AG eine passende Wundauflage entwickelt. Das Wundkissen TenderWet, das Alginat Sorbalgon, der Schaumverband PermaFoam, das Hydrogel Hydrosorb und das Hydrokolloid Hydrocoll sind Wundauflagen, die nicht nur den Wundheilungs-prozess fördern, sondern auch eine im Vergleich zu konventionellen Verbänden deutlich kostengünstigere Therapie ermöglichen. Daher profitieren sowohl Ärzte als auch Patienten von einem Einsatz dieser modernen Wundauflagen bei chronischen, schwer heilenden Wunden. Kontaktinformationen: Joe Müller Leiter Corporate Communications and Branding Unternehmenssprecher Telefon: 07321/36 13 10 Telefax: 07321/36 36 32 joe.mueller@hartmann.info Harald Günter Leiter Public Relations Pressesprecher Telefon: 07321/36 13 14 Telefax: 07321/36 36 78 harald.guenter@hartmann.info Margarete Krämer Pressereferentin Telefon 07321/36 13 13 Telefax 07321/36 36 78 margarete.kraemer@hartmann.info Allgemeiner Kontakt: PAUL HARTMANN AG Unternehmenskommunikation und Markenführung (Corporate Communications and Branding) Paul-Hartmann-Straße 12 89522 Heidenheim Telefon: 07321/36 13 11 Telefax: 07321/36 36 32 presse@hartmann.info
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