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Analyse der Marktkapitalisierung der 300 höchstbewerteten Unternehmen weltweit Deutsche Unternehmen gewinnen an den Weltbörsen an Bedeutung Die Top 10 der weltweit teuersten Unternehmen werden nicht mehr nur von US-Unternehmen dominiert. In der Liste der zehn Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung fanden sich zum Jahresende 2007 vier chinesische Unternehmen, vier US-Konzerne und zwei europäische Unternehmen. Noch Ende 2006 dominierten die USA mit fünf Konzernen diese Liste. Die Marktkapitalisierung der in der Gruppe der 100 teuersten Unternehmen der Welt vertretenen chinesischen Unternehmen hat sich im Jahresverlauf mehr als verdoppelt (plus 123 Prozent), während der Börsenwert der in dieser Gruppe vertretenen US-Unternehmen um 10 Prozent gesunken ist. Unter den Top-100 befinden sich sieben deutsche Konzerne, vor einem Jahr waren es nur vier. Das sind Ergebnisse einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young1, die die Marktkapitalisierung der am höchsten bewerteten Unternehmen weltweit im Jahresvergleich (Stichtage: 31.12.2006 und 31.12.2007) untersucht. Das mit Abstand teuerste Unternehmen der Welt war zum Ende des Jahres 2007 PetroChina mit einer Marktkapitalisierung von 724 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Exxon Mobil (512 Milliarden US-Dollar). Die Zahl der chinesische Unternehmen, die in der Liste der 100 teuersten Unternehmen der Welt auftauchen, ist binnen Jahresfrist von 7 auf 10 gestiegen. Damit ist China im Länderranking hinter dem Spitzenreiter USA, die mit 32 Unternehmen (31.12.2006: 45) in der Top-100 Liste vertreten sind, und Großbritannien, das mit 11 Unternehmen (31.12.2006: 9) vertreten ist, auf den dritten Platz vorgerückt. „Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich den rasanten Bedeutungszuwachs der Schwellenländer – insbesondere Chinas – für die Weltwirtschaft“, stellt Hendrik Hollweg, Vorstandsmitglied bei Ernst & Young, fest. Ob allerdings die exorbitanten Bewertungen chinesischer Unternehmen an den Börsen von Dauer sein werden, bleibe abzuwarten, dämpft Hollweg die Euphorie. „Die Entwicklungen an den chinesischen Börsen wecken bisweilen Erinnerungen an die Internetblase im Jahr 2000“. Grundsätzlich sei aber eindeutig festzustellen, dass die Bedeutung der US-Wirtschaft für die Weltwirtschaft nachlasse, während neue Wachstumszentren entstünden. „Die Weltwirtschaft entwickelt sich zu einem multipolaren System mit mehreren bedeutenden Wachstumsregionen“, so Hollweg. „China ist eindeutig einer der Top-Player der Zukunft. Die Bedeutung Chinas und chinesischer Unternehmen für die Weltwirtschaft wird weiter steigen. Das spiegelt sich schon heute in den Börsenkursen wider“. Europäische Unternehmen übernehmen im Top-100-Ranking die Führung Im Ranking der 100 teuersten Unternehmen weltweit fand im vergangenen Jahr ein Führungswechsel statt. Aktuell stellen europäische Konzerne (46 Unternehmen) die stärkste Gruppe dar, während nordamerikanische Konzerne (32 Unternehmen) an zweiter Stelle rangieren. Ende vergangenen Jahres dominierten noch nordamerikanische Unternehmen die Liste der Top 100. „Die USA haben an den Weltbörsen im Verlauf des vergangenen Jahres erheblich an Bedeutung verloren“, stellt Hollweg fest. Ein Grund sei der schwache Dollar, weitere wichtige Gründe seien die relativ schwache Entwicklung der US-Wirtschaft, die Immobilienkrise und die daraus resultierende Kreditklemme. „Die US-Wirtschaft verliert zunehmend ihre Funktion als Lokomotive der Weltwirtschaft - so wie auch der Dollar dabei ist, seine Bedeutung als weltweite Leitwährung einzubüßen“, so Hollweg. Der asiatische Kontinent spielt mit 17 Unternehmen (Vorjahr ebenfalls 17) nach wie vor nur eine relativ geringere Rolle. Das ist insbesondere auf die deutlich gesunkene Bedeutung japanischer Unternehmen zurückzuführen: Ende 2006 stellte Japan noch acht der 100 teuersten Unternehmen der Welt, Ende 2007 waren es nur noch vier. Bedeutung deutscher Unternehmen steigt Deutschland ist nunmehr mit sieben Unternehmen in den Top 100 vertreten, während es im Vorjahr nur vier deutsche Unternehmen waren, die es in den Kreis der 100 teuersten Unternehmen der Welt schafften. Im Länderranking klettert Deutschland damit vom siebten auf den fünften Rang – hinter den USA, Großbritannien, China und Frankreich. „Viele deutsche Konzerne haben in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und Kosten gesenkt, neue Märkte erschlossen und insgesamt ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich gesteigert. Heute sind viele deutsche börsennotierte Konzerne international hervorragend aufgestellt. Das wird von den Investoren honoriert“, kommentiert Hollweg. Zudem habe der starke Euro bzw. der schwache Dollar Auswirkungen auf die Marktkapitalisierung deutscher Unternehmen. Allerdings seien die deutschen Konzerne, gemessen an ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung, immer noch nicht angemessen repräsentiert. 13 der 100 umsatzstärksten Unternehmen der Welt kommen aus Deutschland, gleichzeitig ist Deutschland in der Liste der 100 höchstbewerteten Unternehmen nur mit sieben Unternehmen vertreten. „Die weltweite volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen Unternehmen spiegelt sich noch nicht in ihrer Marktkapitalisierung wider“, so Hollweg. Energie- und Rohstoffunternehmen gewinnen, Kommunikationsunternehmen verlieren an Bedeutung Die Analyse nach Branchen zeigt deutliche Verschiebungen: Die Bedeutung von Energie/Versorgungs- und Rohstoffunternehmen ist erheblich gestiegen – 29 der 100 teuersten Unternehmen kommen aus diesen Branchen (Vorjahr: 18) – während insbesondere Kommunikationsunternehmen an Gewicht verloren haben. Ihre Zahl ist von 17 auf 12 gesunken. Die weltweite Finanzkrise im Gefolge der US-Immobilienkrise zeigt in der Liste der Top-100 Konzerne relativ kleine Auswirkungen – die Zahl der Unternehmen aus der Finanzbranche ist von 32 auf 27 gesunken. In der Liste der 300 teuersten Unternehmen der Welt hat diese Krise deutlichere Spuren hinterlassen: Ende 2006 waren noch 90 der 300 höchstbewerteten Unternehmen der Finanzbranche zuzuordnen, aktuell sind es nur noch 77. [1] Quelle der Angaben zur Marktkapitalisierung der untersuchten Unternehmen: Bloomberg. Kontaktinformationen: Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dag-Stefan Rittmeister Mittlerer Pfad 15 70499 Stuttgart Telefon +49 (711) 988 11 59 80 Telefax +49 (711) 988 11 51 77 |
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