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Wirtschaft schreibt Aufschwung ab Die bayerische Wirtschaft hat die Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung in diesem Jahr begraben. Dies ergab die aktuelle Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) bei rund 2.900 Unternehmen. Danach beurteilen die Betriebe ihre derzeitige Lage weitaus schlechter als noch zu Jahresbeginn. Auch die Aussichten für die kommenden Monate haben sie nach unten revidiert und die Investitions- sowie Beschäftigungspläne spürbar zurückgeschraubt. Selbst das Auslandsgeschäft hat nach dem Hoch zum Jahreswechsel einen Dämpfer erhalten. „Das trifft die exportorientierte bayerische Wirtschaft besonders hart, zumal das Inlandsgeschäft weiterhin schwach verläuft“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. Nur noch 17 % der Befragten sprechen von einer guten Geschäftssituation, zu Jahresbeginn waren es immerhin 22 %. Eine schlechte Lage beklagen nun 28 % (Februar 23 %). Für die nahe Zukunft erwarten nur noch 20 % (23 %) bessere Geschäfte, mit Einbußen rechnen 14 % (13 %). Die negative Tendenz zieht sich durch alle Branchen. So ist die Stimmung in der Industrie gegenüber Jahresbeginn spürbar gesunken. Erstmals seit Herbst 2003 übersteigen die negativen Urteile wieder die positiven Wertungen. Nur noch 21 % ( 27 %), beurteilen die aktuelle Lage mit „gut“, jedes vierte Industrieunternehmen (Februar 19 %) mit „schlecht“. Vor allem die Geschäftslage der Vorleistungs- und Investitionsgüterhersteller ist eingebrochen. Auch die Erwartungen haben leicht nachgegeben. Besonders die Zuversicht bei den Investitionsgüterherstellern ist überdurchschnittlich geschrumpft. Nur noch 21 % nach 26 % zu Jahresbeginn glauben an bessere Geschäfte und 11 % (9 %) befürchten eine negative Entwicklung. Rückläufige Aufträge aus dem In- und Ausland drücken auf die Kapazitätsauslastung und die Ertragslage. Auf steigende Exportaufträge setzen nach 42 % zu Jahresbeginn nur noch 35 %. Die Bauwirtschaft hat ihre Talfahrt noch nicht beendet. Selbst die übliche saisonbedingte Erholung ist ausgeblieben. Das geringe Auftragsvolumen im Wirtschafts- und Wohnungsbau hat dazu geführt, dass über die Hälfte der Bauunternehmen ihre Kapazitäten nicht mehr auslasten kann, zu Jahresbeginn meldeten dies nur 31 %. Entscheidend gedämpft sind auch die Aussichten. Nur 10 % (11 %) glauben, dass es im Sommer bergauf gehen wird, 20 % (17 %) schrauben ihre Erwartungen zurück. „Wachsender Preis- und Wettbewerbsdruck machen der Branche ein Jahr nach der EU-Erweiterung schwer zu schaffen“, so Dörfler. Die Hoffnungen der Großhändler zu Jahresbeginn sind wieder verpufft. Die Branche hat alle Indikatoren nach unten revidiert. Der Anteil der Unternehmen, der Umsatzeinbußen erwartet, hat sich sogar von 19 % auf 37 % beinahe verdoppelt. Nur noch 20 % (29 %) rechnen mit Zuwächsen. Sinkende Aufträge und steigende Preise, die aufgrund des scharfen Wettbewerbs nicht weitergegeben werden können, drücken auf Erträge und Investitionen. Auch im Einzelhandel zeigt die Stimmungskurve wieder nach unten. Der Anteil der Optimisten ist von 20 % auf 17 % gesunken. Ein Drittel der Einzelhändler rechnet in den kommenden Monaten mit weiteren Umsatz- und Ertragsrückgängen. Zu Jahresbeginn waren es nur 25 %. Selbst der Optimismus der Dienstleister hat nachgelassen. Zwar gehen immer noch 30 % (34 %) der Befragten davon aus, dass die Geschäfte in den kommenden Monaten besser laufen werden und nur 10 % (9 %) befürchten einen Rückgang. Allerdings sind Umsätze und Auftragsvolumina in den vergangenen Monaten spürbar geringer ausgefallen als erhofft. Die Nachfrageschwäche im Inland, der Preisdruck durch zunehmenden internationalen Wettbewerb sowie steigende Vorleistungspreise haben dazu geführt, dass die Erträge zusammengeschmolzen sind. Die Investitionsneigung der Unternehmen bleibt deshalb auch unverändert schwach: 27 % (26 %) haben Kürzungen angekündigt, 17 % (18 %) wollen ihre Investitionen ausweiten. „Besorgniserregend ist, dass vor allem die Industrie ihre Budgets nach unten korrigiert hat“, so Dörfler, „sie ist für den weiteren Konjunkturverlauf nach wie vor die Schlüsselbranche“. Sinkende Auftragserwartungen und geringe Investitionsneigung sorgen dafür, dass in den kommenden Monaten mehr Unternehmen Arbeitsplätze abbauen als aufstocken, wenn auch nicht in allen Branchen gleichermaßen. Bei den Dienstleistern bleibt der Saldo weiterhin ausgeglichen. Im Einzelhandel hält der negative Beschäftigungstrend nahezu unverändert an. Im Großhandel und in der Industrie beschleunigt sich der Beschäftigungsabbau wieder. Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zeigen eindeutig, so Dörflers Fazit, „dass die bayerische Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder spürbar langsamer wachsen wird als zu Beginn des Jahres von vielen erhofft.“ Vor allem fallen mehr und mehr mittelständische Unternehmen als Motor für den Arbeitsmarkt aus, weil schwache Erträge und niedrige Eigenkapitalquoten die Finanzierung von Investitionen zusehends erschwerten. Kontaktinformationen: Ihre Ansprechpartner in der IHK-Pressestelle Sibylle Bauer (Leitung) Telefonnummer: 089/5116-226 Fax: 089/5116-616 E-Mail: bauers@muenchen.ihk.de Armin Zimny Telefonnummer: 089/5116-619 Fax: 089/5116-616 E-Mail: zimny@muenchen.ihk.de
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