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München, 21.10. 2004 10:25


280.000 Vogtländer können per Handy Fahrscheine für den Personennahverkehr kaufen – Siemens Business Services betreibt die Lösung des Zweckverbands Vogtland

Im deutschen Vogtland können 280.000 Bürger ihren Fahrschein für Bus und Bahn ab November 2004 per Handy kaufen. Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) hat Siemens Business Services nach erfolgreich abgeschlossenem Pilotprojekt jetzt mit der Implementierung und dem Betrieb der Lösung beauftragt. Dieses Modell mit javafähigen Handys ist derzeit einmalig in Deutschland und kann auch grenzüberschreitend funktionieren. Der Zweckverband erwartet durch das mobile Ticket sinkende Kosten, höhere Einnahmen und eine bessere Kundenbindung. Die Testteilnehmer überzeugte die einfache und schnelle Bereitstellung der Fahrkarte mittels Handy.

Im Ländereck zwischen Tschechien und den drei Bundesländern Bayern, Thüringen und Sachsen steht ab November der „Ticketautomat für die Hosentasche“ den Vogtländern für Bus und Bahn zur Verfügung. Die Vorteile: Man braucht kein Kleingeld mehr und muss nicht mehr am Automaten anstehen man bekommt eine Lastschriftabrechnung. Ab nächstem Jahr soll neben dem Fahrschein und den Tarifinformationen auch der Fahrplan auf diese Weise mobil verfügbar sein.

Im Rahmen des Pilotprojektes testeten rund 500 ausgewählte Personen den Handy-Fahrschein von Februar bis April. Diese bestellten mehr als 25.000 Fahrscheine in dem Zeitraum. In Umfragen wünschten sich insbesondere regelmäßige Nutzer von Bus und Bahn, dass der Telefahrschein zum festen Angebot wird. „Wir sind mit den Ergebnissen des Pilotprojekts rundum zufrieden, da die Nachfrage viel größer war als erwartet“, so Micha Leonhardt, Leiter Technik und Planung beim Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV). „Nach unseren Schätzungen werden zukünftig rund 10 bis 15 Prozent unserer Fahrgäste ihren Fahrschein über das Handy kaufen.“

Und so funktioniert es: Den Fahrgästen stehen künftig neben dem Fahrschein aus Papier nach einmaliger telefonischer Anmeldung beim ZVV zwei mobile Alternativen zur Verfügung. Bei beiden Varianten erfolgt die Bezahlung zunächst per Lastschrifteinzug – später wird eine sichere, kundenbezogene Abrechnung per Telefonrechnung, Kredit- oder Prepaid-Karte möglich sein.

Alternative 1: Nachdem er eine entsprechende Software auf sein Java-fähiges Mobiltelefon geladen hat, bestellt der Fahrgast die Tickets per Tastendruck und Menüsteuerung über sein Handy. Im Menü gibt er die Anzahl der Fahrgäste, die gewünschte Fahrstrecke und die Art des Tele-Fahrscheins an – vom Einzelfahrschein bis zur Jahreskarte ist alles möglich. Nach Bestellung erscheint die Bestätigung für den Ticketkauf auf seinem Handy. Der virtuelle Fahrschein selbst liegt auf einem Server, auf den der Kunde und Kontrolleur Zugriff hat. Pendler können ihre Standardstrecke im Handymenü unter „Favoriten“ speichern und daüber rasch abrufen.

Alternative 2: Der Fahrgast bestellt seinen Fahrschein per Anruf. Bei der eingesetzten automatischen Auftragsannahme kommt erstmals eine neue, gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut entwickelte Spracherkennungs-Software zum Einsatz. Sie ist in der Lage, aus kompletten gesprochenen Sätzen die für die Bestellung relevanten Elemente zu erkennen. Lange Führungen durch ein Sprachmenü entfallen, was Zeit und Kosten spart.

Siemens Business Services hat den Zweckverband Vogtland beraten, den Pilottest zusammen mit dem Kunden durchgeführt und betreibt nun nach der Implementierung Hardware und Anwendungen.

Das Marktpotenzial für Lösungen dieser Art ist enorm. Die Unternehmensberatung Arthur D. Little schätzt, dass der weltweite Umsatz mit mobilem Bezahlen von 3,2 Mrd. US-Dollar 2003 auf 37 Mrd. US-Dollar 2008 steigen wird. Allein in Deutschland gibt es rund 400 Unternehmen im Öffentlichen Personennahverkehr, darunter 75 mittlere bis große Verkehrsverbünde. Der Jahresumsatz im ÖPNV in Deutschland beträgt mehr als 20 Mrd. Euro im Jahr. „Der Bedarf an innovativen Lösungen ist groß, denn der Wettbewerb um zufriedene Kunden wird dramatisch zunehmen. Damit steigt die Notwendigkeit, sich vom Mitbewerb zu differenzieren“, prognostiziert Winfried Holz, Leiter des weltweiten Geschäfts mit IT-Lösungen bei Siemens Business Services.

Pressebilder finden Sie hier: http://www.siemens.com/sbs-bild/sosbs200402

Der Verkehrsverbund Vogtland verbindet im Rahmen des EgroNet die Freistaaten Sachsen, Bayern, Thüringen und die Tschechische Republik auf rund 13.000 Quadratkilometern mit einem einheitlichen Fahrplan und Fahrtarif. Im EgroNet sind unter Federführung des Verkehrsverbundes Vogtland 57 Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen. Die Verknüpfung aller Verkehrsmittel zu einem integrierten, grenzüberschreitenden Nahverkehrssystem EgroNet gilt als beispielhaft.

Siemens Business Services ist ein international führender IT-Service-Anbieter. Der Siemens-Bereich bietet Leistungen entlang der gesamten IT-Dienstleistungskette aus einer Hand – vom Consulting über die Systemintegration bis zum Management von IT-Infrastrukturen. Mit umfassendem Know-how und spezifischem Branchenwissen schafft das Unternehmen messbaren Mehrwert für seine Kunden. Beim Outsourcing und der IT-Wartung zählt Siemens Business Services zu den Top-ten-Anbietern weltweit. Im vergangenen Geschäftsjahr (30. September 2003) betrug der Umsatz rund 5,2 Mrd. EUR – 76 Prozent wurden außerhalb des Siemens-Konzerns erzielt. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit ca. 34.200 Mitarbeiter. Mehr Informationen unter http://www.siemens.com/sbs



Informationsnummer: SBS 131004.56d




Kontaktinformationen:
Pressereferat Siemens Business Services
Andreas vom Bruch
81730 München
Tel.: +49-89-636-44374; Fax: -42162
E-mail: andreas.vom-bruch@siemens.com

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