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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/FAZ: FDP streitet über Familienpolitik FDP streitet über Familienpolitik Familienpolitische Sprecherin: "Das ist für Westerwelle ein Unwort" In der FDP gibt es Streit über das Schweigen der Partei- und Fraktionsspitze in der familienpolitischen Debatte der vergangenen Wochen. Die familienpolitische Sprecherin Ina Lenke beklagt, daß bei den Themen Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem demographischen Wandel die Freidemokraten nicht wahrgenommen würden. "Westerwelle und Gerhardt nehmen das Wort Familie nicht in den Mund. Das ist offenbar ein Unwort für beide", sagte Lenke im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Ein Sprecher des Thomas-Dehler-Hauses wies die Kritik Lenkes zurück. Man müsse doch nur auf die FDP-Steuerpolitik schauen, um zu sehen, daß Familienpolitik darin ein ganz zentrales Element sei. Steuerliche Vergünstigungen sollten danach zielgerichteter als bisher Familien mit Kindern zugute kommen, indem nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern ein steuerlicher Grundfreibetrag gewährt werde. Ina Lenke, gelernte Steuerfachangestellte aus Niedersachsen, die seit 1998 im Bundestag ist, wirft ihrer Partei eine Verengung des Themenspektrums auf wirtschafts- und finanzpolitische Fragen vor. Es stimme zwar, daß eine gute Wirtschaftspolitik die beste Sozialpolitik sei. Es müsse aber noch etwas darüber hinaus geben. Und die FDP habe durchaus eigene Vorstellungen zu diesem Thema, die es sich lohnten, in der Debatte gehört zu werden, sagte Lenke. Wahrscheinlich glaube man im Thomas-Dehler-Haus, Familienpolitik schrecke das klassische Wirtschaftsbürgertum ab, mutmaßt die Mutter eines Sohnes. "Das Gegenteil ist aber der Fall. Wir brauchen 2006 mehr Wählerinnenstimmen, wenn wir zweistellig werden wollen." Daher könne man nicht nur gutverdienende Kinderlose ansprechen, sondern müsse auch die Probleme junger Familien thematisieren. Familienpolitik sei auch wichtig, wenn damit keine Wählerstimmen zu holen wären, sagte Frau Lenke. Aber als Partei ist man eben nichts ohne Wähler. Die 56 Jahre alte Politikerin verweist etwa auf ihre Forderung nach einem bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten - auch und vor allem für Kinder unter drei Jahren. Dabei sollten künftig nicht mehr pauschal Institutionen, sondern die Kinder durch sogenannte Kindertagesstätten-Gutscheine gefördert werden, indem Eltern zwischen privaten, kommunalen und betrieblichen Angeboten oder einer Tagesmutter auswählen könnten. Die Wahlfreiheit der Eltern und der Wettbewerb der Betreuungseinrichtungen fördere die Qualität. Vor allem verweist Frau Lenke auf ihre Forderung, die Steuerklasse V abzuschaffen, um den Zweitverdienenden, die in der Realität meist die Frauen seien, nicht den Anreiz zu nehmen, eine eigene Beschäftigung etwa als Teilzeitkraft anzustreben. Eltern müßten sich aber auch dafür entscheiden können, eine Vollbeschäftigung zu erhalten - gleichzeitig oder im Wechsel mit reinen Familienphasen. Teleheimarbeit und Lebensarbeitszeitkonten stünden im Zentrum "kreativer Modelle", die die FDP anrege. Die FDP steht nach den Worten Frau Lenkes ideologisch zwischen den Konzeptionen von Rot-Grün und der Christlichen Demokraten. "Die CDU hat immer noch ein Menschenbild, nach dem das Kind allein zur Mutter gehört", sagt Frau Lenke. Rot-Grün hingegen wolle die Frauen in die Berufstätigkeit drängen. "Die FDP steht hingegen für Vielfalt." Kontaktinformationen: Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Frankfurter Allgemeine Zeitung Rüdiger Soldt Tel: 0049 (0)69-75 91-15 84 E-Mail: r.soldt@faz.de
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