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Erfahrene Camper wissen, dass es in puncto Gas mit dem vereinigten Europa nicht weit her ist. Beeindruckend ist das Gasflaschensortiment, das man von einer Europareise mit nach Hause bringen kann. Truma:Einer für alle Unterschiedlichen Gewinden begegnet man mit Reduzierstücken, aber längst nicht alle Flaschenformen passen in die Gasflaschenkästen der Freizeitfahrzeuge. Dann fangen Fummelei und Bastelei in der Grauzone des Zulässigen an. In Frankreich, einem der beliebtesten Campingländer Europas, verstoßen viele Reisemobilfahrer aus Unkenntnis gegen gültige Regeln - beispielsweise, wenn sie während der Fahrt ihren Kühlschrank mit Gas betreiben. Dort ist es nämlich Vorschrift, dass die Gasflaschenventile heute üblicher Gasanlagen während der Fahrt geschlossen sein müssen. Und wer beim Wintercamping eine Groß-Gasflasche vor dem Caravan aufstellt, muss bislang Verbotenes tun: Den kurzen Verbindungsschlauch mit dem Druckminderer ("Gasregler") vom Leitungsnetz des Wohnwagens abschrauben und durch einen langen ersetzen. Dadurch ent¬spricht die Gasanlage nicht mehr den Vorschriften und der Versicherungsschutz steht in Frage. Spätestens beim Rückbau wird eine Dichtheitsprüfung nötig, aber - Hand aufs Herz - wer macht das schon? Europas Camper können nun aufatmen: Zumindest, wenn es nach der Firma Truma Gerätetechnik aus Putzbrunn bei München geht. Sie hat ein neues Gasregelsystem entwickelt, das bereits jetzt die ab 2007 für Neufahrzeuge verbindlichen Europanormen berücksichtigt. Es stellt die in vielen europäischen Ländern heute noch übliche Praxis auf den Kopf, den Flaschendruck unmittelbar am Flaschenventil auf den Betriebsdruck von 30 Millibar zu senken. Statt dessen strömt das Gas von der Flasche über einen Hochdruckschlauch bis zu einem fest an der Flaschenkastenwand montierten Druckminderer und von dort ins Leitungssystem. Da der Druckminderer auf der Anlagenseite mit einem Prüfanschluss versehen ist, kann die Anlage auf Dichtheit geprüft ausgeliefert werden. Die vorgeschriebenen Folge-prüfungen werden erledigt, ohne dass der ausführende Servicebetrieb ein Teil der Anlage abschrauben müsste. Auf der Flaschenseite stehen Hochdruckschläuche in verschiedenen Längen und mit sechs unterschiedlichen Flaschengewinden zur Verfügung. Diese kann der Camper selbst je nach Landes-System völlig legal tauschen, ohne in den dichtgeprüften Anlagenteil einzugreifen. Wie der heutige Druckminderer verfügt der Hochdruckschlauch über Weichdichtungen und wird lediglich mit der Hand fest angezogen. Gegenüber früher ergibt sich für den Camper hier zusätzlich eine eindeutige Kontrolle: Jede Undichtigkeit wäre unter Hochdruck als deutliches Zischen zu hören. Sogar Frankreichfahrer dürfen mit dem neuen System behaglich reisen. In der Reisemobil-Variante heißt es "SecuMotion", soviel wie "sicher in Bewegung". Denn eine integrierte Schlauchbruchsicherung verhindert, dass im Falle eines Leitungsschadens ungewollt Gas austritt. Das System funktioniert ähnlich wie der Aquastop an der heimischen Waschmaschine: Wird plötzlicher extrem starker Gasfluss bemerkt, schließen Ventile die Gaszufuhr. Für Caravans, in denen sich ja während der Fahrt keine Personen aufhalten, hat Trumas Entwicklungspartner GOK einen maßgleichen Regler zur Wandbefestigung entwickelt. Bei ihm ist die Schlauchbruchsicherung entbehrlich. Camper verlangen von Truma stets auch Komfortzubehör. Deshalb gibt es für das neue System vom Start weg ein automatisches Umschaltventil für Zwei-Flaschen-Anlagen. Es heißt in diesem Fall "DuoComfort" und ist mit Eis-Ex (elektrische Reglerbeheizung) und Fernanzeige sowie mit passenden Gasfernschaltern aufrüstbar. Einen kleinen Haken hat die schöne neue Gaswelt freilich doch: Die Vorteile, die dem Camper sofort einleuchten, fordern von den Fahrzeugherstellern Konstruktions-änderungen. Für die unbestreitbare Verbesserung, künftig ihre gesamte Europaproduktion baugleich auflegen zu können, müssen sie den geringfügig größeren Platzbedarf des neuen Systems berücksichtigen. Einige Gaskästen benötigen etwas mehr Höhe. Dem Camper käme das einmal mehr entgegen: Heute wird mit der Höhe der Gaskästen häufig gegeizt, so dass Gasflaschen mit Schutzkappen nur schwer hineinzubringen sind. Und ausländische Flaschen lassen sich manchmal erst gar nicht ins Gasfach stellen. Aus den genannten Gründen ist es wichtig, dass möglichst rasch neue Fahrzeugmodelle mit dieser komfortablen Weiterentwicklung am Markt verfügbar sind. Die offizielle Möglichkeit dazu besteht seit Oktober 2004. Wer sich heute für einen Neuwagen interessiert, sollte darauf achten, dass der Standard von morgen schon an Bord ist. Denn erfahrene Camper wissen, dass es nun in puncto Gas mit Europa schon viel besser geht. Eine Nachrüstung in bestehende Fahrzeuge ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Grundlagen Truma-Fachleute kombinierten in der neuen Produktlinie die Europanormen EN 1949, EN 12864/Anhang D und EN 13786 sowie die Produktsicherheitsrichtlinie 2001/95/EG und die Heizgeräterichtlinie 2001/56/EG. Kurz gefasst geht es darin um Folgendes: Zukünftig dürfen nur noch solche Neufahrzeuge zugelassen werden, deren Flüssiggasanlage samt Druckregeleinrichtung vor Verkauf an den Endkunden montiert und auf Dichtheit geprüft ist. Hersteller haften ab dann für Gas-Arbeiten ihrer Händler. Schon seit Oktober 2004 dürfen Fahrzeuge nach den neuen Europavorschriften ausgelegt sein, im Januar 2006 endet die Übergangsfrist und ab 1.1.2007 können dann anders ausgelegte Fahrzeuge überhaupt nicht mehr erstmals zum Verkehr zugelassen werden. Truma hat in Zusammenarbeit mit Druckminderer-Hersteller GOK wandmontierte Gasdruck-Regeleinrichtungen entwickelt. Der Caravan- oder Reisemobil-Hersteller kann damit alle Fahrzeuge unabhängig vom Bestimmungsland gleich bauen. Die verwendeten Anlagenteile stellen auch die Norm-Anforderung sicher, nach der an jedem Verbrauchsgerät mindestens 25 Millibar anliegen müssen. Der Prüfanschluss hinter dem Druckminderer erlaubt die vorgeschriebene Dichtheitsprüfung vor Auslieferung. Damit wird die europaweite Typenzulassung einfacher und der Betrieb von Flüssiggasheizungen während der Fahrt ist legal möglich. Ein einheitliches Produkt bedeutet auch europaweit einfach sicher zu stellende Ersatzteilversorgung. Druckminderer und Hochdruckschläuche müssen nach zehn Jahren ausgetauscht werden. Kontaktinformationen: Frau Monika Kný m.kny@truma.com Telefon +49 (0)89 4617-104 Telefax +49 (0)89 4617-272
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