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Frankfurt, 16.03. 2005 15:23

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direct/F.A.Z.: Wiedeking gegen Veröffentlichung von Vorstandsgehältern

Wiedeking gegen Veröffentlichung von Vorstandsgehältern

F.A.Z. FRANKFURT, 16. März. Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking sieht mit der Veröffentlichung der Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsbericht die Informationspflicht gegenüber den Aktionären erfüllt. "Wen würde man denn mit einer Offenlegung der individuellen Bezüge bis auf den letzten Cent hinter dem Komma glücklich machen? Ich sehe darin keinen Erkenntnisgewinn", sagte Wiedeking in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstagausgabe). "Damit werden doch nur mehr oder weniger ausgeprägte Neidkomplexe befriedigt."
Bei der Beurteilung, ob Gehälter angemessen seien, komme es darauf an, daß ein Vorstand im Sinne der Anleger erfolgreich gewesen sei, legte Wiedeking dar. Während seiner Amtszeit habe sich der Börsenwert von Porsche immerhin von rund 380 Millionen Euro auf mittlerweile fast 9,7 Milliarden Euro um das 25fache erhöht. Letztlich bestimme der Markt den Preis einer Leistung, sagte Wiedeking: "Wer etwas anbieten kann, das stark nachgefragt wird, aber relativ schwer zu bekommen ist, erzielt dafür eben einen hohen Preis. Das gilt nicht nur für berühmte Schauspieler, für Popstars, Spitzensportler oder Promi-Friseure, sondern auch für Vorstände."

Wiedeking, der als einer der bestbezahlten Manager Deutschlands gilt, hat sich schon früh gegen die individuelle Offenlegung der Gehälter ausgesprochen und dabei auf das Recht der informationellen Selbstbestimmung gepocht, das sowohl im Grundgesetz als auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist: "Dieses Recht gilt für jeden Bürger", betonte Wiedeking im F.A.Z.-Interview. "Davon kann nur in ganz wenigen, streng definierten Ausnahmefällen abgewichen werden. Das Bedürfnis einiger Leute, in privaten Angelegenheiten herumzuschnüffeln, die sie eigentlich nichts angehen, gehört mit Sicherheit nicht zu den Kriterien, die eine Ausnahme von der Regel erlauben." Wiedeking selbst wäre von der gesetzlichen Regelung zur Offenlegung der Gehälter möglicherweise gar nicht betroffen, weil der Gesetzentwurf ihm ein Schlupfloch läßt: Sollte eine Mehrheit von mindestens 75 Prozent der stimmberechtigten Aktionäre den individuellen Gehaltsausweis ablehnen, könnte ganz darauf verzichtet werden. Bei Porsche sind alle stimmberechtigten Aktien in den Händen der Familien Porsche und Piech. Die Vorzugsaktionäre, die bei der diesjährigen Hauptversammlung Kritik an den hohen Bezügen der Porsche-Vorstände geübt hatten, haben dagegen kein Stimmrecht. Im Geschäftsjahr 2003/2004 haben die sechs Porsche-Vorstandsmitglieder insgesamt 30,4 Millionen Euro verdient. Davon waren 25,4 Millionen Euro erfolgsabhängige Bestandteile.


Kontaktinformationen:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Rüdiger Köhn
Tel. 0049 (0) 69 - 7591-1430
Fax: 0049 (0) 69 - 7591-1134
E-Mail: cvd@faz.de

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