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Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Immer mehr Kinder hungern für die „Schönheit“ Kinder im Diätwahn Immer mehr Kinder und Jugendliche machen Diäten zur Gewichtsreduktion um dem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen. Dramatische körperliche und seelische Folgeschänden können auftreten. Bereits Kinder hungern, um den Maßstäben eines fragwürdigen Schönheitsideals zu entsprechen. Mittlerweile sorgen sich über 30 Prozent der Jungen und Mädchen um ihr Körpergewicht oder sind unzufrieden damit, berichtet heute Diplom Oecotrophologin Judith Bünker von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Bad Aachen. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass der Schlankheitswahn seine Opfer immer häufiger unter Kindern und Jugendlichen findet, warnt Gesellschaftssprecher Sven-David Müller. Ursache für die übertriebenen Gewichtssorgen ist häufig die Folge des Nacheifern eines Schlankheitsideals. Vorbild dafür sind die Models auf den Laufstegen, in der Fernsehreklame oder Popstars und Soap-Sternchen, die mit einem Body Mass Index von 16 bis 18 nicht nur an Untergewicht leiden, sondern oft auch Essstörungen haben. Eine Studie des Therapie-Centrums für Essstörungen des Münchener Max-Planck-Instituts kam zu dem alarmierenden Ergebnis, dass etwa die Hälfte aller 10-jährigen Mädchen und ein Drittel der Jungen schon einmal eine Diät zur Gewichtsreduktion gemacht hat. Untersuchungen der Universität Bielefeld zeigten die erschreckenden Unterschiede in der Körperwahrnehmung und den tatsächlichen Körpermaßen: 20 Prozent der Mädchen die untergewichtig waren, hielten sich sogar für zu dick. Der Schlankheitswahn kann dramatische körperliche und seelische Schäden verursachen. Folge einer zu geringen Energie- und Nährstoffaufnahme, ausgelöst durch Diäten zur Gewichtsreduktion, ist eine Unterversorgung, die zu einer verzögerten Pubertät, Wachstumshemmung, Konzentrationsstörungen, niedrigem Puls und Blutdruck, Schwindel, Ohnmacht, vorzeitiger Osteoporose, trockener Haut, Haarausfall sowie zu einem Ausbleiben der Regel führen kann. Die Unzufriedenheit und die Sorgen um das Körpergewicht, das sich zu fett fühlen, die Angst vor Gewichtszunahmen und die Überbewertung des Schlankseins gelten als ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Essstörungen wie Magersucht, Bulimia nervosa und Binge Eating Disorder. Eltern sollten die Augen nicht verschließen und sofort handeln wenn sie merken, dass ihr Kind ein krankhaftes Essverhalten aufweist. Ein rechtzeitiges Eingreifen kann die Entwicklung einer manifesten Essstörung verhindern. Die Therapie von Essstörungen ist ein langwieriger Prozess und erfordert eine intensive Zusammenarbeit von Ärzten, Psychologen und Ernährungsfachkräften. Die Chancen auf den Erfolg der Therapie sind um so besser, je früher die Erkrankung erkannt wird, so Bünker abschließend. Das Buch „Gesund zunehmen“ (1) von Sven-David Müller und Klaudia Pütz (Knaur Verlag, München; 130 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 3-426-66814-9) ist ein fachkundiger Ratgeber zum oft verkannten Problem Untergewicht mit nützlichen Tipps, gesunden Rezepten und hilfreichen Adressen. 2.953 Zeichen. (1) Für Journalisten: Rezensionsexemplare sind unter presse@ernaehrungsmed anforderbar Kontaktinformationen: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. Kurbrunnenstr. 5, 52066 Bad Aachen www.ernaehrungsmed.de, presse@ernaehrungsmed.de Interviewwünsche: Tel: 0241 – 96 10 320
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