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München, 09.11. 2004 10:12

Bundesdeutscher Start: 18. November 2004
BERGKRISTALL von Joseph Vilsmaier

In einem modernen Wintersportort erzählt der Pfarrer (Max Tidof) einer Familie aus der Stadt die Weihnachtslegende vom magischen "Bergkristall": Trotz der jahrhundertealten Fehde zwischen den Dörfern Gschaid und Millsdorf verlieben sich der Schuster Sebastian (Daniel Morgenroth) und die schöne Färberstochter Susanne (Dana Vavrova). Dennoch gilt die junge Frau in Gschaid als "eingebildete" Millsdorferin, leidet unter Vorurteilen und Hass. Schweren Herzens kehrt sie ohne den 13jährigen Konrad (François Göske) und die 11jährige Sanna (Josefina Vilsmaier) zu ihren Eltern zurück. Die Geschwister hoffen auf eine Versöhnung ihrer Eltern durch den Zauber des Bergkristalls, der einer alten Sage nach Liebende wieder vereinen soll. Als sich die Kinder nach einem Besuch bei der Mutter in der Heiligen Nacht in den verschneiten Bergen verirren und in Lebensgefahr geraten, kommen die verfeindeten und verbohrten Dörfler endlich zur Besinnung.

BESETZUNG

* Dana Vavrova
* Daniel Morgenroth
* Josefina Vilsmaier
* François Göske
* Max Tidof
* Christian Nickel
* Jürgen Schornagel
* Thomas Wlaschiha
* Katja Riemann
* Herbert Knaup
* Frederick Lau


STAB

* Joseph Vilsmaier
* Markus Zimmer
* Klaus Richter
* Thomas Vögel
* Norbert Herzner
* Stefan Busch/Chris Heyne










DIE BESETZUNG:

Susanne Dana Vavrova
Sebastian Daniel Morgenroth
Sanna Josefina Vilsmaier
Konrad François Göske

Pfarrer Ernst Max Tidof
Andreas (Bürgermeister) Christian Nickel
Färber Jürgen Schornagel
Schafhirt Philipp Thomas Wlaschiha
Holzknecht Michl Andreas Nickl
Lehrer Michael Schönborn

Karin Katja Riemann
Paul Herbert Knaup
Lisa Paula Riemann
Marc Frederick Lau

Leitnerbauer Reinhard Forcher
Leitnerbäuerin Ulrike Beimpold
Maria Teresa Vilsmaier
Färberin Doris Plörrer
Frau von Andreas Carmen Gratl

u.v.a.




DER STAB

Regie/Kamera: Joseph Vilsmaier
Drehbuch Klaus Richter
Produzent Markus Zimmer
2. Kamera Peter von Haller
Musik Christian Heyne, Stefan Busch
Schnitt Norbert Herzner
Szenenbild Tommy Vögel
Kostüm Lucie Bates
Maske (Herren) Heiner Niehues
Maske (Damen) Ruth Philipp
Casting Rita Serra-Roll















MANCHE GESCHICHTEN SIND SO SCHÖN,
DASS MAN SIE NIE VERGISST...



PRESSENOTIZ

Nach der Novelle "Bergkristall" von Adalbert Stifter aus dem Jahre 1853 erzählt der preisgekrönte Regisseur Joseph Vilsmaier (u.a. "Herbstmilch", "Comedian Harmonists", "Schlafes Bruder") eine bewegende Geschichte von Liebe und Hass, Vertrauen und Versöhnung, Tradition und Familie - von Werten, die auch heute noch Gültigkeit haben.
Ein kraftvoller, moderner Familienfilm vor einzigartiger Bergkulisse, der in seiner Zeitlosigkeit Historie und Gegenwart miteinander verwebt und durch seine Bildgewalt fasziniert. Großes Emotionskino von archaischer Wucht für die ganze Familie.


LANGINHALT

Eigentlich ein schöner Tag, um in den ersehnten Winterurlaub zu starten. Auch wenn sich die Eltern (Katja Riemann/Herbert Knaup) im Auto streiten, die Kinder Lisa und Marc (Paula Riemann/Frederick Lau) freuen sich auf Wintersport und Spaß im Bergdorf Gschaid. Kurz nach der Ankunft ein dunkles Grollen und lautes Dröhnen - eine Lawine rollt mit gewaltigem Getöse zu Tal. Die Bergkette, vor wenigen Minuten noch eine pittoreske Kulisse, wird zur drohenden Wand. Der Strom fällt aus, plötzlich ist es tiefschwarze Nacht, es herrscht Totenstille. Die Familie flüchtet zu Onkel Ernst (Max Tidof) ins gemütliche Pfarrhaus, kuschelt sich ängstlich aneinander. Im Schein von Kerzen und Petroleumlampe entdecken die Kinder einen geheimnisvoll leuchtenden Bergkristall, der ihre Neugier weckt. Der Pfarrer erzählt ihnen von der mystischen Geschichte des Steins, die sich vor über hundert Jahren zutrug. Eine bewegende Legende über Liebe, Feindschaft und Hass und den Triumph des Gefühls. Und ganz langsam werden die modernen Städter in eine fremde Welt hineingezogen, in der die Menschen den Naturgewalten trotzen, im Schatten der Berge arbeiten und ihr Leben nach dem Wandel der Jahreszeiten ausrichten. Es war einmal...
Tiefe Feindschaft herrscht zwischen den Bewohnern von Gschaid und Millsdorf, selbst die Jungen sind sich spinnefeind. In Gschaid gelten Sebastian (Daniel Morgenroth) und Andreas (Christian Nickel) als die besten Kumpel, sie schauen gemeinsam den Mädels hinterher, genießen ihre Jugend und stoßen auf ihre Männerfreundschaft an. Doch die hält nicht lange. Der Schuster Sebastian verliebt sich in die Färberstochter Susanne (Dana Vavrova) aus dem reichen Millsdorf. Deren Vater (Jürgen Schornagel) jagt ihn zwar mit dem Gewehr vom Grund, aber irgendwann gibt er nach und seiner Tochter den Segen, fordert den Schwiegersohn auf, tüchtig und fähig zu sein, die Familie selbst zu ernähren. Das junge Paar bricht erwartungsvoll auf nach Gschaid und stößt auf eine Mauer von Abwehr und Feindseligkeit: "Eingebildet ist die Zugereiste" so das harsche Vorurteil. Selbst Andreas empfängt seinen Freund kalt, der Lehrer verweigert der jungen Frau die Hand, einzig der Pfarrer zeigt etwas Freundlichkeit.
Die Jahre ziehen vorbei, auch mit zwei Kindern, dem 13jährigen Konrad (François Göske) und der 11jährigen Sanna (Josefina Vilsmaier), bleibt sie eine Fremde in Gschaid.
Die Aggression gegen die junge Frau weitet sich auf die Kinder aus, so soll Sanna auf Geheiß des Bürgermeistersohnes nachsprechen, sie sei eine Millsdorferin und genau so eingebildet wie ihre Mutter. Und Prügel gibts auch. Außer sich vor Zorn stellt Sebastian seinen alten Freund zur Rede, doch der stellt sich taub und seine Frau (Carmen Gratl) prophezeit dem Schuster und seinem Anhang gar das Armenhaus.
Am Abend nach der Auseinandersetzung geht Sebastian mit Susanne ins Wirtshaus, worauf die Gäste, darunter Bürgermeister Andreas und Schafhirt Philip (Thomas Wlaschiha), das Lokal unter Protest verlassen wollen.
Sebastian beschuldigt den Flickschuster Tobias (Daniel Marlin), ihm die Kunden abspenstig zu machen. "Schick die aus Millsdorf weg, dann bringen wir Dir auch wieder unsere Schuhe" heißt es.
Bei den Eheleuten gibt ein Wort das andere, Susanne will sich nicht mehr demütigen lassen, Sebastian versteigt sich zu der Bemerkung, er hätte sie vielleicht nicht heiraten sollen. Tief verletzt fasst die Frau den Entschluss, für einige Zeit zu ihren Eltern nach Millsdorf zurückzukehren, bis die Wogen sich geglättet haben. "Brauchen ist nicht lieben" antwortet sie ihrem Mann, der sie halten will. Konrad, der das Schuster-Handwerk lernt, will bei seinem Vater bleiben und Sanna beim Bruder. Susanne erklärt ihnen, dass sie fortgeht, damit die Leute wieder Schuhe zum Vater bringen. Mutter und Kinder umarmen sich zum Abschied innig und mit Tränen in den Augen. In der Folge nehmen Konrad und Sanna an jedem Wochenende den langen Weg zur Mutter nach Millsdorf in Kauf, drei Stunden hin, drei zurück. Als der Vater ihnen das Märchen vom Bergkristall erzählt, der Liebende wieder zusammenbringt, wünschen sie sich nichts sehnlicher als den Bergkristall für ihre Eltern, um wieder eine Familie zu sein. Aber: der Bergkristall gehört dem Berg, wer ihn nimmt, muss sein Herz im Tausch geben.
Es wird Frühling, es wird Sommer, das Geschäft in der Schusterei floriert wieder, die Kinder wandern Sonntags nach Millsdorf, gelten immer noch als Fremde in Gschaid. Konrad macht einem Millsdorfer Mädchen schöne Augen, und die hübsche Maria (Teresa Vilsmaier) scheint seinem Werben nicht abgeneigt. Der Großvater schlägt seinem Enkel vor, in der Färberei zu arbeiten und sie später mal zu übernehmen, doch Konrad hält es mit dem Spruch "Schuster bleib` bei deinem Leisten". Der Vater, dem er einen Brief der Mutter überbringt, verbietet ihm weitere Kontakte zu Maria, er möchte nicht, dass seinem Sohn ein ähnliches Schicksal blüht wie ihm.
Der frühe Wintereinbruch verhindert weitere Millsdorf-Besuche, die Kinder freuen sich weniger auf Weihnachten als auf das Frühjahr, um die Mutter wiederzusehen. Da fegt der Föhn von einem Tag auf den anderen den Schnee fort, es flirrt eine seltsam laue Luft im Tal, man könnte meinen, es riecht nach einem Unglück.
Die Kinder begeistern sich an einem neuen Märchen des Vaters von einem Zigeunermädchen, das sich im Nebel verläuft und auf den Berggeist trifft. Gespannt lauschen sie, wie er der tönernen Occarina verführerische Klänge entlockt.
Konrad plant heimlich einen Besuch in Millsdorf, da der Vater ihn nicht gehen lassen will. Doch Sebastian versteht die große Sehnsucht der beiden nach ihrer Mutter nur allzu gut. Als Konrad ihm verspricht, gut auf seine Schwester aufzupassen und bei schlechtem Wetter bei der Mutter zu übernachten, dürfen die beiden am Heiligabend aufbrechen. Sie marschieren fröhlich los und kommen wohlbehalten in Millsdorf an. Es weihnachtet sehr.
Der Großvater schmückt den Tannenbaum, das Christkind hat Geschenke gebracht, Lebkuchenduft zieht in die Nase. Sanna freut sich über eine Zigeunerpuppe, die Mutter über ein von Sanna gefertigtes Bild und die ersten von Konrad selbst hergestellten Schuhe, am meisten jedoch über einen goldenen Ohrring von Sebastian, bei dessen Anblick sich ihr das Herz zusammenkrampft. Bevor es dunkelt, machen sich die Kinder auf den Rückweg, bepackt mit Kuchen, Dauerwurst und einem starken Kaffee-Aufguss für den Vater. Zügig, aber nicht zu schnell sollen sie gehen, rät ihnen der Großvater. Noch rasch steckt Konrad der strahlenden Maria ein geschnitztes Herz zu und wünscht ihr Frohe Weihnachten, bevor deren Mutter sie ins Haus wegzieht.
Berge wie mit Pulverschnee gepudert, blauer Himmel, glitzernde Eiskristalle - eine Winteridylle. Sanna möchte unbedingt den Bergkristall suchen. Plötzlich schlägt das Wetter um, es beginnt zu schneien, sie verirren sich im dicken Nebel, Konrad verletzt sich beim Sturz in eine Spalte und in der Ferne ertönt das Heulen eines Wolfes. In der undurchdringlichen Finsternis entgehen die Kinder nur knapp einer Lawine, rutschen in eine Tropfsteinhöhle aus Eis, die Höhle der Berggeister wie Sanna fest glaubt. Sie bewegen sich, um warm zu bleiben, teilen das letzte Stück Brot und trinken den starken Kaffee, Konrad packt sein Weihnachtsgeschenk aus, eine dicke Jacke. Durch eine Öffnung sehen sie die funkelnden Sterne am Firmament, Sternschnuppen, die vorbeiziehen. Sanna wünscht sich etwas, verrät den Wunsch aber nicht, weil er sonst nicht in Erfüllung geht. Im geheimnisvoll funkelnden Reich der Kristalle hofft sie auf ein glückliches Ende für alle. Warum müssen Menschen sich hassen, fragt das Mädchen, während klirrend Eisstückchen hernieder fallen und sich eine friedliche Stille ausbreitet.
Die Geschwister finden einen Ausgang und während sie erneut im Kreis durch den Schnee stapfen, hört Konrad Glockenläuten aus der Ferne. Erschöpft sinken die Geschwister an einem Felsen nieder, einen glänzenden Bergkristall in Händen.
Sebastian hat indes erfahren, dass die Kinder trotz schlechter Witterung nicht bei der Mutter geblieben sind. Er mobilisiert Hilfe in Gschaid; Susanne jagt ihrerseits von Millsdorf mit dem Pferdewagen los.
Die urplötzliche Angst und Sorge um die Kinder lässt die Dörfler ihren Hass vergessen. Sie schließen sich zusammen, um gemeinsam mit den Eltern nach Konrad und Sanna zu suchen und deren Leben zu retten. Schweigsam steigen die Suchmannschaften in der Heiligen Nacht die Bergkuppe hoch - die Gschaider auf der einen, die Millsdorfer auf der anderen Seite...





"Großes ist mir klein, Kleines ist mir groß."
Adalbert Stifter


Anmerkungen zu BERGKRISTALL von Drehbuchautor Klaus Richter

Obwohl zwei Kinder im Mittelpunkt stehen, handelt es sich um eine ernste, spannende Weihnachtsgeschichte auch für Erwachsene, geht es doch nebenbei unausgesprochen und ohne erhobenen Zeigefinger um ewig aktuelle Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Ehrfurcht vor der Natur, Sozialneid, Konflikte zwischen Liebe und ökonomischem Kalkül. Zwei benachbarte Täler, deren Bewohner seit langer Zeit irrational verfeindet sind: Das erinnert durchaus an "moderne" Konflikte, etwa zwischen Serben und Kroaten oder zwischen Juden und Arabern. Alles andere also als die Vorlage zu einem reinen Kinderfilm! Wohl aber zu einem spannenden und berührenden Film für die ganze Familie.

Wie jede große Weihnachtsgeschichte der Weltliteratur (Dickens, Dostojewski, etc.) ist auch diese zeitlos und von schlichter Größe. Sie spricht unmittelbar zum Herzen und hat eine tröstliche, heilende Kraft. Es geht in ihr um Liebe und Hass, Leben und Tod, Fremdheit und Heimat, sie ist archaisch und zart zugleich. In vielen Aspekten wirkt sie aktuell, etwa in dem, was Stifter das "sanfte Gesetz" nennt. Damit meint er, dass es nicht die großen, weltbewegenden, oft doch nur zerstörerischen Ereignisse sind, die lebens- und naturerhaltend wirken, sondern vielmehr die unscheinbaren, stetigen, unauffälligen, menschenfreundlichen Tätigkeiten des lebendigen Alltags: nichts anderes im Grunde, als was heute in der Ökologie oder ganzheitlichen Medizin Allgemeingut geworden ist, was als spirituelle Gelassenheit, als bewusstes Leben im Einklang mit der Natur neue Attraktivität gewinnt. So erscheint Stifters vermeintlicher Konservatismus in unserer Zeit der gnadenlosen Globalisierung, des neoliberalen Raubtierkapitalismus überraschend fortschrittlich. Schon Hermann Hesse stellte fest, Stifters Werke seien wie "Naturschutzgebiete für etwas im Aussterben Begriffenes: Das Menschliche." Gerade bei heutigen Zuschauern sollte diese unprätentiös-wahrhaftige Geschichte auf ein Bedürfnis nach Orientierung und Neubeurteilung von Wertmaßstäben treffen.

Die Natur ist in "Bergkristall" einer der "Hauptdarsteller." Sie kann abweisend und bedrohlich, aber auch rettend und bewahrend sein, wenn man auf ihre Zeichen und Wunder aufmerksam wird. Es sind die unverbildeten Kinder, die aufgrund ihres reinen Herzens diese Aufmerksamkeit haben und letzten Endes die Feindschaft der Dörfer beenden, mithilfe des Bergkristall, der bis heute als Symbol der Ruhe, der Gelassenheit und der Versöhnung gilt.

Natürlich muss eine Filmfassung von "Bergkristall" einige epische Momente dramatisieren, entsprechend einzelne Motive verändern. So machen in unserem Film die Kinder nicht den Weg von den Eltern zu den Großeltern über die Berge, sondern die Eltern leben aus materieller Not - Folge der Feindschaft zwischen den Dörfern - getrennt, und die Kinder wünschen sich nichts sehnlicher als die Wiedervereinigung der Familie. Das ist aber auch schon der größte und sehr behutsame Eingriff in die Vorlage. Erfunden haben wir auch eine kurze Rahmengeschichte. Sie hat die Funktion, das heutige hektische Publikum auf unsere Geschichte einzustimmen, so wie es früher Märchenerzähler durch eine bestimmte Beleuchtung, ein bestimmtes Ambiente taten. Eine pädagogische Absicht liegt uns dabei fern. Es geht lediglich um eine bestimmte Stimmung, ein Gefühl, das Aufmerksamkeit schaffen soll.

Eine sparsam eingesetzte Erzählerstimme erhält den ganz bestimmten "Stifter-Sound" und schafft eine zusätzliche poetische und emotionale Ebene: das ganz besondere Feeling des "Es war einmal." In den eher kargen Dialogen und menschlich anrührenden Szenen habe ich mich im Drehbuch bemüht, eine emotionale, aber unsentimentale Kinogeschichte zu erzählen.



PRODUKTIONSNOTIZEN

Das Thema lag eigentlich in der Luft: ein moderner Bergfilm, der zutiefst bewegt und trotzdem auf verklärende und kitschige Elemente verzichtet. Produzent Markus Zimmer wollte immer schon einmal mit Joseph Vilsmaier, einem der renommiertesten Regisseure Deutschlands, zusammenarbeiten und die Verfilmung der Stifter-Novelle BERGKRISTALL bot sich geradezu an. Das Projekt lag bei der Clasart-Filmproduktion, Zimmer und Vilsmaier einigten sich schnell darauf, gemeinsam die Sache zu stemmen. Beiden gefiel die fein austarierte Mischung von Poesie, Romantik, Gefühl, Naturbeschreibung und -erfahrung. Der Regisseur kehrt mit dem ländlich-historischen Stoff zu seinen Wurzeln zurück und knüpft an seine Erfolgsfilme wie HERBSTMILCH oder SCHLAFES BRUDER an. Mit Drehbuchautor Klaus Richter, der zum vierten Mal mit Vilsmaier arbeitet, wurde das Drehbuch entwickelt: "Der Stoff hat förmlich nach Vilsmaier gerufen", so der Autor. "Die Zusammenarbeit in der Produktionsvorbereitung war höchstgradig professionell in sehr familiärer Umgebung", äußert sich Zimmer. "Vilsmaier, mit seiner Perathon Auftragsproduzent, war aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung ein sehr angenehmer Produktions- und Regiepartner. Wenn mal Schwierigkeiten auftraten, wurden die konstruktiv besprochen und beseitigt". Klaus Richter schätzt die herzliche Atmosphäre bei der Vilsmaier-Filmfamilie: "Da sind keine falschen Eitelkeiten im Spiel, er weiß, was er kann und was er nicht kann und bezieht andere in den Arbeitsprozess mit ein. Als Drehbuchautor hatte ich auch die Möglichkeit, die Dialoge mit den Schauspielern durchzusprechen, was nicht unbedingt üblich ist". Ein besonderer Reiz war für ihn die Zeitlosigkeit der Handlung und der aktuelle Bezug: "Stifter wird oft als Idylle gedeutet. Aber in der Genauigkeit seiner Beschreibung liegt manchmal fast etwas revolutionär Menschliches. Er ist immer gegen die Verhältnisse, aber auf der Seite des Menschen". Schon im Stoff und der präzisen Naturbeschreibung fand Richter Inspiration und Hinweise auf eine mögliche Visualisierung. Lange überlegten die Filmemacher, ob die Protagonisten Mundart sprechen sollten oder hochdeutsch. "Wir haben uns dazu entschieden, den Film weitestgehend hochdeutsch mit süddeutschem Einschlag zu halten, weil sonst Verständigungsprobleme entstehen könnten."

BERGKRISTALL ist eine universelle und zeitlos-aktuelle Familiengeschichte und sollte auch universell verstanden werden, deshalb hielten wir es auch nicht für zwingend notwendig, die Sprache in dieser Alpenlandschaft anzusiedeln", sagt Zimmer, der betont, BERGKRISTALL sei in gewisser Weise ein Heimatfilm, "wenn man Heimatfilm als Genre versteht wie die Amerikaner ihren Western. Ein deutscher Heimatfilm ist in einer bestimmten Landschaft verwurzelt und die greift auch aktiv in das Geschehen ein. Der Heimatfilm der 50er Jahre entsprach einer Postkartenkulisse. Damit hat BERGKRISTALL nichts zu tun. Wir setzen auf Realismus und Gefühl. Die Natur ist hier eine der Hauptfiguren der Geschichte".
Im Team und bei den Schauspielern gab es sehr viele "Vilsmaier-Getreue" wie die Schauspieler Katja Riemann, Herbert Knaup, Max Tidof und natürlich Dana Vavrova oder Drehbuchautor Klaus Richter, Lucie Bates (Kostüm) und Tommy Vögel (Szenenbild). "Wenn man sich gut versteht, hält man sich eben die Treue", erklärt Vilsmaier. Nach einem umfangreichen Casting fand Rita Serra-Roll Daniel Morgenroth für die männliche Hauptrolle, den verschlossenen Sebastian. "Ein wunderbarer Schauspieler und die perfekte Ergänzung zu Dana Vavrova", erläutert Zimmer.

Intensiv gestaltete sich die Suche nach den Kinderdarstellern. Die elfjährige Josefina Vilsmaier und der 15jährige François Göske, bekannt durch DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER, bildeten das optimale Duo. Dazu kamen noch Frederick Lau, der schon seine ersten Filmrollen hinter sich hatte und Paula Riemann, die Tochter von Katja Riemann, nicht zu vergessen der weitere Vilsmaier-Spross Teresa. Diese Kinder waren richtige Filmkinder, teilweise tapferer als die Erwachsenen. Während die in der Kälte bibberten, blieben die Kids selbst in schwierigen und actiongeladenen Szenen "cool" - und das bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad minus. Dana Vavrova: "François und Josefina waren am härtesten im Nehmen. An ihren Schuhen und Strümpfen steckten Eisstücke. Nach dem Drehen mussten wir die beiden erst einmal `auftauen`". Gedreht wurde an 32 Tagen in der Region Vorarlberg - ausschließlich an Originalschauplätzen: 24 Tage im Winter in Gaschurn und Umgebung (Bielerhöhe, Valschavieltal) und in Kramsach (Tirol), einige Tage im Kaunertal und in Gaschurn im Sommer und einen Tag auf dem Mölltaler Gletscher (Kärnten) auf ca. 3400 Meter Höhe, wahrlich kein Zuckerschlecken. Die Bieler Höhe liegt auf 2500 Meter und ist schwer zugänglich, das ganze Material musste auf Motorschlitten zum Drehort gebracht werden. Ein abenteuerliches Unterfangen, da die Lifte zu dem Zeitpunkt (März) nur begrenzt geöffnet waren und die Crew acht Stunden bei Sturm und Schnee ausharren musste, weil man nicht einfach wieder herunterfahren konnte. Da passte es, dass Vilsmaier durch die Dreharbeiten von SCHLAFES BRUDER 1994 nicht nur die Gegend, sondern auch die Verantwortlichen kannte und dadurch so mancher Holperstein aus dem Weg geräumt wurde. Die Kooperation mit der Silvretta Nova-Gruppe, verantwortlich für Skilifte, Transport vor Ort und Hotelunterbringung klappte ausgezeichnet.

Das österreichische Bundesheer fräste sogar die Wege durch den Schnee und übernahm mit Pinzgauer-Pferden Transporte. Gaschurner und Partener Bürger ließen sich gerne als Bergbauern engagieren. Die Bieler Höhe und das Valschavieltal waren die Hauptdrehorte. Valschaviel, das mit seinen an den Hang geduckten Holzhäusern auf 1500 Metern Höhe in den vergangenen Jahrhunderten kaum sein Aussehen verändert hat, diente mit seiner Anhäufung von Hochgebirgshöfen als Film-Ort Gschaid. Wenn hier im Winter Lawinen ins Tal donnern, ist das Dorf von einer dicken Schneedecke verhüllt.
Viel Wert legte das Team auf die Darstellung des ländlichen Lebens im 19. Jahrhundert. Und da leisteten die Bühnenbauer ganze Arbeit. Szenenbildner Tommy Vögel sorgte für den historischen Look des Dorfes, die Häuser wurden teilweise verkleidet, moderne Türen und Fenster herausgerissen und durch im 19. Jahrhundert gängiges Materialien ersetzt, die Dächer bekamen wieder echte Schindeln, alte Zäune wurden in den Schnee gesteckt, Steinmauern im traditionellen Stil gemauert, der Bergfriedhof mit Originalkreuzen bestückt. Sogar die Tröge für die Tiere entsprachen haargenau den historischen Vorbildern. In Gschaid wurde eine Kirche gebaut und teilweise digitalisiert, in Millsdorf war die ganze Kirche digitalisiert. Die Innenszenen fanden im Kramsacher Bauernhofmuseum statt. Vilsmaier bewundert die Akribie und Liebe zum Detail, mit der Szenenbilder Vögel die tollsten Sachen heranschleppte, "wenn der sich etwas in den Kopf setzt, lässt er nicht locker". So entdeckte Vögel die Schusterutensilien auf einem alten Dachboden.

Spektakulär ist auch die künstliche Eishöhle. Neben zwei "natürlichen" Eishöhlen, in die die Kinder hineinrutschen und den Bergkristall finden, wurde eine Eishöhle künstlich errichtet. In einer großen Scheune an einem schattigen Plätzchen in Gaschurn wurde eine Holzkonstruktion eingebaut und Wasser eingeleitet, sodass nach einigen Tagen an Seilen und Fäden durch die Kältetechnik die Wassertropfen zu Zapfen und magischen Eisgebilden gefroren. Doch dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Temperaturen stiegen frühlingshaft an! Für Tommy Vögel kein Problem: Da wurde eben mit Kunststoff und Plastiksäulen und -zapfen der glitzernden Zauberwelt kurzfristig nachgeholfen, mit Kältemaschinen und großem Aufwand die Eishöhle kalt gehalten, bis es wieder die richtigen Minusgrade gab. Und sie hielt die Drehtage durch, erst am Ende schmolz das Prachtstück dahin...

Als größter Risikofaktor entpuppten sich die Wetterwidrigkeiten. So mussten die Macher mit einem ungewöhnlichen Wärmeeinbruch Anfang März kämpfen. In Gaschurn, wo die heutige Rahmenhandlung spielt, fehlte schlicht und einfach der Schnee. Der musste dann von den Bergen auf Lastwagen angekarrt werden, um das Bild eines perfekten Wintersportortes zu simulieren. Eine ziemlich aufwändige Angelegenheit. Anders die Lawinen, denn diese waren echt und boten ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Vilsmaier, der ganz selbstverständlich wieder die Kamera führt, drehte "day for night" wie in der guten alten Schule der 50er und 60er Jahre. Mit Scheinwerfern nachts im Gebirge zu arbeiten wäre sinnlos und gefährlich gewesen. BERGKRISTALL wird zudem komplett digital bildbearbeitet.
Spezielle Aufmerksamkeit richtete Vilsmaier auf die Musik. Mit Stefan Busch, einem der renommiertesten Sounddesigner, und dem in Musikkompositionen erfahrenen Chris Heyne holte er sich ein exzellentes Team an Bord. Die Münchner Philharmoniker, die Regensburger Domspatzen und die Stimme von Sabine Kapfinger unterstreichen stimmungsvoll die Emotionen in BERGKRISTALL.
Die Drehbuchentwicklung von BERGKRISTALL begann Ende 2002, die Vorproduktion erstreckte sich über das Jahr 2003, an dessen Ende die Finanzierung dann stand. Drehstart war Ende Februar 2004, die Dreharbeiten für die Winterszenen erstreckten sich bis Anfang April, die zweite Etappe für die Sommeraufnahmen (Kaunertal und Gaschurn) dauerten acht Tage Anfang Juni 2004. Das Budget betrug drei Millionen Euro, gefördert wurde BERGKRISTALL vom FilmFernsehFonds Bayern und CineTirol, des weiteren standen Referenzmittel von Vilsmaiers Produktionsfirma Perathon zur Verfügung. Ko-Partner von Clasart- und Perathon Filmproduktion waren ARD/DEGETO und ATV+, der erste Privatsender Österreichs.







INTERVIEWS

- Joseph Vilsmaier -

Kannten Sie die Stifter-Novelle schon vor diesem Filmprojekt?
Stifter war bei uns in der Internats-Schule Pflichtlektüre, aber anschließend habe ihn völlig vergessen. Dann erinnerte ich mich wieder an diese Weihnachtslegende von Stifter, und ich fand die Idee toll, nicht nur Disney das Feld zu überlassen, sondern eine zeitlose Geschichte zu erzählen, deren Botschaft nie an Geltung verliert.

Wo sehen Sie den Gegenwartsbezug?
Ich möchte nicht zeitkritisch alles auseinandernehmen. Aber Gier und Feindschaft gab und wird es immer geben - im Kleinen wie im Großen, im persönlichen Bereich wie in der großen Politik. Der Stoff bleibt aktuell. In der Gegend, wo wir gedreht haben, kämpfen in einem Ort seit Jahren zwei Ski-Schulen gegeneinander, statt gemeinsam für etwas zu stehen. Oder denken Sie nur an das Mobbing, wo Leute in einer Firma sich gegenseitig fertig machen. Die Liste könnte ich beliebig fortführen.

Wie würden Sie BERGKRISTALL "verkaufen"?
Als Film für die ganze Familie. Da gibt es die getrennten und verfeindeten Dörfer, die Kinder, die sich nichts sehnlicher wünschen, als die Versöhnung zwischen ihren Eltern, die majestätischen Berge, diese Natur, die einem den Atem nimmt. BERGKRISTALL lebt von tiefen Gefühlen. Wenn die Kirchturmglocken läuten und dann in "Stille Nacht" übergehen, ist dies ein hochemotionaler Moment. Ich hoffe, dass die Zuschauer diese Emotionen ebenso empfinden.

Könnte man BERGKRISTALL einen Heimatfilm nennen?
Absolut. Ich bekenne mich zum Heimatfilm und zu meiner Heimat, aber ich mag nicht dieses Jodeln in der Lederhose oder diese ganze falsche Volkstümelei. BERGKRISTALL ist ein moderner Heimatfilm und erzählt von den Menschen, die im Schatten der Berge leben, gleichzeitig versuche ich etwas Märchenhaftes hineinzubringen, manchmal eine ziemliche Gratwanderung.

Wie war die Zusammenarbeit mit Drehbuch-Autor Klaus Richter?

Klaus Richter ist ein guter Freund, dem ich genau zuhöre und dessen Ratschläge ich sehr ernst nehme. Wir arbeiten schon das vierte Mal zusammen. Ich fand es sehr gut, dass er mit Daniel Morgenroth, Josefina und François eine Leseprobe machte. Als Autor weiß er genau, ob es mit der Sprache im Stifter-Deutsch auch historisch stimmt.

Und die Kooperation mit Markus Zimmer von der Clasart-Filmproduktion?
Bestens. Wir haben uns die Arbeit aufgeteilt und alles abgesprochen. Ich empfand nie den Druck, jetzt irgendetwas zu machen, was ich nicht wollte. Dass es nicht mehr Geld gab, damit mussten wir uns abfinden. Aber wir waren autark. Auch bei Besetzungsfragen haben wir uns prima ergänzt. Ich kann nur sagen, eine tolle Zusammenarbeit.



Wie schwierig gestalteten sich die Dreharbeiten in den winterlichen Bergen?
Die Logistik war das Schwierigste. Die Bieler Höhe wurde erst zwei Wochen nach Pfingsten aufgemacht, wir durften schon vorher drehen. Eine Woche vor Drehbeginn ging noch eine Lawine runter.
Die Wetterbedingungen machten alles sehr kompliziert. Kälte und Nässe, 20 Grad Minus, wir mussten mit Skikatzen die Berge hochfahren. Wir brauchten Pferde und die wollten dann plötzlich nicht laufen. An einem Tag brach der Föhn zusammen, ein furchtbarer Sturm tobte, wir konnten keine Zelte aufstellen, weil der Wind so wehte. Da bekommt man Respekt vor der Natur. Ich habe schon SCHLAFES BRUDER in Vorarlberg gedreht und bekam so vor Ort jegliche Unterstützung. Das sparte Zeit, Geld und Nerven.

Schauspieler und Team zeigen sich begeistert von der familiären Atmosphäre. Was sind die Vor- und auch Nachteile eines solchen "Familienunternehmens" Film?
Ganz einfach: Ich mag keine Menschen, die vorgeben, alles zu wissen oder glauben, beim "Film" seien alle "ausgeflippt". Ich will etwas von den Leuten, nämlich eine gute Leistung. Also kann ich sie nicht anpfeifen, dann kriege ich nicht viel. Ich muss sie respektieren und sie mich. Das gehört dazu. Wir hatten ein wunderbares Team. Im Laufe der Jahre weiß man, wer belastbar ist und wer nicht. Aber es stoßen auch immer wieder neue Mitglieder dazu, die Familie erweitert sich. Ich bin eben Film- und Familienmensch.



- Dana Vavrova -

Was gefällt Ihnen an der Figur der Susanne?
Die Susanne ist eine Frau mit eigenem Stolz, die sich nicht unterbuttern lässt, auch nicht von den feindlichen Bewohnern aus Gschaid. Sie erduldet die schlechte Behandlung, trifft aber irgendwann mal die Entscheidung, dass es so nicht weitergeht, weil die Beziehung zum Ehemann und auch unter den Kindern darunter leidet. Manchmal muss man im Leben einen Schlussstrich ziehen. Und das tat sie. Unglaublich, dass sie ihre Kinder verlassen konnte, zu deren Wohl wohlgemerkt. Sie hat etwas sehr Modernes an sich.

Wie haben Sie Zugang zu dieser Frau aus einem anderen Jahrhundert gefunden?
Das kommt ganz automatisch mit der ersten Kostümprobe, dann stehe ich der Filmfigur gegenüber. Gerade wenn sie aus einer anderen Zeit stammt, schlüpft man sukzessive in die Rolle, langsam bewegt man sich ganz anders, geht anders und redet anders. Maskenbildnerin Ruth Philipp und ich einigten uns, wegen der Glaubwürdigkeit auf jegliches Make-Up zu verzichten. Es sollte alles wirklich stimmen. Dazu gehörte auch, die Fingernägel kurz zu schneiden, aber so, dass noch etwas Schmutz drunter konnte. Trotz Kostüm sollen mich die Zuschauer natürlich als lebendige Person sehen mit allen Widersprüchen und Gefühlen, die damals wie heute gelten.

Was empfanden Sie als größte Herausforderung?
Die Sprache. Die muss echt klingen, aber auch so, dass man sie heute noch versteht. Da muss man aufpassen, dass sie nicht gekünstelt klingt. Die Kinder kannten manche Ausdrucksweisen gar nicht mehr. Beispielsweise wussten sie nicht, was es bedeutet, jemanden etwas `in die Hand` zu versprechen.

Nähern Sie sich einer `traditionellen` Figur anders an als einer `modernen`?
Am Anfang habe ich immer einen Heidenrespekt, wenn die Handlung in einer anderen Zeit spielt. Aber sobald man die Kleidung trägt, ändert man sich ganz selbstverständlich. Da legt man eben in den Drehpausen auch nicht mehr die Füße auf den Tisch, oder man packt die Dinge einfach fester an, nicht so zart wie eine feine Dame. Die Körperlichkeit hatte damals einen großen Stellenwert.

Ist BERGKRISTALL mehr als nur ein Weihnachtsfilm?
Auf jeden Fall. Die Geschichte erzählt sich ja über die Jahre. Es geht um das ganz persönliche Schicksal zweier Menschen, die mit ihren Kindern fast an der Intoleranz ihrer Umwelt scheitern. Die Dummheit der Menschen eskaliert derart, dass zwei Kinder beinahe umkommen müssen, bis die Erwachsenen kapieren, was sie eigentlich tun. Erst die Naturgewalten bringen sie zum Nachdenken. Weihnachten ist hier das Symbol der Versöhnung, ein Fest der Liebe. Leider vergessen wir das während des Jahres.

Wie kriegen Sie das Private und Berufliche unter einen Hut, wenn Sie mit Ihrem Mann als Regisseur arbeiten? Haben Sie da eine andere Distanz?
Am Set braucht man eine professionelle Einstellung zu den anderen und auch zwischen uns. Wir machen einen Film zusammen und keinen Urlaub. Ich kriege auch keine Extrawurst gebraten. Im Gegenteil, manchmal werde ich sogar etwas härter angepackt als die Kollegen, damit die sehen, so kann es auch gehen.

Sie sind selbst Regisseurin. Kriegen Sie da nicht manchmal die Lust, dem Regisseur Vilsmaier `reinzupfuschen`?
Und wie! Aber er nimmt das auch gerne an. Ich bin von Anfang an an Vorbereitung und Entwicklung eines Projekts beteiligt. Oft muss man ja schnell Situationen umkrempeln, weil nicht alles so ist wie im Drehbuch, beispielsweise müssen die Kinder einen anderen Ablauf lernen. Und bevor man die Häuser umbaut, stellt man erst einmal die Szenen um. Aber eigentlich ist der Sepp immer Vorschlägen aus dem Team aufgeschlossen. Die Entscheidungen muss letztendlich er treffen und auch die Verantwortung dafür tragen.

Wie soll man sich den Dreh eines "Familienunternehmens" vorstellen?
Bei BERGKRISTALL sind wir alle richtig eingetaucht in die Geschichte, was in der Welt passierte, interessierte uns fast nicht mehr. Abends trafen wir uns immer zum Essen, schauten die Muster gemeinsam an, Team und Schauspieler bildeten eine Einheit. Es herrschte eine sehr intensive Atmosphäre, jeder steckte das letzte Quentchen Energie in die gemeinsame Sache. Niemand war sich zu schade, auch mal ganz selbstverständlich schwere Wärmejacken oder ein Stativ mit ins Hotel zu schleppen.




Zwei Ihrer Töchter, die elfjährige Josefina und die 15jährige Teresa, spielen in BERGKRISTALL mit, wie auch schon in anderen Filmen. Würden Sie denen zu einer Schauspiel-Laufbahn raten?
Ich weiß nicht, ob sie den Beruf mal ergreifen wollen. Sie finden es zwar ganz spannend, vor der Kamera zu stehen oder Kostüme anzuprobieren, wissen aber auch um die negativen Seiten des Berufs. Da muss man auf einiges verzichten. Es ist ihr Leben, sie müssen entscheiden. Aber natürlich würde ich ihnen mit Rat zur Seite stehen.


- Daniel Morgenroth -

Haben Sie die Novelle von Adalbert Stifter früher mal gelesen?
Nur als Literaturnachweis, ich habe sie selbst nicht gelesen. Das habe ich natürlich nachgeholt vor den Dreharbeiten.

Wie würden Sie den Sebastian beschreiben?
Ich kann nur beschreiben, was ich als reizvoll empfand. Da war die Verschlossenheit einer Person, die wird nicht auf dem Tablett gereicht, sondern über eine längere Zeitspanne entwickelt bzw. aufgeblättert. Nach und nach erfährt man etwas über diesen Mann und zwar weniger im psychologischen Bereich als durch die Prägung durch das Land und die Arbeit, dadurch, wie er das Überleben meistert. Der ganze soziale Hintergrund spielt eine große Rolle.

Wie haben Sie Zugang gefunden, wie sich vorbereitet?
Diese Figur gibt über einen gewissen Zeitraum im Film ein Rätsel auf, behält ein Geheimnis. Man weiß nicht so genau, was sich hinter ihm verbirgt, wie er zu den Dingen steht. Und dann erfährt man, woher seine Verschrobenheit und Verschlossenheit resultieren, nämlich aus der Angst heraus. Ich komme aus einer ostdeutschen Schauspielschule, da war das Umfeld, die persönliche Entwicklung, die ganze Sozialisation wichtig. Ich schaue mir alles an, was diesen Charakter betrifft - was über ihn gesagt wird, wofür er steht, wie er aufgewachsen ist. Ich muss herausfinden, was ist das für ein Mensch, den ich darstelle.

Haben Sie bestimmte Kriterien, nach denen Sie Ihre Rollen aussuchen?
Natürlich ist es spannender, den Sebastian zu spielen, als eine dieser eindimensionalen Rollen, die man oft angeboten bekommt. Aber selbst die können Spaß machen. Wir Schauspieler leben von einer normalen Neugier, die uns antreibt. Ohne die ginge es nicht.

Die meisten von uns ziehen natürlich die interessanten Varianten vor, in denen sich die Figur langsam aufschlüsselt und man selbst die Anforderung spürt, den richtigen Punkt zu finden und der Figur Wahrhaftigkeit zu verleihen, zumal das manchmal ganz schön schwierig sein kann, wenn man nicht chronologisch dreht.

Hatten Sie keine Schwierigkeit mit der Mentalität dieser Bergbewohner?
Ich bin ein Bergfan und nicht der Flachländer aus dem Osten, den es permanent an die Ost- oder Nordsee treibt. Das war auch der Kick der Geschichte: Die Berge determinieren den Menschen auf eine sehr spezielle Art. Diese Abgeschlossenheit führt manchmal zu sehr abweisenden Haltungen gegen alles Fremde. Auf dem flachen Land läuft man mal 20 km und landet im nächsten Dorf. Wenn ein Berg von 1700 Meter dazwischen steht, der über die 3000 Meter Grenze geht, dann weiß man nicht, was sich hinter diesem Berg tut. Das beeinflusst die Denkweise der Einwohner. Diese isolierten Enklaven und diese isolierten Standpunkte - auch im Geiste - gibt es eigentlich nur in hochalpinen Gegenden. Das vermittelt BERGKRISTALL sehr klar.

Was war die schönste Erfahrung?
Den Joseph Vilsmaier kennen zu lernen, wie es aufgeht im besten Sinne. Zu sehen, wie er durch seine Authentizität und Urigkeit ein Arbeitsklima schafft, bei dem man alles gibt und keine Stunde bereut von den sechs Wochen, die man zusammen verbracht hat. Es herrschte eine Art von Fürsorge, Verbundenheit und Teamgeist, den er geradezu anstiftet mit seiner unheimlichen Berserkerhaftigkeit, ein Arbeitstier, das alle ansteckt und wo man plötzlich nicht mehr darüber nachdenkt, ist es leicht oder schwer.

Und woran denken Sie nur ungern zurück?
Die Kälte war nicht gerade angenehm. Bei 20 Grad Minus und starkem Wind auf dem Gletscher zu stehen, ist sehr ermüdend. Da kriegt man kaum die Zähne auseinander und weiß nicht, wird das jetzt die richtige Szene oder nur Zähneklappern.

Sie drehen sehr viel Fernsehfilme. Gibt es einen Unterschied zum Kinofilm?
Nur bedingt. Man muss eher die Frage stellen, ob es einen Unterschied macht in einem guten oder schlechten Kinofilm mitzuwirken oder in einem guten oder schlechten Fernsehfilm. Das Bessere ist des Guten Feind. Insofern fälle ich kein Urteil. Wenn man die große Leinwand im Geiste vor sich hat, gibt das einem natürlich schon einen gewissen Wind unter die Flügel.


- François Göske -

Was gefällt dir an der Filmerei?
Ich finde es toll, andere Typen kennen zu lernen und andere Welten, wie beim Sprung vom FLIEGENDEN KLASSENZIMMER zu BERGKRISTALL. In dem einen Film war ich ein Mathe-Physik-Chemie-Genie, hier bin ich ein ganz anderer Junge. Dieser Unterschied macht Spaß.

Du spielst den Konrad, eine der Hauptrollen. Hattest du Muffensausen?
Ich habe gar nicht an diese Verantwortung gedacht, habe den Text mit Josefina gelernt und die Szenen geprobt. Das hat dann hingehauen. Mit der Stimme versuche ich eine Natürlichkeit reinzubringen, damit das nicht so aufgesagt klingt. Auch von der Mimik und Bewegung her darf das nicht so gestelzt wirken.

War dir der Konrad sympathisch, konntest du was mit ihm anfangen?
Ich konnte mich gut mit ihm identifizieren, weil ich mich auch als ruhigen Typen einschätze, mehr als Beobachter, der schaut, wie die Lage ist. Gäbe es den Konrad wirklich, hätte ich mich wahrscheinlich gut mit ihm befreunden können.

Wie bist du mit den Wetterbedingungen in den Bergen klargekommen?
Es war schon ziemlich anstrengend in der Kälte, trotz Wärmeunterwäsche. Aber es ging. Das Schwierigste war die Szene in den Bergen, wo ich ausrutschen sollte oder wie ich bei der Lawine hochgekraxelt bin. Da waren die Klamotten nass und sind fast eingefroren.

Glaubst du an das Märchen vom Bergkristall?
Eigentlich nicht. Wenn Eltern sich trennen, müssen sie das unter sich klären. Natürlich denken Kinder, wie schön es wäre, wenn Vater und Mutter wieder zusammen sind. Aber mir gefällt das Märchen vom Bergkristall trotzdem, es ist doch toll, dass es dann doch geklappt hat und Eltern und Kinder wieder zusammen sind.

Was machst du, wenn du nicht vor der Kamera stehst?
Ich gehe in die achte Klasse und mache auch Musik, spiele regelmäßig Gitarre und komponiere Songs, Hip-Hop und Reggae, ich singe auch selbst und rappe und so. Damit habe ich erst in den Drehpausen und nach Drehschluss von BERGKRISTALL angefangen. Ein Song ist schon fertig: "Chilling in the Mountains".

Willst du Schauspieler oder Musiker werden?
Erstmal muss ich das Abi machen. Die Musik ist mehr zum Spaß, ein Hobby. Vielleicht kann ich damit auch etwas dazu verdienen, bei der Schauspielerei könnte ich mir vorstellen, sie zum Beruf zu machen. Ob ich auf die Schauspielschule will, weiß ich noch nicht so genau, das hängt davon ab, ob ich glaube, die zu brauchen. Je nachdem wie ich mich fühle.

Du bist auf dem Schulhof vor zwei Jahren als 13Jähriger von einer Casting-Agentin entdeckt worden. Wie haben deine Eltern darauf reagiert?
Wir haben erst gar nicht gecheckt, um was es ging. Dann haben wir gemerkt, die suchen einen Jungen für DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER. Meine Eltern reagierten ganz positiv, die wussten auch, dass wir einen Privatlehrer hatten und ich nichts in der Schule verpassen würde.

Wie reagieren deine Schulkameraden darauf, dass du bei einem Film mitspielst?
Meine besten Freunde finden das supergut und klasse, die sind auch nicht neidisch. Ich habe keinen Stress mit den anderen deswegen. Wenn dann aber mal so ein Fünfklässler ankommt und will ein Autogramm haben, finde ich das schon komisch.

Wie waren die Dreharbeiten mit Joseph Vilsmaier?
Ganz anders als mit Tomy Wigand beim FLIEGENDEN KLASSENZIMMER. Tomy Wigand holte immer die Gefühle aus uns raus, die er sich vorgestellt hat. Im Nachhinein gefällt mir das. Joseph Vilsmaier lässt den Schauspielern die Wahl und mehr Freiheit, man kann mehr selbst entwickeln. Bei BERGKRISTALL habe ich praktisch gelernt.





- Josefina Vilsmaier -


Wie bist Du mit dem Wetter zurecht gekommen?
Ich bin eigentlich ganz gut damit zurecht gekommen weil ich ein Winterkind bin. Ich mag Winter mehr als Sommer. Trotzdem war es auch manchmal schwierig, wenn zum Beispiel dieses Kleid eingefroren ist. Dann wieder hat es so viel Spaß gemacht, dass ich die Kälte gar nicht mehr mitbekommen habe.


Was gefällt Dir an der Sanna?
Mir hat gefallen, dass sie sich so gut mit ihrem älteren Bruder versteht. Ich habe zwei ältere Schwestern, mit denen ich mich auch verstehe, obwohl es bei uns schon öfter Streit gibt als bei Sanna. Mir gefällt außerdem, dass sie so gut erzogen ist - aber ich weiß nicht wie das früher war - ob alle so waren oder nur sie. Irgendwie waren wir in diesen Kleidern aus einer anderen Zeit auch anders, braver...

Was ist für Dich das schönste wenn Du bei einem Film mitmachst?
Ich spiele gerne in einem Film mit, wenn ich die Chance dazu habe. Das wichtigste ist dass es mir Spaß macht. Schön ist auch, dass man, wenn man mit den Eltern Filme
macht, kein Heimweh hat. Oder keine Angst hat hinzugehen und zu sagen, wenn man ein Problem hat oder einem etwas nicht gefällt. Nicht schön ist, dass man jedes Mal traurig ist, wenn es vorbei ist und die große Familie auseinander geht.

Wie ist es, wenn Du Dich auf der Leinwand siehst.
Das ist ganz verschieden. Manchmal denke ich das hätte ich anders machen sollen, manchmal finde ich es ganz gut. Es ist aber schon immer wieder komisch, sich auf der großen Leinwand zu sehen.

Wie ist das für Deine Freundinnen und Freunde?
Es ist etwas besonderes aber es ist keiner neidisch. In der Schule rede ich gar nicht drüber oder sage, ihr müsst in den Film gehen. Wenn sie es mitbekommen und sich den Film dann anschauen, freue ich mich. Aber ich mache kein Riesentheater draus.


Glaubst Du an die magischen Kräfte des Bergkristall?
Manchmal dachte ich schon, dass er magische Kräfte hat, dann auch wieder nicht. Es war beim Drehen ganz komisch. Obwohl ich genau wusste, wie die Geschichte ausgeht habe ich das manchmal total vergessen und wirklich gehofft, dass der Bergkristall hilft und es so wird wie Sanna und ihr Bruder sich das wünschen.

Willst Du mal Schauspielerin werden?
Nein - will ich nicht wirklich. Ich finde es macht Spaß aber ich kann mir das jetzt nicht für später vorstellen. Ich würde gerne Innenarchitektin werden oder Tierärztin.


DIE BESETZUNG


DANA VAVROVA als Susanne

Bereits im Alter von 6 Jahren stand die gebürtige Pragerin erstmals vor der Kamera und wurde seither überaus erfolgreich als Schauspielerin in nationalen und internationalen Produktionen engagiert. Seit einigen Jahren ist sie auch als Regisseurin tätig.

Ihre Ausbildung absolvierte Dana Vavrova von 1981 bis 1985 am Prager Konservatorium. In Deutschland wurde sie bereits mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet. So erhielt sie 1985 die Goldene Kamera und den Adolf-Grimme Preis in Gold und 1989 den Deutschen Filmpreis für ihre Rolle in Joseph Vilsmaiers HERBSTMILCH (Filmband in Gold) sowie den Bayerischen Filmpreis. Neben einer großen Anzahl von Filmen wie in Milos Formans AMADEUS (1984) wirkte sie auch in TV-Movies und TV-Serien wie in Peter Lehners "Die Beichte" (1996), Vivian Naefes "Raus ins Leben" (2002) und hatte Gastauftritte in Tatorten wie "Nahkampf" (1997) oder "Undercover" (2002).


Filmographie (Auswahl)
als Schauspielerin und Regisseurin

1976 Es leben die Geister - Regie: Oldrich Lipksy
1977 Die Hauptrolle für Rosmarine - Regie: Vera Plivova-Simkova
1978 Brontosaurus - Regie: Vera Plivova-Simkova
1984 Amadeus - Regie: Milos Forman
1987 Pan Tau - Regie: Jundrich Polak
1988 Herbstmilch - Regie: Joseph Vilsmaier
1990 Rama dama - Regie: Joseph Vilsmaier
1992 Stalingrad - Regie: Joseph Vilsmaier
Rosen-Emil - Regie: Radu Gabrea
Der Nachbar - Regie: Götz Spielmann
1993 Pizza Arrabiata (TV) - Regie: Jochen Richter
1994 Schlafes Bruder - Regie: Joseph Vilsmaier
1995 Wia die Zeit vergeht (Dokumentarfilm) - Regie: Dana Vavrova
1996 Hunger - Sehnsucht nach Liebe - Regie: Dana Vavrova
1997 Comedian Harmonists - Regie: Joseph Vilsmaier
1999 Der Bär ist los - Regie: Dana Vavrova
2002 August der Glückliche (TV) - Regie: Joseph Vilsmaier
2003 Der Vater meines Sohnes (TV) - Regie: Dagmar Damek
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier
Grenzverkehr - Regie: Stefan Betz



DANIEL MORGENROTH als Sebastian

Daniel Morgenroth wurde 1964 in Berlin geboren und studierte von 1986 bis 1990 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Seither stand er auf den Bühnen diverser Theater in Berlin - unter anderem in Stücken wie "Don Carlos", "Nathan der Weise" oder "Peer Gynt" - und entwickelte auch eigene Texte für die Theaterstücke "Die Leichenoper" und "Die Hundeoper".
Für seine beachtliche Leistung wurde Daniel Morgenroth mit Preisen belohnt: Bester Nachwuchsschauspieler der Zeitschrift "Theater Heute", Alfred-Kerr-Darstellerpreis und Förderpreis der Akademie der Künste. Im Fernseh- und Filmbereich könnte man ihn als Spätzünder bezeichnen. Seine Filmkarriere begann 1993 mit Peter Stripps ICH UND CHRISTINE, im vereinten Deutschland startete er - von einigen Engagements Anfang der 90er Jahre abgesehen - im Fernsehen mit Hajo Gies' "Die Handschrift des Mörders" (1999). Seitdem arbeitet Morgenroth kontinuierlich für diverse Sender, er trat u.a. auch in Episoden von "Soko Leipzig", "Der Alte", "Liebling Kreuzberg" und "Siska" auf. BERGKRISTALL ist seine erste Zusammenarbeit mit Joseph Vilsmaier.

Filmografie (Auswahl)

1993 Ich und Christine - Regie: Peter Stripp
1994 Adamski - Regie: Jens Becker
1999 Die Handschrift des Mörders (TV) - Regie: Hajo Gies
2000 Die Hochzeit auf dem Lande (TV) - Regie: Gloria Behrens
2002 Lilly unter den Linden (TV) - Regie: Erwin Keusch
2003 Schöne Lügen (TV) - Regie: Carola Hattopp
Mein Weg zu Dir (TV) - Regie: Olaf Keinsen
2004 Die Zeit nach der Trauer - Regie: Beate Neumann
Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier


JOSEFINA VILSMAIER als Sanna

Josefina Vilsmaier ist die jüngste Tochter von Dana Vavrova und Joseph Vilsmaier. Sie spielt in BERGKRISTALL neben François Göske die Hauptrolle der 11-jährigen Sanna.

Filmografie

1997 Hunger - Sehnsucht nach Liebe - Regie: Dana Vavrova
2000 Marlene - Regie: Joseph Vilsmaier
Der Bär ist los - Regie: Dana Vavrova
2001 Epsteins Nacht - Regie: Urs Egger
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier




FRANÇOIS GÖSKE als Konrad

François Göske wurde am 18. März 1989 im französischen Bourges geboren und ist das älteste von vier Geschwistern. Schon früh zeigte François starkes Interesse an Musik und Schauspiel. Er begann bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenunterricht, war in verschiedenen Theatergruppen aktiv und improvisiert gerne auf dem Klavier. Inzwischen spielt er auch Gitarre und Schlagzeug. Seit seinem achten Lebensjahr sang er im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper in München und war dort u.a. als Solist in "La Bohème" und "Pique Dame" auf der Bühne zu sehen. Ebenfalls als Solist trat François in Uli Brees Musical "Teddy" auf. Schließlich übernahm er diverse Rollen bei Spielfilmproduktionen. Mit der Figur des 'Kreuzkamm Junior' in DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER unter der Regie von Tomy Wigand 2002 spielte er seinen ersten wichtigen Part im Kino. Entdeckt wurde er übrigens von einer Casting-Agentin auf dem Schulhof. Kurz darauf lieh er in der deutschen Fassung von Disneys DAS DSCHUNGELBUCH 2 Mogli seine Gesangsstimme. Neben weiteren Synchronisationen wurde er von ProSieben für die Sendung "Galileo" unter Vertrag genommen.
Er komponiert und textet Songs, sein erster Song "Chilling in the mountains" entstand während der Drehpausen zu BERGKRISTALL.

Filmografie

2001 Der kleine Mann - Regie: Mathias Steurer
2002 Bibi Blocksberg - Regie: Hermine Huntgeburth
Das Fliegende Klassenzimmer - Regie: Tomy Wigand
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier



MAX TIDOF als Pfarrer Ernst


Geboren 1960 in Polch, begann Tidof seine Schauspiellaufbahn am Theater. Zunächst in München am Studiotheater und an den Kammerspielen, dann am Schauspiel Bonn und an der Schaubühne am Leniner Platz in Berlin. Seit seiner Rolle in Klaus Emmerichs legendärer TV-Serie "Rote Erde" von 1982 spielte er in zahlreichen Fernsehspielen und -Serien und hatte Gastauftritte u.a. in "Kommissar Rex", "HeliCops", "Der Alte", "Der Fahnder" und "Ein Fall für Zwei". Im Kino debütierte er 1985 in Slavo Luthers VERGESST MOZART und als einer der berühmten COMEDIAN HARMONISTS (1997) von Joseph Vilsmaier wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. BERGKRISTALL ist nach COMEDIAN HARMONISTS (1997) und dem TV-Movie "August der Glückliche" die dritte Zusammenarbeit mit Joseph Vilsmaier.

Filmografie (Auswahl)

1985 Vergesst Mozart - Regie: Miloslav Luther
1986 Gambit - Regie: Peter F. Bringmann
1988 Schwarzenberg (TV) - Regie: Eberhard Itzenblitz
1990 Wer hat Angst vor RotGelbBlau - Regie: Heiko Schier
1992 Abgeschminkt - Regie: Katja von Garnier
1993 Burning life - Regie: Peter Welz
1995 Das Zauberbuch - Regie: Václav Vorlícek
1996 Hannah - Regie: Reinhard Schwabenitzky
1997 Comedian Harmonists - Regie: Joseph Vilsmaier
1998 Kein Mann für eine Nacht (TV) - Regie: Thomas Bohn
1999 Das Mädchen aus der Torte - Regie: Peter Weck
2002 Vienna - Regie: Peter Gersina
Das Haus der Schwestern (TV) - Regie: Rolf von Sydow
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier



CHRISTIAN NICKEL als Andreas (Bürgermeister)

In Hamburg aufgewachsen studierte Christian Nickel zunächst Medizin, bevor er 1993 seine Schauspielausbildung an der Ernst-Busch-Schule in Berlin begann. Es folgten erste Engagements am Gorki-Theater Berlin und am Schauspielhaus Frankfurt/Main. 1997 verpflichtete ihn Peter Stein für seine Abschiedsinszenierung "Libussa" bei den Salzburger Festspielen. 1999 wurde Christian Nickel festes Mitglied im Faust-Ensemble um Peter Stein, trat in der ungekürzten Faust-Fassung in Wien, Berlin und auf der Expo 2000 in Hannover auf, spielt seit 2002 am TAT in Frankfurt und am Bayerischen Staatsschauspiel in München. 1999 begann Christian Nickel auch für Film und Fernsehen zu arbeiten. Er startete neben Nina Hoss und Meret Becker mit der männlichen Hauptrolle in "Der Vulkan".

Filmografie (Auswahl)

1999 Der Vulkan - Regie: Ottokar Runze
2001 Johann Wolfgang von Goethe: Faust - Regie: Thomas Grimm, Peter Schönhofer, Peter Stein
2002 Bibi Blocksberg - Regie: Hermine Huntgeburth
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier



JÜRGEN SCHORNAGEL als Färber

Jürgen Schornagel wurde 1939 in Essen geboren und absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der renommierten "Folkwang Hochschule" und spielte an bedeutenden Theatern in Ulm, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg und Berlin sowohl in klassischen als auch modernen Stücken.
In den 80er Jahren wurde der Schauspieler mit Rollen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen einem breiten Publikum bekannt. 2002 erhielt er für seine Rolle in "Doppelter Einsatz" den Deutschen Fernsehpreis für die "Beste Nebenrolle". Der Mann mit den markanten Gesichtszügen beweist immer wieder seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit. Gerne wird er als Kommissar aber auch als "Bösewicht" besetzt, spielt danach aber auch wieder in turbulenten Komödien wie "Vier Meerjungfrauen" oder in Comedys wie "Babykram ist Männersache". Mit Rollen wie der des Trainers im historischen Box-Drama "Joe und Max" oder als Kumpel Willi in "Das Wunder von Lengede" bestätigt er seinen Ruf als exzellenter Charakterdarsteller, der seit 1995 regelmäßig in deutschen und internationalen Kinoproduktionen besetzt wird.

Kino (Auswahl)

1995 Schlafes Bruder, Regie: Joseph Vilsmaier
1996 14 Tage lebenslänglich, Roland Suso Richter
1997 Comedian Harmonists, Regie: Joseph Vilsmaier
1998 Eigene Insel, Regie: Thomas Bahmann
1998 Straight Shooter, Regie: Thomas Bohn
1999 Marlene, Regie: Joseph Vilsmaier
1999 Der Himmel kann warten, Regie: Brigitte Müller
2001 Leo und Claire, Regie: Joseph Vilsmaier
2003 Das siebte Foto, Regie: Jörg Lühdorff
2003 Baltic Storm, Regie: Reuben Leder
2004 Bergkristall, Regie: Joseph Vilsmaier
2004 Anti Matter, Regie: Christian Alvart

TV (Auswahl)
1997 Tatort - Nahkampf, Regie: Thomas Bohn
1998 Stahlnetz - Der Spanner, Regie: Thomas Bohn
1999 Todeszug, Regie: Jörg Lühdorff
2000 Mörderinnen, Regie: Pepe Danquart
2000 Vier Meerjungfrauen, Regie: René Heisig
2001 Zweikampf, Regie: Gert Steinheimer
2001 Doppelter Einsatz - Der Mörder in Dir, Regie: Markus Imboden
2001 Goebbels und Geduldig, Regie: Kai Wessel
2002 Tatort: Harte Hunde, Regie: Thomas Bohn
2002 Das Konto, Regie: Markus Imboden
2002 Das Duo - Die Saat des Geldes, Regie:
2003 Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone, Regie: Gernot Roll
2003 Die Stunde der Offiziere, Regie: Hans-Erich Viet
2003 Das Wunder von Lengede, Regie: Kaspar Heidelbach
2003 Polizeiruf - Prinz von Homburg, Regie: T. Selge
2004 Tatort: Todesbande, Regie: Thomas Bohn







THOMAS WLASCHIHA als Schafhirt Philipp

Thomas Wlaschiha wurde in Dohna/Sachsen geboren und wuchs in Neustadt auf. Nach dem Abitur studierte er an der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Von 1996 bis 1999 hatte er ein Engagement am Theater Junge Generation in Dresden. Danach war er als freier Schauspieler an diversen Theaterbühnen in Dresden, Berlin und Zürich tätig. Die Theaterstücke, in denen er mitwirkte, waren u.a. Schillers "Räuber", Tschechows "Drei Schwestern", Lorcas "Bluthochzeit", Shakespeares "Heinrich IV" und Hebbels "Maria Magdalena".
Den Wunsch, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen, hatte Thomas Wlaschiha schon ziemlich früh, nicht zuletzt deshalb, weil man in der damaligen DDR schon in der 7. u. 8. Klasse relativ verbindliche Angaben über das zukünftige Studienziel machen musste. Sein Ziel, Schauspieler zu werden, verfolgte er mit großer Bestimmtheit und glücklicherweise legten ihm seine Eltern nie Steine in den Weg.
Parallel zur Schule hatte Thomas Wlaschiha zehn Jahre Klavierunterricht. Das Instrument ist auch heute noch sein größtes Hobby - wie überhaupt Musik eine große Rolle in seinem Leben spielt.

Filmographie (Auswahl)

1997 Ich wünsch dir Liebe (TV) - Regie: Viktor Grodecki
1999/2000 Die Rettungsflieger (TV) - Regie: Rolf Liccini, Georg Schiemann
2000 No one sleeps - Regie: Jochen Hick
Tatort: Prügelknaben (TV) - Regie: Piet Ariel
Duell - Enemy at the Gates - Regie: Jean Jacques Annaud
2001 Verliebte Jungs (TV) - Regie: Christoph Schrewe
2002 Die Nacht in der ganz ehrlich überhaupt niemand Sex hatte,
(TV) - Regie: Christoph Schrewe
2003 Fast perfekt verlobt (TV) Regie: Rolf Silber
2003 Die Stunde der Offiziere (TV) - Regie: Peter Adam
2004 Die Rettungsflieger (TV) - Regie:
2004 Pura Vida Ibiza - Regie: Gernot Roll
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier
2004 Icon (mit Patrick Swayze, Ben Cross) - Regie Charles Martin Smith


KATJA RIEMANN als Karin

Katja Riemann erhielt ihre schauspielerische Ausbildung am Westfälischen Landestheater in Castrop-Rauxel und an den Schauspielschulen in Hannover und München. Später studierte sie vier Semester an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Bereits während ihres Studiums an der Otto Falkenbergschule wurde sie von Dieter Dorn an die Münchner Kammerspiele geholt. Dort spielte sie zwischen 1986 und 1989 unter anderem das Lieschen in "Faust" und Frau Galy Gay in "Mann ist Mann". Von 1990 bis 1992 stand sie auf der Bühne des Berliner Schillertheaters und trat dort unter anderem in Schillers "Die Räuber" und Hauptmanns "Die Ratten" auf.

Seit Mitte der achtziger Jahre wurde sie regelmäßig für das Fernsehen engagiert. Für ihre Rolle in Peter Beauvais' "Sommer in Lesmona" erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Mit Bernd Fischerauers zehnteiliger Fernsehserie "Regina auf den Stufen" (1989/1990) gelang ihr ein weiterer TV-Erfolg. In den nächsten Jahren folgen jede Menge Preise. 1990 wurde sie bei der Verleihung der Goldenen Kamera mit dem Zuschauerpreis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Zwei Jahre später erhielt sie für ihren Part als traumatisiertes Vergewaltigungsopfer in dem TV-Drama "Von Gewalt keine Rede" ihre zweite Goldene Kamera.

Auf der Leinwand zählt Katja Riemann zu den Stars des deutschen Kinos. Mit Katja von Garniers Beziehungskomödie ABGESCHMINKT wurde sie 1993 auch auf der Kinoleinwand populär, weitere Erfolge waren DER BEWEGTE MANN (1994). Den Deutschen Filmpreis als Beste Schauspielerin erhielt sie für ihre Leistung in den Filmen STADTGESPRÄCH, NUR ÜBER MEINE LEICHE (1995) sowie BANDITS und DIE APOTHEKERIN (1997). Für STADTGESPRÄCH wurde sie auch mit dem Ernst Lubitsch Preis geehrt. Mit dem Bayerischen Filmpreis wurde sie drei Mal ausgezeichnet: Für ihre schauspielerischen Leistungen in ABGESCHMINKT und EIN MANN FÜR JEDE TONART (1993), NUR ÜBER MEINE LEICHE und STADTGESPRÄCH (1995) sowie für die Musik von BANDITS (1997).

Die Künstlerin machte sich auch als Sängerin und Texterin einen Namen, zu hören auf dem Soundtrack zu BANDITS. 2000 folgte mit "Nachtblende" das erste Soloalbum, bei dem sie teilweise als Komponistin in Erscheinung trat.
Im November 2003 erschien die CD "Favourites" mit und vom Katja Riemann-Oktett, einer Kombo, die seit zwei Jahren jazzorientierte Musik macht.
Darüber hinaus ist Katja Riemann als Autorin von Kinderbüchern tätig ("Der Name der Sonne", 1999 und "Der Chor der Engel", 2000).

Katja Riemann bezauberte in Regine Huntgeburths BIBI BLOCKSBERG wie in Margarethe von Trottas ROSENSTRASSE, die ihr eine Coppa Volpi als Beste Darstellerin beim Filmfestival Venedig 2003 einbrachte. Auch im Ausland übernahm sie Kino-Rollen, wie in Colleen Murphys DESIRE (Fatale Sehnsucht, Kanada 2000), dafür bekam sie eine Nominierung für den Genie Award, dem kanadischen Pendant zum Oscar.
BERGKRISTALL ist nach COMEDIAN HARMONISTS (1997) ihre zweite Zusammenarbeit mit Joseph Vilsmaier. 2004 stand sie auch noch für Diethard Küsters DIE HEXEN VOM PRENZLAUER BERG vor der Kamera.

Filmografie (Auswahl)

1985 Sommer in Lesmona (TV) - Regie: Peter Beauvais
1989 Regina auf den Stufen (TV) - Regie: Bernd Fischerauer
1992 Abgeschminkt! - Regie: Katja von Garnier
Ein Mann für jede Tonart - Regie: Peter Timm
1994 Der bewegte Mann - Regie: Sönke Wortmann
Nur über meine Leiche - Regie: Rainer Matsutani
Stadtgespräch - Regie: Rainer Kaufmann
1996 Nur aus Liebe - Regie: Dennis Satin
Bandits - Regie: Katja von Garnier
1997 Die Apothekerin - Regie: Rainer Kaufmann
Comedian Harmonists - Regie: Joseph Vilsmaier
1998 Long Hello and Short Goodbye - Regie: Rainer Kaufmann
2000 Desire (Fatale Sehnsucht) - Regie: Colleen Murphy
2002 Bibi Blocksberg - Regie: Hermine Huntgeburth
Nobel (TV) - Regie: Fabio Carpi
2003 Der Job seines Lebens (TV) - Regie: Rainer Kaufmann
Rosenstraße - Regie: Margarethe von Trotta
2004 Agnes und seine Brüder - Regie: Oskar Roehler
Bibi Blocksberg - Das Geheimnis der blauen Eulen - Regie: Franziska Buch
Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier



HERBERT KNAUP als Paul

Der 1956 geborene Herbert Knaup wurde an der Otto Falkenberg-Schule ausgebildet. Seit 1977 ist er auf den deutschsprachigen Bühnen eine feste Größe. Zu seinen Theaterstationen zählen Engagements in Heidelberg, Basel, Bremen, Wien, Köln und den Hamburger Kammerspielen. Und er blieb trotz Filmerfolgen dem Theater treu, so stand er 2004 im Haus der Berliner Festspiele in "Der Auftrag" auf der Bühne.

Obwohl Herbert Knaup schon in den 80er Jahren durch Rollen in Werner Schaefers experimentellem Reisebericht JAIPUR JUNCTION (1982) oder Christian Wagners mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Regiedebüt WALLERS LETZTER GANG mit dem Kino in Berührung kam, entdeckte er doch erst nach rund 15-jähriger Theaterarbeit seine Leidenschaft für die laufenden Bilder. Maßgeblichen Anteil daran hatte seine Hauptrolle als Polizeihauptmeister Karl Simon in Dominik Grafs Action-Krimi DIE SIEGER (1994), für den er mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. 1994 folgten ein kurzer Auftritt in Joseph Vilsmaiers Bestseller-Adaption SCHLAFES BRUDER sowie Parts in einer Reihe von Fernsehproduktionen. Seine Darstellung des erfolgsverwöhnten Anwalts Thomas Neumann in Sherry Hormanns Komödien-Hit IRREN IST MÄNNLICH (1996) konnte Knaups Popularität weiter festigen. 1998 war Herbert Knaup viermal auf der großen Leinwand zu sehen: in Egon Günthers DIE BRAUT, Wolfgang Dickmanns JIMMY THE KID, Thomas Bahmanns SÜDSEE, EIGENE INSEL sowie in Gernot Rolls ´NE GÜNSTIGE GELEGENHEIT. Für seine Rolle als Franka Potentes Vater in Tom Tykwers Kino-Hit LOLA RENNT wurde er 1999 mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet. 2003 war Herbert Knaup in Stefan Ruzowitzkys ANATOMIE 2, Hans-Christian Schmidts LICHTER, Marco Kreuzpaintners GANZ UND GAR und Oskar Roehlers DER ALTE AFFE ANGST auf der Leinwand zu sehen. Nach SCHLAFES BRUDER und MARLENE ist BERGKRISTALL die dritte Zusammenarbeit mit Joseph Vilsmaier.

Filmografie (Auswahl)

1982 Jaipur Junction - Regie: Werner Schaefer
1988 Wallers letzter Gang - Regie: Christian Wagner
1994 Die Sieger - Regie: Dominik Graf
Schlafes Bruder - Regie: Joseph Vilsmaier
1996 Irren ist männlich - Regie: Sherry Hormann
1998 Lola rennt - Regie: Tom Tykwer 1999
Die Braut - Regie: Egon Günther
Jimmy the Kid - Regie: Wolfgang Dickmann
Südsee, eigene Insel - Regie: Thomas Bahmann
2000 Marlene - Regie: Joseph Vilsmaier
Anna's Sommer - Regie: Janine Meerapfel
2001 Deseo - Regie: Gerardo Vera
2002 Anatomie 2 - Regie: Stefan Ruzowitzky
Ganz und Gar - Regie Marco Kreuzpaintner
2003 Der alte Affe Angst - Regie: Oskar Röhler
Lichter - Regie: Hans-Christian Schmid
2004 Agnes und seine Brüder - Regie: Oskar Röhler
Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier


FREDERICK LAU als Marco

Obwohl Frederick Lau noch zu den jungen Talenten im Showbusiness zählt - er wurde 1989 in Berlin geboren - kann er bereits auf ein beachtliches Rollenrepertoire sowohl im Kino als auch im Fernsehen zurückblicken. Seine TV-Karriere startete 1999 mit "Achterbahn - Mein großer Bruder" unter der Regie von Maria Theresa Comoglio. Gastauftritte hatte er in "Dr. Sommerfeld", "Rotlicht IV" und "Für alle Fälle Stefanie".
Doch Frederik liebt nicht nur die Schauspielerei, sondern ist auch noch ein begeisterter Sportler. 1999 wurde er Berliner Judo-Meister, Vereinsmeister, und im Jahr 2003 erhielt er den Titel Deutscher Meister im Eishockey. Weitere von ihm ausgeübte Sportarten sind Skating, Half-Pipe, Schwimmen, Tennis, GoKart und Reiten. Um den musischen Zweig aber nicht zu sehr vernachlässigen, sollen an dieser Stelle das Spiel am Keyboard und der Modern Tanz in der Aufzählung nicht versäumt werden.


Filmografie (Auswahl)

2000 Drei Stern Rot - Regie: Olaf Kaiser
Die Polizistin (TV) - Regie: Andreas Dresen
2001 Der Brief des Kosmonauten - Regie: Vladimir Torbica
2002 Das fliegende Klassenzimmer - Regie: Tomy Wigand
Two men and the wardrobe - Regie: Allan Starski
2003 Die innere Stimme (TV) - Regie: Roland Suso Richter
Bibi Blocksberg - Regie: Franziska Buch
Wer küsst schon einen Leguan (TV) - Regie: Karola Hattop
2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier
DER STAB

JOSEPH VILSMAIER Regisseur, Produzent, Kameramann

Joseph Vilsmaier wurde 1939 in München geboren und verbrachte seine Kindheit in Pfarrkirchen (Niederbayern) und München. Er studierte neun Jahre lang am Münchner Konservatorium Musik mit dem Schwerpunkt Klavier und spielte anschließend in einer Jazzband. Zwischen 1953 und 1960 war er bei Arnold & Richter (ARRI) als Techniker beschäftigt. 1961 gelang ihm bei der Bavaria Film Produktion in Geiselgasteig der Einstieg in die Filmbranche als Kameraassistent. Ab 1972 machte er sich als Kameramann einen Namen und war dann ab 1978 freischaffend tätig.
Hinter der Kamera wirkte er bei zahlreichen TV-Produktionen mit, unter anderem bei "Tatort" und dem Fernsehfilm "Ein Stück Himmel" (1980), in dem die tschechische Schauspielerin Dana Varova, die er 1986 heiratete, die Hauptrolle spielte.
1988 gründete er die Produktionsfirma Perathon Film und erzielte mit


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BERGKRISTALL

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