Alle Nachrichten
Secret Garden
Bundesländer
 

  Wirtschaft, Handel
Drucken der Pressemitteilung   Pressemitteilung als E-Mail versenden      
Kein Bild
 
Nürnberg, 14.10. 2004 14:34

IPCoffices und Aspekte der Produktionsverlagerung nach China
Grundüberlegungen einer Produktionsverlagerung nach China

Ist es wirklich so einfach eine komplette Produktion nach China zu verlagern?

Die International Purchase Consulting ist mit Büros in Nürnberg und Hong Kong vertreten. Weitere Büros in Indien und Osteuropa sind in Planung.
Die zur Verbesserung der Ertragssituation des Kunden umfassenden Dienstleistungen wie z.B., Global Sourcing, Lieferantenmanagement, Vertragswesen, Target Costing, Risk Management Materialgruppenmanagement, sind nur ein kleiner Auszug aus dem Angebot der IPCoffices.
Mitarbeiter des IPCoffice Hong Kong übernehmen die komplette Verlagerung von Baugruppen und ganzen Fertigungslinien für europäische und amerikanische Kunden. Aufbau, Qualifizierung und Auditierung von Lieferanten gehören ebenso zum Dienstleistungsspektrum.
Von Hong Kong aus werden im Kundenauftrag Fertigungsstandorte ermittelt und neugegründet. Koordiniert werden alle Asienaktivitäten von Deutschland aus.

IPCoffices berät nationale und internationale Firmen zum Thema Einkaufsstrategien und –methoden. Für Beratungsprojekte werden brachenspezifische Teams gebildet, die aus Experten mit entsprechendem Know-how bestehen.
Alle Projekte werden von IPCoffices bis zum ergebniswirksamen Abschluss begleitet. Zusätzlich werden neben allgemeinen Einkaufsseminaren, kundenbezogene Einkaufsseminare gehalten.


Wie wichtig eine gute Organisation und Abwicklung bei Outsourcing-Geschäften ist, zeigen nur einige der nachstehenden Aspekte:


Denken Firmen über Produktionsverlagerungen oder Baugruppenverlagerungen nach, so ist der naheliegenste Gedanke: China, auch wenn man in den östlichen Anrainerstaaten von Deutschland vergleichbar gute Bedingungen vorfindet. Der anhaltende Boom, ganze Produkte oder Baugruppen in China fertigen zu lassen, hält unvermindert an. Die Probleme, die auftreten, bzw. auftreten können, reduzieren sich interessanterweise nicht im Verhältnis zum Anteil der Auslagerung am Produkt, sondern müssen mit jedem Auftrag neu gelöst werden.


Um erfolgreich Baugruppen oder ganze Produkte nach China verlagern zu können, müssen vorher Überlegungen angestellt werden, inwieweit sich solche Verlagerungen überhaupt rentieren. Grundsätzlich ist nur eine Einsparung von max. 30% der Produktionskosten möglich. Die Anlaufkosten sind aus nachstehenden Gründen sehr hoch, dies muss vorher eingerechnet werden. Die laufenden Einsparungen machen die hohen Anlaufkosten normalerweise erst in 1-2 Jahren wett, manchmal auch erst später.
Auch die Kosten der persönlichen Präsenz und Personalbindung werden oft unterschätzt. Wer denkt, man könne eine Produktverlagerung vom Büro aus organisieren, ohne Betreuung des Lieferanten vor Ort, erlebt immer ein Fiasko.


In der Regel werden sehr lohnintensive Baugruppen und Produkte verlagert oder Massenartikel. Hier muss sich jede Firma fragen: Wie lange wird mein Produkt noch hergestellt und vertrieben, in welcher Zyklusphase werden Produktänderungen vorgenommen und welche Produkte oder Baugruppen kann ich noch langfristig verlagern. Oft kann hier nur geschätzt werden, da die unbekannte Größe der Markt ist. Dies ist aber wichtig, um spätere Zusatzkosten möglichst zu vermeiden.
Auch Überlegungen, ob eine Neugründung oder Beteiligung an einer dortigen Firma langfristig rentabler sein würde, sind in Betracht zu ziehen. In beiden Fällen entstehen auf jeden Fall deutlich höhere Kosten in der Anfangsphase: Maschinen müssen neu angeschafft werden und die Produktion muss über einen längeren Zeitraum parallel erhalten werden. Alternative: Step by Step Verlagerung.


Um auch weiterhin die hohe Qualität und ständige Verfügbarkeit auf allen Märkten für die Produkte zu sichern, ist es unerlässlich, vielerlei Tests durchzuführen. Die dabei anfallenden Mehrkosten werden sich langfristig bezahlt machen. Bei Produkten in der Entwicklungsphase wird meistens die Testphase beim Lieferanten zu kurz bemessen, plötzlich auftretende technische Probleme können dann nicht mehr rechtzeitig bereinigt werden, was zwangsläufig eine verspätete Produkteinführung bedeutet. Spätestens hier stellt man fest, dass Versprechungen und Hochglanzprospekte der Lieferanten mit Vorsicht zu genießen sind. Nicht selten endete eine vorschnelle Verlagerung in der Insolvenz der Firma.


Wo und wie finde ich den passenden Lieferanten?


China ist groß und vielschichtig. In China gibt es beispielsweise ca. 40.000 Formenbauer, Tendenz steigend. Diese Zahl übertriftt die Gesamtzahl der in Europa ansässigen Formenbauer. Die meisten Firmenansiedlungen finden sich in sogenannten „Free Trade Zones“. Hierauf sollten Firmen auch aus zolltechnischen Gründen, ihren Fokus richten. Das praktische an einer Free Trade Zone ist, dass hier in einem engen Wirtschaftsraum viele Branchen konzentriert vertreten sind.


Um einen geeigneten Lieferanten zur Fertigung eigener Produkte zu finden, bedienen sich Großkonzerne i.d.R. eigener Büros vor Ort, bzw. integrieren diese in bereits vorhandene asiasitsche Fertigungsstätten.


Für mittelständische Firmen rentiert sich diese Variante nicht, vielmehr ist ein enger Kontakt zwischen der einkaufenden Firma und des dortigen Einkaufsbüros erforderlich. Letztere helfen bei der entsprechenden Vorauswahl potenzieller Lieferanten und deren späterer Betreuung. Der Einkäufer kann sich vor Ort gleich ein Bild der Lieferanten machen und entsprechende Audits durchführen. Solche Besuche sind sehr zeitaufwendig und können je nach Produkt mehrere Tage pro Lieferant in Anspruch nehmen. Im Schnitt sollte man 2 – 3 Wochen für den ersten Besuch veranschlagen. Die komplette Vorbereitungsphase mit Erstbesuch und Audit dauert je nach Anforderung 8-12 Wochen. Innerhalb dieser Zeit sollte man sich unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten auf ein bis max. zwei Lieferanten festgelegt haben.
Bevor eine Anfrage durch das ausgewählte Einkaufsbüro erfolgt, sollte eine entsprechende Geheimhaltungserklärung durch den Lieferanten unterzeichnet worden sein. Auch wenn die Durchsetzung von Schadensersatzforderungen in China äußerst schwierig und oft ausichtslos ist, darf man auf eine solch wichtige Verpflichtung zur Zahlung einer Konventionalstrafe nicht verzichten. Markenpiraterie ist in China weit verbreitet und wird nur unzureichend bekämpft. Ein weiterer Absicherungspunkt ist es, Referenzen einzuholen.


Das Angebot wird über das eingeschaltete Einkaufsbüro eingeholt. Nachverhandlungen werden vor Ort geführt, möglichst über dort ansässige Einkaufsbüros. Diese kennen die umständlichen Prozeduren und Feinheiten des dortigen Marktes. Häufig wird bei Nachverhandlungen minderwertigeres Material angeboten, was oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Deshalb ist zu empfehlen, die eingereichten Muster exakt zu überprüfen. Ergeben sich hierbei Abweichungen, muss das Einkaufsbüro eingeschaltet werden, um Abhilfe zu schaffen.
Die endgültige Auftragsvergabe hängt maßgeblich von den effektiven Gesamtkosten, bei vergleichbarer Qualität ab. An Betreuungskosten rechnet man bei einer kompletten Betreuung mit 3-7 % des Gesamtvolumens. Das erscheint zunächst hoch, weil man den Aufwand unterschätzt.
Damit aber sind die Aufgaben des Einkaufsbüros noch lange nicht erschöpft. Sie muss den Lieferanten regelmäßig besuchen, muss kontrollieren ob sich die Ware in der Produktion befindet, Stückzahlen abgleichen, die Qualität in unterschiedlichen Stufen prüfen und nicht zuletzt die Endabnahme der Produkte durchführen. Die ordnungsgemäße Verpackung ist ein weiterer wichtiger Punkt in einer langen Produktionskette. Nur ordnungsgemäße Verpackung gewährleistet einen reibungslosen Transport. Die Verladungen müssen begleitet werden, die Abwicklung des Zolls muss vorgenommen werden. Hier können kleine Fehler sehr lange Wartezeiten nach sich ziehen.


Was ist zu tun, wenn eine oder mehrere Produktionseinheiten fehlerhaft sind?


Diese Frage muss vor einer geplanten Verlagerung geklärt werden, denn häufig laufen finanzielle Ausgleichsansprüche in China ins Leere.
Eine bewährte Methode ist ein sogenanntes Treuhandkonto. Hier zahlt der Kunde dem Lieferanten die erste oder die ersten Lieferungen nicht direkt aus, sondern auf ein Sonderkonto. Sollten Schadensersatzansprüche entstehen, greift der Kunde wieder auf dieses Konto zurück und gleicht somit seinen Schaden aus. Selbstverständlich müssen hier ganz genau die Konditionen festgelegt werden, wieviel bei welchem möglichen Schaden in Abzug gebracht werden darf.
Zusätzlich zu dieser Form sollte entweder in China oder in Europa ein entprechendes kostenloses Pufferlager eingerichtet sein, in dem sich eine ausreichende Menge der Produkte befindet, um evtl. auftretende Lieferverzüge oder Absatzschwankungen auszugleichen. Selbst wenn der Lieferant in China es schafft, innerhalb kürzester Zeit die Fertigung zu erhöhen, hat der Kunde immer festbleibende Transportzeiten. Auf dem Seeweg i.d.R. 3 Wochen, plus Verzollung. Ein Eiltransport per Luftfracht ist gewöhnlich sehr teuer und dauert immer noch mit 3-5 Tage.
Rechnet man den Zeitbedarf für alle Schritte zusammen, addiert sich die komplette Vorbereitungszeit bis zur ersten Lieferung, je nach Komplexität der Produkte, zwischen 3 und 12 Monaten. Bei sehr komplexen Produkten sollte man sich sowieso überlegen, ob eine schrittweise Verlagerung von Baugruppen eines Produktes mehr Sinn macht.

Fazit:
Nur bei höheren Stückzahlen und längeren Laufzeiten eines Produktes rechnet sich eine Produktionsverlagerung nach China. Ein gutes Risk Management und eine gute Vorbereitung und Betreuung vor Ort sind ausschlaggebend für den Erfolg. Neben der Reduzierung der Kosten ist ein weiterer Effekt, dass dem Vertrieb ganz neue Märkte geöffnet werden.






Kontaktinformationen:
IPCoffices
Nürnberg - Hong Kong
Brünndlesweg 12a
90451 Nürnberg
++49 911 64388-06
++49 911 64388-07
info@ipc-office.com
www.ipc-office.com

Drucken der Pressemitteilung Drucken der Pressemitteilung Pressemitteilung als E-Mail versenden Pressemitteilung als E-Mail versenden Fotolabor Treml GmbH


 
Modezar Rudolph Mooshammer
Thomas Gottschalk ist der Promi 2005
Wilhelm Karl Treml
Wilhelm Karl Treml: Wie der neue Standard RSS Journalisten das Leben erleichtert
Fotolabor Treml GmbH
Fotolabor Treml - Ihr Full-Service-Dienstleister für Ihre Pressearbeit:
Pressefotos-Presse CDs-Pressedias
Pressemappen-Messeservice
Sofortservice Pressekonferenz
Druck-Konfektionierung-Postversand

Alle Printmedien Österreichs Herausgeber:»Observer« GmbH, Wien, Austria

Home |  Impressum |  Disclaimer |  Kundenbereich |  Jobmaschine für Journalisten