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"Capital-Elite-Panel" zum Reformkurs und zur aktuellen politischen Lage: 83 Prozent der deutschen Top-Entscheider loben Schröders Reformkurs Aber nur ein Drittel traut dem Bundeskanzler ein Comeba Capital-Elite-Panel zum Reformkurs und zur aktuellen politischen Lage Trotz des starken öffentlichen Widerstands gegen den Reformkurs der Bundesregierung beurteilen die deutschen Top-Entscheider den eingeschlagenen Weg mehrheitlich positiv. So sind 83 Prozent der 503 Führungsspitzen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins Capital ( Ausgabe 16/2004, EVT 22. Juli) befragt hat, dafür, Bundeskanzler Gerhard Schröder jetzt den Rücken zu stärken, damit er seine Reformen durchsetzen kann. Dementsprechend gehen auch 82 Prozent davon aus, dass Schröder bis zum Ende der Legislaturperiode Bundeskanzler bleibt. Die Agenda 2010, Schröders Schlüsselprojekt der Reformen, überzeugt die Elite mehrheitlich: 44 Prozent der Führungskräfte werten sie bisher als Erfolg und beobachten bereits erste positive Auswirkungen, weitere 19 Prozent erwarten, dass sich noch Erfolge einstellen werden. Nur 32 Prozent halten sie für zu halbherzig, zwei Prozent für den falschen Weg. An ein Comeback von Gerhard Schröder in der Wählergunst glaubt allerdings nur ein gutes Drittel (35 Prozent). Dafür ist die Bundesregierung nach Meinung von 88 Prozent der Befragten einfach zu schwach, zudem halten fast gleich viele (87 Prozent) die SPD für zerstritten. Von einer Kabinettsumbildung erwarten lediglich 13 Prozent der Führungskräfte eine deutliche Besserung der Situation der SPD. Ein Knackpunkt ist auch die Standfestigkeit der Sozialdemokraten. Die Führungskräfte sind verunsichert, ob die SPD an ihrem Reformkurs festhalten kann, wenn sie die Unterstützung der Wähler zurückgewinnen will: 30 Prozent meinen, die SPD könnte es schaffen, 49 Prozent nur dann, wenn die Partei ihren Kurs korrigiert. Deshalb erwartet auch gut jeder zweite Entscheider des "Capital-Elite-Panels" (55 Prozent), dass Schröder von seiner Partei zum Kurswechsel bei der Reformpolitik gezwungen wird. Nur bei einem kräftigen Aufschwung könnte die SPD noch reüssieren, glauben zwei von drei Entscheidern. "Dies ist derzeit allerdings eine Utopie, da die Top-Entscheider die wirtschaftliche Entwicklung skeptisch sehen und deutlich weniger als im Frühjahr mit einem Aufschwung rechnen", sagt dazu Capital-Chefredakteur Kai Stepp. Statt 57 Prozent im März dieses Jahres, gehen jetzt noch 46 Prozent der Top-Entscheider von einer wirtschaftlichen Belebung aus. CDU/CSU empfinden mittlerweile 51 Prozent als zerstritten Die Unionsparteien können von den Kalamitäten der SPD aber nicht profitieren, da sie sich selbst in Richtungskämpfen verstricken. Noch vor zwei Jahren hielten 84 Prozent der Führungskräfte die CDU/CSU für einig, jetzt sind die Schwesterparteien für 51 Prozent zerstritten. Einzig Oppositionsführerin Angela Merkel gewinnt bei den Top-Entscheidern des "Capital-Elite-Panels" weiter an Ansehen. "Die CDU-Vorsitzende legt bei allen Eigenschaften deutlich zu, die mit Führungsqualitäten zu tun haben", erläutert Prof. Dr. Renate Köcher, Leiterin des Instituts für Demoskopie Allensbach, die Beurteilung. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der Befragten erwarten von der CDU, dass sie Schröders Reformkurs unterstützt und nicht abwartet, bis sie selbst wieder an der Regierung ist. FDP steckt in Führungskrise / Westerwelle bleibt im Stimmungstief Die FDP findet trotz der Zuwächse bei den letzten Landtags- und Kommunalwahlen nach Meinung fast aller Führungsspitzen nicht zu alter Stärke zurück: 90 Prozent sehen in den jüngsten Wahlergebnissen noch keine nachhaltige Stärkung der FDP, für 76 Prozent bleibt sie damit deutlich unter ihren Möglichkeiten. Als Grund nennen 55 Prozent, die Parteiführung mache zu viele Fehler. Verantwortlich für die FDP-Schwäche ist nach dem "Capital-Elite-Panel" eindeutig Guido Westerwelle. 82 Prozent der Top-Entscheider trauen ihm nicht zu, die FDP wieder zu einer wichtigen Kraft in der Bundesrepublik zu machen. Im März des vergangenen Jahres sagten dies immerhin nur 67 Prozent. Das "Capital-Elite-Panel" ist Europas exklusivste Führungskräfte-Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach für das Wirtschaftsmagazin Capital seit Mai 1987 bei Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung drei Mal im Jahr durchführt. Unter den 503 Befragten sind 350 Spitzenkräfte aus der Wirtschaft, darunter 180 Vorstände oder Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, außerdem knapp 72 Spitzenpolitiker, davon 22 Ministerpräsidenten und Minister sowie gut 70 Spitzenbeamte wie die Leiter von 29 Bundesbehörden. Die Befragung lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2004. Kontaktinformationen: Rainer Hübner, Redaktion Capital, Tel. 0221/4908-215, Fax 0221/4908-594 E-Mail: huebner.rainer@capital.de Henning Baethge, Redaktion Capital, Tel. 0221/4908-255, Fax 0221/4908-594 E-Mail: bg@capital.de
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