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Herzogenaurach / Schweinfurt, 21.03. 2005 11:26



Produktpiraterie kann Leben gefährden - Vorsicht Fälschung!

Das vermeintliche Knüller-Angebot kann sich später als echte Gefahr entpuppen. Wälzlager gehören zu sicherheitsrelevanten Produkten. Lager für Pkw, Bahn oder Flugzeugen von INA und FAG werden erst nach umfangreichen Tests und Qualitätsprüfungen in den Markt gebracht. Billige Fälschungen bieten diese Qualitätskontrollen nicht. Statt qualitativ hochwertiger Stähle und Schmierstoffe kommt zudem häufig minderwertiges Material zum Einsatz. Und bei der Präzision und Lebensdauer scheitert das preiswerte Lager oft bereits kurz nach der Einlaufphase. Im günstigsten Fall fehlt die Leistung. Schlimmer sind totale Maschinenausfälle und Sicherheitsgefährdungen.

Wo lauert die Gefahr? Hinterhof-Werkstätten müssen nicht generell schlechte Ware liefern. Qualitätszertifikate sind wichtiger als repräsentative Verkaufsräume. Freie Händler und Werkstätten - vor allem im vorderen Orient und in Asien – bedienen sich jedoch „großzügig“ auf den Wälzlager-Basaren in Damaskus, Dubai oder Bombay. Nur leider gibt es hier Ramschware und billige Fälschungen. Gefertigt in so genannten „fliegenden Fabriken“. Die Firmenadressen wechseln so häufig wie die Produkte, die sie fälschen. Heute wird von staatlicher Stelle die Schließung verordnet, morgen geht die Produktion bereits an einem anderen Standort weiter.

Wie können sich Kunden schützen? Verpackungen, die es mit der Orthographie nicht so genau nehmen oder bewusst ähnlich lautende Produktnamen nutzen, sind leicht als Fälschung zu erkennen. Diffiziler wird es mit „echten“ Kopien, die aussehen wie das Original. Die Verpackung stimmt bis aufs I-Tüpfelchen und das Lager macht äußerlich einen guten Eindruck. Die Tücke lauert im Detail: Laufbahnen sind nicht gehärtet. Der Korrosionsschutz fehlt. Dichtung und Schmierstoff erfüllen nicht ihre Zwecke. Statt eines hochnitrierten Spezialstahls hat der Hersteller nur einen Standard-Stahl verwendet. Kunden sollten daher vor allem auf die qualitativ wertige Stempelung achten und die Katalognummern vergleichen. Wenn Zweifel bestehen, darf es nur heißen, Hände weg vom Kauf bzw. Einbau!

Ein aktueller Fall von Produktfälschung konnte gerade dank Mitarbeit eines Vertriebspartners aufgedeckt werden. Ein Kunde reklamierte den Ausfall mehrerer Lagertypen bei seinem FAG-Vertriebspartner, obwohl er die Lager dort nicht gekauft hatte. Der Vertriebspartner reagierte prompt und leitete die betreffenden Lager zur Prüfung an FAG weiter.

Der Untersuchungsbericht ist eindeutig: es handelt sich um Fälschungen. Die Faltschachteln wiesen Ungenauigkeiten hinsichtlich Verpackungsdatum, Jahreskennzahl und Typenbezeichnung auf. Laufbahnen wurden in einem minderwertigen Verfahren geschliffen, statt Laserkennzeichnung gab es eine unsaubere Schlagstempelung oder Schmiernuten fehlten im Außenring.

Der Kunde hatte sich offenbar auf dem Graumarkt bedient. Mit Hilfe des autorisierten Vertriebspartners konnte auch der Bezugsweg der gefälschten Ware bestimmt werden – wilde Händler, die ihre Ware vermutlich aus Fernost bezogen haben. Jetzt haben die Juristen das Wort!

Deshalb gilt: Bevorzugen Sie den autorisierten Vertriebspartner oder wenden Sie sich direkt an eine Niederlassung oder ein Vertriebsbüro von INA und FAG. Sicher ist sicher



Kontaktinformationen:
FAG Kugelfischer AG & Co. oHG

Detlef Sieverdingbeck
Leiter Fachpresse Schaeffler Gruppe Industrie
Telefon: +49 / 97 21 / 91-62 23

Detlef.Sieverdingbeck@de.fag.com

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