| www.News-Ticker.org Das Presseportal für Redaktionen und Pressestellen |
|
|||
|
|
||||||||||||||||||||
ABRA enttäuscht über Vorschlag Argentiniens zur Umschuldung, begrüßt jedoch Beginn der Verhandlungen HVB Group - Wiedereröffnung der Zeichnungsfrist für ABRA-Zertifikate Der Vorschlag zur Umschuldung der argentinischen Staatsanleihen, der gestern in Dubai präsentiert wurde, ist aus Sicht der ABRA, der Argentine Bond Restructuring Agency PLC, enttäuschend. "Das argentinische Angebot ist nur ein Rohentwurf, der in dieser Form bereits vor mehr als einem Jahr hätte vorliegen können“, so Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und Mitglied des Internationalen Advisory Boards der ABRA. "Für die meisten Anleger ist dieses Angebot nicht ausreichend. Aber dieser Vorschlag ist, wie selbst der argentinische Staatssekretär für Finanzen, Guillermo Nielsen, einräumte, lediglich der Beginn der Umschuldungsverhandlungen. Und dies ist schließlich die positive Nachricht,“ kommentierte Adam Lerrick, Leiter des Verhandlungsteams der ABRA, den Vorschlag. ABRA ist eine gemeinsame Initiative der DSW sowie einer Gruppe großer europäischer Banken unter Leitung der HVB Group. Mit einem Volumen von USD 1,2 Milliarden ist ABRA bereits jetzt der größte ausländische Gläubiger Argentiniens in den anstehenden Umschuldungsverhandlungen. Die Entwicklung in den letzten beiden Wochen hat einen massiven Einfluss auf die Anleihegläubiger und schwächt insbesondere die Position der privaten Investoren : - Argentinien und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich in ihrem Abkommen auf einen sehr geringen Haushaltsüberschuss geeinigt, der sehr wenig Spielraum lässt für die Rückzahlung an die Anleihegläubiger. Dies bedeutet, dass die privaten Investoren Argentinien davon überzeugen müssen, den Haushaltsüberschuss zu steigern, wenn sie substantielle Rückzahlungen erhalten wollen. Damit sind die privaten Gläubiger und nicht der IWF gezwungen, über den Haushaltsüberschuss des Landes zu verhandeln. - Seit ihrem Erfolg in den Verhandlungen mit dem IWF hat die argentinische Regierung ihre Haltung gegenüber den privaten Anleger gravierend geändert. Von Sympathie und Kooperation ist nun keine Rede mehr. Dies gipfelt in dem Vorschlag der Regierung, der eine Reduktion der nominellen Staatsschulden von 75% fordert. Der tatsächliche Verlust der Anleihegläubiger könnte sogar bis zu 85% betragen. - Große institutionelle Investoren versuchen derzeit ihre Verhandlungsposition gegenüber Argentinien zu stärken. So hat die Dart Gruppe vor wenigen Tagen in New York ein Urteil über USD 700 Millionen zu ihren Gunsten erwirkt. Diese großen institutionellen Investoren werden versuchen, im Rahmen der Umschuldung die Rückzahlungen zu ihrem Vorteil umzuschichten indem sie separate Vereinbarungen mit Argentinien aushandeln. Diese Entwicklung erhöht die Notwendigkeit für Retail- und kleine institutionelle Investoren, ihre Kräfte zu bündeln und damit ihre Verhandlungskraft zu stärken. ABRA hat auf die starke Verunsicherung vieler Investoren aufgrund der jüngsten Ankündigungen Argentiniens reagiert. Angesichts zahlreicher Anfragen von Banken und Investoren beabsichtigt ABRA - vorbehaltlich der Zustimmmung durch die Luxembourg Stock Exchange und der luxemburger Aufsichts-behörde Commission de Surveillances du Secteur Financier - die Sammelfrist in dem Zeitraum vom 29.9. bis einschliesslich 31.10.2003 neu zu eröffnen. Damit haben Besitzer von Argentinienbonds, die sich der ABRA bisher nicht angeschlossen haben, die Möglichkeit, diesen Schritt nachzuholen. Die Einlieferung der Bonds kann bei allen Banken und Sparkassen in Deutschland. Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Luxemburg erfolgen. ABRA hat bisher Anleihen in einem Volumen von rund USD 1,2 Mrd. gesammelt und dafür Zertifikate ausgegeben. Sie vertritt damit bereits rund ein Viertel der Retailgläubiger in diesen Ländern. Kontaktinformationen: Dr. Knut Hansen Fon: +49 (0)89 378-24644 Fax: +49 (0)89 378-25699 E-Mail:Knut.Hansen@HVB.de DSW: Petra Krüll, Tel. 0049/211/6697-39 pk@dsw-info.de HVB Group Am Tucherpark 16 80538 München Deutschland
|
|
||||||||||||||||||
| Home | Impressum | Disclaimer | Kundenbereich | Jobmaschine für Journalisten |