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Pressemitteilung übermittelt von directnews. Für den Inhalt dieser Pressemitteilung ist allein das berichtende Unternehmen oder die berichtende Institution verantwortlich. direct/FAZ: Böge kritisiert die geplanten Pressefusionskontrolle Böge kritisiert die geplanten Pressefusionskontrolle F.A.Z. FRANKFURT, 6. Mai. Der Präsident des Bundeskartellamts, Ulf Böge, hat die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) zur Lockerung der Pressefusionskontrolle scharf kritisiert. Mit der Überarbeitung des Gesetzentwurfs sei ein zweifelhafter Ausnahmetatbestand für Anzeigenkooperationen hinzugekommen. \"Das, was jetzt freigestellt werden soll, ist ein Preiskartell im Anzeigengeschäft der Verlage\", sagte Böge in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgabe). Kooperationen würden weder im Hinblick auf die Größe der Verlage noch auf ihre wirtschaftliche Lage eingeschränkt. Dies sei äußerst kritisch zu sehen, da das Anzeigengeschäft als wichtigste wirtschaftliche Säule der Zeitungen mit Rückwirkungen auf den Lesermarkt verbunden sei. Ferner bleibe es auch in der Neufassung des Entwurfs dabei, daß Marktbeherrschung in der Zeitungsbranche gesetzlich abgesichert würde. \"Es ist zu bezweifeln, daß wirtschaftliche Konzentration möglich ist, ohne die Pressevielfalt zu beeinträchtigen\", warnte Böge. Er bekräftigte damit seine ablehnende Haltung gegenüber der Pressefusionskontrolle, wie Clement sie durchsetzen möchte. Dessen Staatssekretär Alfred Tacke hatte Böge kürzlich schriftlich gemahnt, sich mit kritischen Äußerungen zurückzuhalten. Kontaktinformationen: Frankfurter Allgemeine Zeitung Holger Schmidt 0049 (0) 69 - 75 91 - 1440 cvd@faz.de
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