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  Wirtschaft, Handel
 
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Berlin, 22.04. 2004 14:16

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DIRECT/Capgemini: Studie - in Metall und Maschinenbau Wirtschaftsstimmung besser, aber insgesamt noch negativ

Studie: Wirtschaftsstimmung besser, aber insgesamt noch negativ

Metall und Maschinenbau liegen verglichen mit anderen Branchen im Mittelfeld


Berlin, 22. April 2004 - Positiv bewertete die Metallindustrie und die Maschinenbaubranche die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden halben Jahr. 33 (Durchschnitt aller Branchen: 26) Prozent, schätzen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für die kommenden sechs Monate positiv ein, dagegen sehen sie 26 (33) Prozent negativ. Die Entwicklung des jeweils eigenen Unternehmens wird dagegen über dem allgemeinen Trend positiv gesehen: Die Auftragslage habe sich in den vergangenen sechs Monaten gebessert sagen 53 (42) Prozent, verschlechtert: 22 (25) Prozent. 53 (Durchschnitt: 46) Prozent glauben, dass ihr Unternehmen im nächsten halben Jahr mehr Aufträge zu erwarten habe (weniger Aufträge: 14 (19) Prozent). Dieses Wirtschaftsstimmungsbild in der Metall- und Maschinenbaubranche ergab eine bundesweite repräsentative Umfrage der Management- und IT-Beratung Capgemini unter Unternehmern, Vorständen und Geschäftsführern. Die Besserungen im eigenen Unternehmen werden sich allerdings nach der mehrheitlichen Meinung der insgesamt 1.723 Teilnehmer der Studie davon 9 Prozent aus der Metall- und Maschinenbau-Branche nicht in niedrigeren Arbeitslosenzahlen zeigen. 47 Prozent (Durchschnitt über alle Branchen: 51) Prozent glauben an steigende Arbeitslosenzahlen in Halbjahresfrist und trotz der mehrheitlich positiv bewerteten Aussichten des eigenen Unternehmens glauben lediglich 11 (16) Prozent daran, dass die Beschäftigtenzahlen im eigenen Unternehmen steigen werden. Im Gegenteil: 39 (39) Prozent gibt an, dass hier in den nächsten sechs Monaten noch Personal abgebaut werde.

Positiver als im vergangenen Herbst, aber immer noch weitgehend negativ werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingeschätzt. Der Blick auf den Standort Deutschland fällt in der Metall- und Maschinenbaubranche - wie auch im Durchschnitt der anderen Branchen - skeptisch aus. 37 (Durchschnitt über alle Branchen: 37) Prozent, sahen eine Verschlechterung des unternehmerischen Umfeldes an ihrem Standort in den vergangenen sechs Monaten, nur 14 (15) Prozent sahen dagegen eine Verbesserung. Die Entwicklung der Steuerlast wird deutlich negativ eingeschätzt. Den Zugang zu Kapital sehen 38 (45) Prozent der Unternehmenslenker als schwieriger an, nur 11 (13) Prozent glauben es hier künftig leichter zu haben.

Ein weiterer Fragenkomplex zur EU-Osterweiterung ist aus aktuellem Anlass in das Wirtschaftsstimmungsbild mit eingeflossen. So wurde nach positiven oder negativen Impulsen gefragt, die von der EU-Erweiterung ausgingen, wobei das Ergebnis im Branchendurchschnitt ambivalent bis positiv blieb. Die Metall- und Maschinenbaubranche fiel hier mit Optimismus aus dem Rahmen: 44 Prozent erwarten sich von der EU-Osterweiterung positive Impulse für ihr Unternehmen, 29 Prozent sehen diese Entwicklung negativ. Ein deutlicher Trend herrschte bei der Frage nach den künftigen wirtschaftlichen Aktivitäten in den neuen EU-Ländern vor: 56 (45) Prozent wollen diese verstärken, nur 4 (8) Prozent verringern. Die Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt sehen 73 (73) Prozent negativ. Nur 6 (10) Prozent glauben an eine positive Reaktion des Arbeitsmarktes als Auswirkung der EU-Osterweiterung.

"Wir haben jetzt statt eines Wolkenbruchs den Dauerregen. Eine Schönwetterperiode, sprich die Trendwende, ist noch nicht in Sicht", erläuterte Antonio Schnieder, CEO Zentral- und Osteuropa von Capgemini, bei der Präsentation der Studie in Berlin. "Deutschland verliert aufgrund der noch immer zu schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter an Wettbewerbsfähigkeit", ergänzte Dr. Helmut Haussmann, Senior Vice President bei Capgemini und Bundeswirtschaftsminister a.D. die Einschätzung deutscher Unternehmer.

Im Gegensatz zur Metall- und Maschinenbaubranche, die mit ihrer Wirtschaftsstimmung im Mittelfeld der Branchen schwimmt, liegen die Unternehmen der Telekommunikation, der Banken und der Elektronik - auch in vielen anderen Einzelfragen - weit vorn mit einer positiven Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Telekommunikationsbranche glauben an einen positiven Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung als Spitzenwert 61 (26) Prozent. Sehr negativ sieht die Handelsbranche das wirtschaftliche Geschehen der nächsten sechs Monate (45 Prozent: wird schlechter), ebenso wie die Medienhäuser (46 Prozent: wird schlechter).

Auch bei der Betrachtung der Arbeitslosenzahlen herrschen durchweg negative Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Im Detail betrachtet schält sich heraus, dass die Banken hier am optimistischsten sind, der Handel bildet abermals das pessimistische Schlusslicht.

Die vollständigen und detaillierten Umfrageergebnisse "Wirtschaftsstimmung - Eine Umfrage unter deutschen Führungskräften" sind im Internet unter http://www.wirtschaftsstimmung.de abrufbar.

Über die Capgemini-Gruppe
Capgemini ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie sowie Outsourcing. Das Unternehmen mit europäischem Ursprung berät Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien sowie dem Einsatz neuer Technologien. Capgemini wendet dabei eine neue Form der Zusammenarbeit an: Collaborative Business Experience. Grundlage ist die Verpflichtung von Dienstleister und Kunde zu gemeinsamem Erfolg und das Erreichen messbaren Mehrwerts auf Basis enger Zusammenarbeit. Capgemini beschäftigt derzeit weltweit rund 55.000 Mitarbeiter und erzielte 2003 einen Umsatz von 5,754 Milliarden Euro. Mehr Informationen zum Unternehmen, den Dienstleistungen und Pressemitteilungen finden Sie unter http://www.de.capgemini.com


Kontaktinformationen:

Capgemini
Neues Kranzler Eck
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin

Pressesprecher:
Thomas Becker
Tel.: 030/88703-730
Fax: 030/88703-739
E-Mail: thomas.becker@capgemini.com

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