Wissenschaft
Zwingenberg, 30.09.2008 , 01.10. 2008 12:55
Dr. Holger Zinke, Gründer und CEO der BRAIN, erhält Deutschen Umweltpreis 2008
Gründer und Vorstandsvorsitzender des MIG-Beteiligungsunternehmens BRAIN AG, erhält Deutschen Umweltpreis 2008 „Deutsches Biotech-Unternehmen Schrittmacher für Nachhaltigkeit“
Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geht 2008 an Herrn Dr. Holger Zinke, Vorstandsvorsitzender der BRAIN AG in Zwingenberg. Der hessische Unternehmer und Pionier der industriellen, „weißen“ Biotechnologie erhält am 26. Oktober in Rostock die Hälfte des mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler.Dr. Holger Zinke, Gründer und CEO der BRAIN, erhält Deutschen Umweltpreis 2008
Gründer und Vorstandsvorsitzender des MIG-Beteiligungsunternehmens BRAIN AG, erhält Deutschen Umweltpreis 2008 „Deutsches Biotech-Unternehmen Schrittmacher für Nachhaltigkeit“
Durch die Verleihung des Deutschen Umweltpreises würdigt die DBU die Leistungen von Herrn Dr. Holger Zinke und dem von ihm aufgebauten Unternehmen BRAIN. „Als einer der ersten erkannte Dr. Zinke die zunehmende Bedeutung der industriellen oder auch „weißen“ Biotechnologie, also der Verwendung des Werkzeugkastens der Natur für industrielle Prozesse nutzbar zu machen. Die vielfältigen Anwendungsgebiete sowie die breit einsetzbaren Technologien der BRAIN AG machen sie zu einer branchenübergreifenden Schlüsseltechnologie, die zur Verwirklichung nachhaltiger Entwicklung beiträgt“, erläutert Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. „Dr. Zinke steht für einen Typus des modernen Unternehmers in einem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig, der in vorbildlicher Weise Ideenreichtum, Engagement, Kreativität und Durchsetzungsfähigkeit in seiner Person vereinigt.“
Die von Herrn Dr. Holger Zinke 1993 gegründete BRAIN AG ist ein Pionier der industriellen, „weißen“ Biotechnologie und gehört heute zu den technologisch führenden Unternehmen in diesem Segment. Für Industrieunternehmen aus der Chemie-, Pharma-, Kosmetik- und Nahrungsmittelbranche identifiziert und entwickelt BRAIN auf der Basis von strategischen Kooperationen Mikroorganismen und Enzyme, die als Biokatalysatoren biochemischer Reaktionen einen industriellen Mehrwert besitzen. In vielen Bereichen der Konsumgüterproduktion profitieren hiervon auch die Verbraucher. So verbessern die aktiven Produktkomponenten der BRAIN zum Beispiel die Waschleistung von Waschmitteln, sie erhöhen die Hautverträglichkeit von Kosmetikprodukten oder verringern den Zuckergehalt in Getränken. Sie stellen aber auch einen Schlüssel bei der Erschließung neuer Produkte für die Märkte der Zukunft dar. BRAIN steht damit für die Biologisierung der Chemieindustrie.
Zurzeit werden drei Viertel aller Chemikalien aus erdölabhängigen Grundstoffen produziert, deren Preis sich seit 1998 mehr als verzehnfacht hat. Zusätzlich steigen die Energiekosten, die in chemischen Produktionsprozessen anfallen auf bis zu 50% des gesamten Herstellungsaufwandes. Enzymbasierte Herstellungsverfahren, wie sie von BRAIN entwickelt werden, stellen hier ein hocheffizientes Substitut für erdölbasierte Produktionsprozesse dar. Sie reduzieren Schadstoffemissionen sowie den Ressourcen- und Energieeinsatz signifikant und tragen somit zu einer erheblichen Kostensenkung bei.
„Die Verleihung des Deutschen Umweltpreises ist eine große Ehre für mich als Unternehmer aber auch für das Unternehmen BRAIN AG mit all seinen Mitarbeitern und Mitstreitern, die sich in einer Vielzahl von Entwicklungsprojekten für die Fortentwicklung der industriellen Biotechnologie engagiert haben. Gleichzeitig verstehen wir die Auszeichnung als eine Bestätigung unseres beschrittenen Weges der industriellen Transformation und als einen Motivationsschub für weitere Produktentwicklungen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens“, führt Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands der BRAIN Aktiengesellschaft aus. „Wir sind stolz, dass unser Beitrag für eine nachhaltige ökonomische, ökologische und damit verbunden auch gesellschaftliche Fortentwicklung, wie sie beispielsweise durch den Einsatz von Enzymen als Biokatalysatoren in industriellen Prozessen oder als Niedrigtemperatur-Waschmittelenzyme erreicht werden, mit dieser herausragenden Auszeichnung gewürdigt wurde. Dies umso mehr, als die erarbeiteten Innovationen eine Kernaufgabe der Zukunft vorwegnehmen.“
Über BRAIN
Die BRAIN AG (Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft) gehört
in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen
„weißen“ Biotechnologie. Im Rahmen von strategischen Kooperationen identifiziert und
entwickelt die BRAIN AG für Industrieunternehmen in der Chemie-, Pharma-, Kosmetik- und
Nahrungsmittelbranche innovative Produkte und Lösungen auf Basis der in der Natur vorhandenen aber bislang unerschlossenen mikrobiellen Vielfalt. Die aktiven Produktkomponenten ermittelt die BRAIN AG im unternehmenseigenen „BioArchive“, das zu den umfangreichsten Archiven seiner Art gehört. Die Brain AG ist ein Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds, die exklusiv von der Alfred Wieder AG vertrieben werden. Seit der Unternehmensgründung 1993 ist die BRAIN AG über 50 strategische Kooperationen mit nahezu allen relevanten Akteuren der chemischen Industrie eingegangen. Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderem BASF, Ciba, Clariant, Evonik Degussa, Henkel, Nutrinova, Sandoz, Schering, Südzucker und Symrise.
Weiter Informationen zur BRAIN AG finden Sie unter: www.brain-biotech.de
Der Deutsche Umweltpreis
Vertreter von rund 130 Institutionen – darunter Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft,
Naturschutz-, Arbeitgeber- und Branchenverbände, Gewerkschaften, Kirchen und Medien –
konnten in den zurückliegenden Monaten ihren Favoriten für die Auszeichnung nominieren.
Die zahlreichen Vorschläge wurden einer hochkarätigen 16-köpfigen Experten-Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt und durch das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in einer Abschlusssitzung unter Vorsitz von Herrn Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings, entschieden. Die Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen dazu „anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien schon im Vorfeld zu entschärfen.
Seit 1993, also dieses Jahr zum 16. Mal, ehrt der Deutsche Umweltpreis herausragende Pioniere des Umweltschutzes mit dem Preis. Unter anderem wurden der Ozonforscher und spätere Nobelpreisträger für Chemie, Professor Dr. Paul J. Crutzen (1994), und der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002), sowie u.a. die Unternehmer Dr. Georg Winter (1995), Dr. Michael Otto (1997), Dr. Franz Ehrensperger (2001) und Hans G. Huber (2006) mit ihm ausgezeichnet.
Bildunterschrift:
Porträt von Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstandes der BRAIN AG und Gewinner des Deutschen Umweltpreises 2008. © BRAIN AG, Zwingenberg
Kontaktinformationen:
Kontaktinformationen:
www.brain-biotech.de
www.mig-fonds.de
www.alfred-wieder.ag
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