Mit 229,2 Mio. Euro Umsatz und 10,2 Mio. Euro operativem Ergebnis im Geschäftsjahr 2003 über den Prognosen / Starkes 4. Quartal: 65,6 Mio. Euro Umsatz, 3,8 Mio. Euro EBIT und Rekord-Auftragsbestand von 100,5 Mio. Euro / Zweistelliges Umsatzwachstum und überproportionales Ergebniswachstum von 70 Prozent für 2004 geplant / Starke Wachstumsimpulse in Amerika und den Emerging Markets
Die im TecDAX notierte Kontron AG hat im Geschäftsjahr 2003 sowohl beim Umsatz wie auch dem operativen Ergebnis die Prognosen übertroffen. Die Gesamterlöse lagen bei 229,2 Mio. Euro (Vorjahr: 215 Mio. Euro; inkl. JUMPtec zum 3. Juli 2002 konsolidiert). Der Auftragsbestand kletterte zum 31.12. auf 100,5 Mio. Euro (Vorjahr: 94 Mio. Euro) und erreichte damit trotz des erheblichen Wertverlustes des US-Dollars gegenüber dem Euro Rekordniveau. Kontron fakturiert 50 Prozent seiner Aufträge in US-Dollar. Bereinigt um diese Währungseffekte (der US$ hat in 2003 gegenüber 2002 etwa 20% an Wert verloren) liegt das Wachstum beim Auftragsbestand bei 15 Prozent. Im Ergebnis machen sich die Währungseffekte aufgrund des weltweiten Kontron-Engagements (Standort-Hedging) und anderer finanztechnischer Instrumentarien nur noch marginal bemerkbar. So konnte der nach eigenen Angaben weltweit führende Anbieter von Embedded Computer Systemen mit einem operativen Ergebnis (EBIT vor Goodwill Sonderabschreibungen) von 10,2 Mio. Euro den Wert gegenüber dem Vorjahr (1,6 Mio. Euro) versechsfachen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2003 war Kontron noch von einem Umsatz von knapp über 220 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von 7 Mio. Euro ausgegangen.
Der Periodenüberschuss lag im Geschäftsjahr 2003 (ebenfalls vor Sonderabschreibung) bei 5,1 Mio. Euro gegenüber 0,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das Nettoergebnis 2003 der Kontron AG (minus 28,6 Mio. Euro) beinhaltet die einmalige, nicht cash-wirksame Firmenwertabschreibung in Höhe von 34,7 Mio. Euro im 2. Quartal. Damit bereinigte Kontron im wesentlichen nach der erfolgreichen Verschmelzung mit JUMPtec den durch die Fusion aus bilanztechnischen Gründen entstandenen buchhalterischen Goodwill. Die Fusion der beiden Unternehmen wurde nach US-GAAP als Kauf bewertet und JUMPtec demzufolge mit Stichtag zum 3. Juli 2002 in der Kontron-Bilanz konsolidiert.
Solide Finanz- und Vermögenslage
Die Finanzlage der Kontron AG hat sich im Geschäftsjahr 2003 gut entwickelt. Zum 31.12.2003 betrug der Bestand an liquiden Mitteln 64,5 Mio. Euro (Vorjahr: 47,2 Mio. Euro). Zusammen mit verschiedenen Kreditlinien beträgt die Liquidität der Kontron-Gruppe damit über 90 Mio. Euro. Der operative Cashflow lag bei 15,8 Mio. Euro, das entspricht einer Cash Flow Rendite von 6,9%. Bei einer Bilanzsumme von 281 Mio. Euro (Vorjahr: 304 Mio. Euro) betrug die Eigenkapitalquote 66,3 Prozent (Vorjahr: 72,9 Prozent). 1.687 Mitarbeiter waren Ende 2003 weltweit bei Kontron beschäftigt, 200 mehr als im Vorjahr (1.487). Mit 588 Ingenieuren (eine Verdoppelung gegenüber 2001) - das entspricht einem Anteil von mehr als einem Drittel der Gesamtmitarbeiterzahl - nimmt das Unternehmen im ECT-Markt eine absolute Spitzenposition und Vorreiterrolle ein.
Rekordzahlen im 4. Quartal 2003
Besonders erfreulich hat sich, wie das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz in München mitteilte, das 4. Quartal 2003 „mit Rekordzahlen“ entwickelt. So lag der Umsatz mit 65,6 Mio. Euro 20 Prozent über dem Vorquartal (54,4 Mio. Euro). Im Vergleich zum 4. Quartal des Geschäftsjahres 2002 (63,7 Mio. Euro) ergibt sich bereinigt um US-Dollareffekte ein Wachstum von 12 Prozent. Nicht nur der Auftragsbestand lag zum 31.12.2003 erstmals über der 100 Mio. Euro-Marke und damit auf Rekordniveau. Auch die Anzahl und das Volumen der Entwicklungsaufträge erreichten im 4. Quartal mit insgesamt 52 „Design-Wins“ neue Höchstwerte. Kontron bewertet ein Kundenprojekt dann als Design-Win, wenn Umsätze von mehr als einer Mio. Euro erwartet werden.
Die Ertragskraft konnte im 4. Quartal – im fünften Quartal in Folge - weiter gesteigert werden. So lag das operative Ergebnis (EBIT) bei 3,8 Mio. Euro gegenüber 2,8 Mio. Euro im 3. Quartal und minus 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Starke Impulse in Amerika und den Emerging Markets
Starke Wachstumsimpulse gingen im Geschäftsjahr 2003 und insbesondere im 4. Quartal von Amerika aus. "In Amerika haben wir in den vergangenen sechs Quartalen in Folge ein Wachstum zu verzeichnen – in US-Dollar waren dies insgesamt mehr als 30 Prozent. Gleichzeitig konnten die EBIT-Margen auf ca. 8 Prozent gesteigert werden", erläuterte Niederhauser. In den Emerging Markets, vor allem Russland und China / Fernost hat Kontron 2003 den Umsatz mit 36 Mio. US$ gegenüber dem Vorjahr fast verdoppeln können. Im laufenden Geschäftsjahr soll eine Steigerung auf 50 Mio. US$ erfolgen.
Indikatoren und Impulse für einen erneuten Wachstumsschub 2004
Für das Geschäftsjahr 2004 erwartet die Kontron-Gruppe einen kräftigen Wachstumsschub. Niederhauser: "Wir haben in den Geschäftsjahren 2002 und insbesondere 2003 die Grundlagen geschaffen, um bei einer Wiederbelebung der Weltkonjunktur gut gerüstet für ein weiteres profitables Wachstum zu sein. Die Gruppe verfügt über eine effiziente Organisation, eine gesunde Liquidität, eine solide Ertragskraft sowie über die Technologieführerschaft in der Branche." Mit der konsequenten Ausrichtung auf eine Erhöhung der Wertschöpfung und dem frühzeitigen Fokus auf prosperierende geografische Märkte der Zukunft seien die wichtigen Weichen gestellt worden. "Die verbesserten weltkonjunkturellen Rahmenbedingungen in Verbindung mit der Innovations- und Vertriebskraft der Kontron Gruppe sowie verschiedene aktuelle positive Indikatoren lassen für 2004 eine gute Geschäftsentwicklung erwarten. Wir rechnen mit einem nachhaltigen Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich und einer überproportionalen Steigerung des Ergebnisses (EBIT) um 70 Prozent", so Niederhauser. Gegebenenfalls, so der Vorstandsvorsitzende weiter, könne in absehbarer Zukunft in dem nach wie vor noch sehr fragmentierten Markt auch wieder moderates "externes Wachstum" ins Auge gefasst werden.
Hans Mühlbauer wechselt in den Aufsichtsrat
Nach der Integration von JUMPtec und dem erfolgreichen Geschäftsaufbau in Asien verlässt der Vorstand Hans Mühlbauer zum 31.03 den Vorstand und will in Zukunft die Strategie von Kontron als Aufsichtsratsmitglied begleiten. Der Aufsichtsrat wird Hans Mühlbauer hierzu auf der nächsten Hauptversammlung zur Wahl vorschlagen. Der Vorstand der Kontron AG besteht damit aus Hannes Niederhauser (Vorsitzender), Ulrich Gehrmann und Thomas Sparrvik.
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Dr. Udo Nimsdorf
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