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Frankfurt am Main (n-t), 11.05.2004 16:47

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direct/FAZ: Köhler: Berichte und Bilder aus dem Irak "unerträglich"

Köhler: Berichte und Bilder aus dem Irak "unerträglich"

Der Kandidat von Union und FDP für das Amt des Bundespräsidenten, Horst Köhler, hat eine restlose Aufklärung der Mißhandlung irakischer Gefangener durch amerikanische und britische Soldaten gefordert. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochausgabe) sagte Köhler: "Diese Bilder und Berichte sind unerträglich. Das muß restlos aufgeklärt werden. Nur so kann das Vertrauen der Iraker in Freiheit und Demokratie gewonnen werden." Köhler sagte: "Wir sollten alle froh sein, daß der Tyrann Saddam Hussein weg ist, das sieht auch die arabische Welt ganz überwiegend so. Gleichwohl haben die Amerikaner Fehler gemacht. Fehler wurden aber auch in Europa gemacht. Ich habe keinen Zweifel daran, daß Präsident Bush das Ziel verfolgt, den Menschen im Irak Freiheit und Demokratie zu bringen. Das sind gute Ziele. Nur hat man sich in Washington nicht genug Gedanken gemacht, wie man den Frieden im Irak gewinnt und wie man vor allen Dingen auch die Menschen im Mittleren und Nahen Osten dafür gewinnt. Die einzigartige Stellung, in der sich Amerika seit dem Untergang der Gegenmacht Sowjetunion befindet, hat möglicherweise die Sensoren für den Rest der Welt geschwächt. Davon unbeschadet bleibt Amerika für mich ein Hort der Freiheit. Meine positive Grundeinstellung zu Amerika hat auch damit zu tun, daß die USA Deutschland von der Herrschaft der Nationalsozialisten befreit haben. Präsident Bush senior hat uns geholfen, die Einheit zu bekommen. Auch diese Aspekte der deutschen Geschichte sollten wir nicht vergessen."

Das Gespräch mit Horst Köhler führte F.A.Z.-Herausgeber Berthold Kohler.



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