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Frankfurt (n-t), 07.05.2004 17:26

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direct/FAZ: Zahl der Toten ohne Angehörige steigt nach Streichung des Sterbegelds

Zahl der Toten ohne Angehörige steigt nach Streichung des Sterbegelds

Seit das Sterbegeld Anfang des Jahres aus den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wurde, nimmt die Zahl der Toten ohne Angehörige stark zu. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstag-Ausgabe) berichtet, hatte sich die Zahl der Toten, die von den Kommunen beigesetzt werden müssen, schon nach der Reduzierung des Zuschusses in den vergangenen Jahren in einigen Städten nahezu verdoppelt: So waren es in Hamburg im Jahr 1998 rund 380, 2003 mehr als 800 und in den ersten vier Monaten dieses Jahres schon 265 "Zwangsbeisetzungen". In Berlin ist die Tendenz nicht anders: Zwar liegen für die Hauptstadt insgesamt keine Zahlen vor, weil die Bezirke für "alleinstehend Verstorbene" zuständig sind. Als Beispiel aber nennt die Berliner Gesundheitsverwaltung den Bezirk Lichtenberg: 2002 gab es dort 68, 2003 bereits 136 Bestattungen, die die Bezirksämter zahlen mußten. Immer öfter weigerten sich die nächsten Angehörigen, für die Beerdigung der Mutter, des Bruders oder der Tochter zu zahlen. Dabei sind Angehörige ersten und zweiten Grades (Ehegatten, Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern oder Enkel) in Deutschland eigentlich "bestattungspflichtig". Verstorbene dürfen nicht unbegrenzt gelagert werden. Findet sich nach einigen Tagen oder Wochen kein naher Verwandter, sind die Städte verpflichtet, für eine Bestattung zu sorgen und dafür zu zahlen. Allerdings wird auch danach noch nach einem möglichen Kostenträger gesucht - zumeist mit wenig Erfolg.


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Kontaktinformationen:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Alfons Kaiser
Tel.: 0049 (0) 69 - 75 91 - 1430
E-Mail: a.kaiser@faz.de

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