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Frankfurt (n-t), 24.03.2004 19:18

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DIRECT/FAZ: Wissenschaftler gegen Trittin-Pläne

Wissenschaftler gegen Trittin-Pläne

F.A.Z. FRANKFURT, 24. März. Im Streit mit Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) um die Energiepolitik erhält Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) Rückendeckung aus der Wissenschaft. Wenn der Emissionshandel eingeführt sei, werde die Förderung Erneuerbarer Energien überflüssig, heißt es in einer Studie renommierter Energiewissenschaftler für die Bundesregierung. Zudem gebe es wirtschaftlichere Möglichkeiten, als die Förderung regenerativer Energien, um das Klima effektiv zu schützen, heißt es in der Studie, aus der die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Donnerstagausgabe) zitiert. Das Wirtschaftsministerium halte die Untersuchung mit dem Titel "Gesamtwirtschaftliche, sektorale und ökologische Auswirkungen des Erneuerbare Energien Gesetzes" bisher unter Verschluß. Das Papier liege der Zeitung vor. Clement hatte zuletzt mehrfach eine Überprüfung aller umweltpolitischer Instrumente der Regierung von der Ökosteuer über die Subventionierung der Kraft-Wärme-Koppelung bis hin zur Förderung regenerativer Energien verlangt, wenn der Emissionshandel eingeführt worden sei und damit eine Kontroverse in der Regierungskoalition ausgelöst. Seine Position wird nun zumindest in Teilen vom dem Gutachten untermauert, das das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln, das Institut für Energetik und Umwelt, Leipzig, und das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erstellt hatten. "Beim heutigen Entwicklungsstand der Techniken zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien läuft die EEG-Förderung dem Wirtschaftlichkeitsziel beim Klimaschutz entgegen, da kostengünstigere Möglichkeiten zur Kohlendioxyd-Einsparung sowohl im konventionellen Kraftwerkspark als auch in anderen Sektoren bestehen", heißt es dort. Die Gutachter halten die geplante Förderung der Windenergie für überzogen. Mit Blick auf den Emissionshandel stellen sie fest: "Wenn ein funktionsfähiges Kohlendioxyd-Zertifikatesystem entwickelt ist, wird das EEG überflüssig".

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Frankfurter Allgemeine Zeitung
Patrick Welter
Tel: 0049 (0) 69-75 91-14 40
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