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(n-t), 18.03.2004 14:24

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DIRECT/TC Unterhaltungselektronik-AG: RTL erwirkt einstweilige Verfuegung gegen Tivion Media Center (Internet-TV)

RTL erwirkt einstweilige Verfügung gegen Tivion Media Center (Internet-TV)

Erneut wendet sich Deutschlands größter TV-Sender RTL gegen unliebsame aber verbraucherfreundliche technische Innovationen mittels einer Einstweiligen Verfügungen und erlegt eine solche abermals der TC Unterhaltungselektronik AG (TC AG) auf.

Zum Hintergrund: Vor vier Jahren bringt TC den weltweit ersten TV-Werbeblocker auf den Markt, damals noch in Form einer Set-Top-Box. RTL, Sat1 und Vox versuchenvergeblich die Verbreitung gerichtlich zu stoppen. In den USA werden vergleichbare Interessenskonflikte (Tivo / NBC) durch Unternehmensbeteiligungen gelöst. Die RTL-"Strategen" ziehen es dagegen vor, in allen Instanzen (zuletzt OLG Berlin) gegen das Koblenzer Unternehmen zu verlieren. Der Fall hat unter demNamen "Fernseh-Fee" Bekanntheit erlangt.
Am 24. Juni diesen Jahres wird der Bundesgerichtshof über die Revision von RTL verhandeln und abschließend klären, ob es bei der bisherigen Rechtslage bleibt. Demnach ist es erlaubt, zu automatisieren, was Millionen Fernsehzuschauer ohnehin jeden Abend manuell praktizieren: Das Wegzappen von Werbung. Daß diese Grundsatz-Frage ohnehin am BGH rechtsanhängig ist, haben die RTL-Anwälte dem Richter, der die jetzige Verfügung ausstellen sollte, glatt verschwiegen.

Worum geht es in der aktuellen einstweiligen Verfügung?

Um den TV-Werbeblocker für jedermann erschwinglich zu machen, wurde die Hardwarewegentwickelt, das Sendenetz ins Internet verlegt und alle Funktionen als PC-Software implementiert.
Die kostenlose Freeware "Tivion" schlug ein wie ein Meteorit, erfreut sich großer Beliebtheit und wurde in den vier Monaten nach Veröffentlichung bereits über 180.000-mal in Deutschland kopiert.
"Die Zeit" publizierte schon letztes Jahr "Tivion, eines von drei Unternehmen, die den Fernsehmarkt der Zukunft verändern können", zudem war Tivion eines der Highlights der letzten CeBIT (u.a. Titelseite der CeBIT-News, Top 90). In vielenPresse-Erklärungen hat die TC AG auf die brisanten technischen Möglichkeiten von Tivion deutlich und eindringlich hingewiesen, auch hochrangige Mitarbeiter von RTL-New-Media (der technischen Abteilung von RTL) haben sich auf dem letztenCeBit Stand der TC Unterhaltungselektronik AG intensiv über mehrere Stunden informiert.
Doch erst zwei Wochen vor dem Eilantrag will Herr Zeidler von RTL durch BMG München erfahren haben, daß nun angeblich massiv die eigene Existenz auf dem Spiel steht.
Abgesehen davon, daß Tivion User zur Info-Elite zählen und für hochwertige Programme ala "Dschungelcamp und Co." nicht wirklich als Zuschauer ausfallen, schafft es Tivion tatsächlich, jedwede Spot-Werbung in TV-Karten und von Fernsehern zu verbannen. Weltweit einmalig ist dabei, daß dies nicht nur für Aufzeichnungen auf Festplatte oder DVD passiert, sondern auch in Echtzeit, beim Umschalten beispielsweise. Damit können Eltern z.B. 0190-Werbung im Kinderzimmersperren.
Daß dies nun per Gratis-Freeware verbreitet wird (www.download.tivion.de ) ist dabei für RTL selbstverständlich ein besonderes Ärgernis, ändert aber an der Rechtmäßigkeit des TV-Werbeblockers nichts, was nun mittlerweile fünf deutsche Gerichte zu Gunsten TC entschieden haben.
Zudem behauptet RTL, daß die TC AG während der Werbepausen eigene Werbung sendet, was unzutreffend ist.
Hierzu wäre Tivion zwar technisch in der Lage, doch Unterbrecherwerbung ist in der hochwertigen Zielgruppe der Tivion-User relativ unwirksam, nervend und kontraproduktiv. Tivion-User wollen Zeit sparen, anstatt sie zu verplempern. Das neue Medium Tivion-TV bietet dagegen wesentlich intelligentere zielgruppenspezifische TV-Werbeformen, die der Empfänger aktiv abruft oder auch nicht (u.a. Permission Marketing).
Die TC Unterhaltungselektronik AG hat immer wieder darauf hingewiesen, daß Technologien wie Tivion in der Lage sind, fundamentale Änderungen in der TV-Werbelandschaft nach sich zu ziehen. TV-Sender, die davon ausgegangen sind, daß die TC AG dieses Projekt nicht realisieren kann, müssen diese Fehleinschätzung nun selbst verantworten.
Helmut Thoma, Ex RTL-Chef wußte schon im Jahr 2001: "Die Unterschiede zwischen TV-Gerät und PC verschwinden mit der Zeit. Wenn die Qualität stimmt, ist dem Nutzer dann egal, wer die Bilder liefert".
Einschränkungen im Vertrieb, beim Umsatz oder bei der Verbreitung der Tivion-TV-Software wird es nicht geben, alle diesbezüglichen Erfolgszahlen weisen seit drei Monaten steil nach oben. Eine erste Erfolgsbilanz für Tivion wird zur nächsten Hauptversammlung Ende Mai vorgelegt.
Am 10.3.2004 wurde mit Veröffentlichung des englischsprachigen Releases zudem der Grundstein für weitere Steigerungen gelegt.
Der Vorstand der TC Unterhaltungselektronik AG sieht seine Medien-Strategien bestätigt und geht mehr denn je von einer positiven Umsatz- und mittelfristigen Ertragsprognose für das Unternehmen aus.
Die TC AG bietet weiterhin interessierten Investoren, besonders strategischen Investoren aus der Medienbranche - neben dem Aktienerwerb - interessante direkteAnlage- und Kooperationsmöglichkeiten.

Details unter http://www.telecontrol.de und http://www.tivion.de

Rückfragen an Petra Bauersachs, CEO, 0172 65 84 139 [email protected]

Informationen und Erläuterungen des Emittenten:

Der völlige Wegfall des RTL-Programms wäre aus Sicht der TC AG ohnehin bedauerlich, fiele damit auch ein Grund für die Installation von Tivion in der hochwertigen Zielgruppe weg. Diese benutzt Tivion hauptsächlich, um sehenswerte Medieninhalte (wie z.B. Spielfilme) von Medienabfall zu trennen.

Nach Meinung der TC AG hatten Medien-Dinosaurier wie RTL oder BMG ausreichend Zeit, sich adäquat darauf einstellen, daß Datei-Tauschbörsen, kostenlose Musik-Tansfers, oder (Pay)-TV-Sharing via DSL (ein neues Tivion-Feature) sich zum Kulturbestand der Internetgemeinde entwickelt haben. Dieses Wissen wird durch Software wie Tivion lediglich einfach und bequem einer breiten Masse erschlossen.
Es liegt zudem in der Natur von Innovationen, daß bestehende Strukturen verändert werden. Die Einführung des Privat-Fernsehens durch RTL hat seinerzeit bei den Printmedien ebenfalls zu Nachteilen geführt, ohne daß von dort ein Wehklagen zu vernehmen gewesen wäre.

Für die sonstigen Antragsbegründungen von RTL bedankt sich die Gesellschaft ausdrücklich und versteht diese als unfreiwillige Empfehlung für die TC-Aktie,
Zitat:

"..die TC AG verkauft Werbeleistungen, die RTL nicht anbieten kann.."

"..die TC AG kann ihre Werbezeiten für eine bestimmte Zuschauerrichtzahl preiswerter anbieten als die Antragstellerin.."

"der Abfluss an beworbenen Fernsehzuschauern bei RTL führt spiegelbildlich zum Zufluss an beworbenen Fernsehzuschauern. Folgerichtig wirken sich die Einnahmeverluste bei RTL zugleich als Einnahmezuwachs bei der Antragsgegnerin aus."

Auch für die werbetreibende Industrie gibt es positive Effekte durch Tivion,
Zitat:

"RTL ist deshalb künftig nicht mehr in der Lage, ihre Werbezeitentarife gegenüber den Werbetreibenden durchzusetzen..."

Die Erfolgsaussichten des RTL-Antrags mag man an der kreativen Umdefinition des Mediums "Fernsehen" ablesen. Laut RTL soll das eigene Programm eine "methodisch angeordnete Elementsammlung, also eine Datenbank " sein und das Ausblenden von Werbung "stellt eine Bildbearbeitung dar, der RTL nicht zugestimmt hat".


Bildunterschrift:


Kontaktinformationen:
Frau Petra Bauersachs
TC Unterhaltungselek. AG
0261 / 98436 - 0
[email protected]

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