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Frankfurt am Main (n-t), 09.02.2004 11:39


VCL Film + Medien AG – "VCL lebt – und momentan besser als in den Monaten zuvor

Ein signifikanter Anstieg des Handelsumsatzes bei der angeschlagenen VCL nährt wieder mal die Vermutung, dass der schon oft angekündigte Deal mit einem amerikanischen Studio kurz bevorsteht…

Die Geschichte des Münchner Filmrechtehändlers VCL Film und Medien AG bleibt weiter spannend. In den vergangenen zehn Tagen merkten Aktionäre und Beobachter der Szene, wie spannend und angespannt es auch im neuen Jahr weitergehen sollte. Denn innerhalb weniger Tage schnellte die Aktie von seinerzeit um die 35 Cent hoch und übersprang die 50-Cent-Marke.


Der Grund: Es ist ein Rätsel. Das Unternehmen gab keine Meldungen heraus, auch wenn viele Interessierte gespannt darauf warten. "Wir wissen es auch nicht", gab Finanzvorstand Joachim Sturmes gegenüber smartcaps zu. "Ein Investor, den wir nicht kennen, muss auf einmal 30.000 Euro angelegt haben." Die Münchner Medienprofis sind nach eigenen Aussagen ratlos. "Dieser Impuls hat eine Entwicklung in Bewegung gesetzt, die uns auch nicht ganz geheuer ist."


VCL braucht Kapital, um wieder handlungsfähig zu werden

Bereits seit Monaten kursieren Gerüchte, dass ein großer Deal mit einem amerikanischen Major-Studio kurz bevorsteht. Das Management selbst um den Vorstandsvorsitzenden Datty G. Ruth, dessen Familie mehr als 50 Prozent der Anteile hält, schürt die Vermutungen weiter, dass es bald zu einem Abschluss kommen könnte (siehe auch smartcaps-Bericht vom 3. November 2003: "Warten auf ein Happy-End").


Die Kooperation ist deshalb wichtig, weil VCL vor allem eines fehlt: Kapital, das sie in neue Filmrechte investieren könnte. Und nur so gebe es für das Traditionsunternehmen eine Chance, in der hartumkämpften Branche weiter bestehen zu können. "Kapitalbeschaffung ist unser oberstes Ziel für 2004", so Sturmes. "Wir müssen wieder handlungsfähig werden."


Die VCL Film und Medien AG, kontrolliert als Holdinggesellschaft eine Gruppe von Unternehmen, die im Geschäft mit Filmrechten engagiert sind. Unter anderem konnte sie im vergangenen Jahr den Zukunftsschocker "Terminator 3" in Deutschland vertreiben, was Einnahmen von etwa 2 Mio. Euro brachte.


Warten auf die Unterschrift

Zurück zu den Handelsumsätzen die in so kurzer Zeit deutlich gestiegen sind. "Wir hoffen, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist", so Finanzvorstand Sturmes gegenüber smartcaps. Er verweist auf Insidererklärungen, die alle Mitarbeiter von VCL unterschrieben hätten und betont gleichzeitig: "Wenn wirklich der Vertragsabschluss in trockenen Tüchern wäre, würden wir das als erstes nach Außen kommunizieren." Ob, und wenn ja wann es nun endlich zur Unterschrift kommt, will Sturmes nicht sagen. Nur soviel: "Bis 1. Februar gehe ich nicht in Urlaub." Die Buschtrommeln werden lauter.


Vielleicht sei es aber auch nur eine Reaktion auf das bevorstehende Aktiensplitting. Die AG will ein Reverse-Split im Verhältnis eins zu drei vornehmen, um an neues Kapital zu kommen. "Die Aufmerksamkeit tut uns zumindest gut."


Branche weiter stark unter Druck

Die VCL Film und Medien AG schlingert so nun schon seit Monaten durch die Untiefen der Film- und Medienbranche. Nach wie vor heißt es, der potenzielle US-Partner sei sehr vorsichtig geworden, nachdem sich der Dollar so schwach entwickelt habe. Zudem sei der europäische und insbesondere deutsche Multimedia-Markt sehr hart geworden.


"Ein großes Medien- und Elektrokaufhaus verkauft DVDs für unter acht Euro", sagt der Finanzvorstand. "Da müssen wir von vornherein schon eine Menge mehr Volumen absetzen, um wieder ein positives operatives Geschäft hinzubekommen." Das aber sei erklärtes Ziel der Filmrechtehändler. Umsetzen wollen die Münchner im kommenden Geschäftsjahr etwa 25 Mio. Euro. Zu anderen Zahlen gibt Sturmes derzeit keine Prognosen ab.


Neue Geschäfte in Sicht

Aber die scheinbar im luftleeren Raum stattfindenden Verhandlungen mit dem Major-Studio seien nicht die einzigen Alternativen für VCL, wieder auf die Beine zu kommen. Beispielsweise weitere Lizenzdeals mit dem Springer-Verlag und Sondervermarktungsgeschäfte in großen Handelsketten und im Lebensmitteleinzelhandel.


Der Aktienkurs des Münchner Unternehmens konsolidiert vor dem Wochenende wieder und liegt nun bei 0,45 Euro. Die VCL-Manager selbst sind jedenfalls weiter zuversichtlich. "Unser Vorsitzender, Datty G. Ruth, hat sein Leben lang gekämpft." Das erinnere Sturmes immer an die legendären Rocky-Filme: Wenn's richtig weh tut, müsse man wieder aufstehen. Eines ist in jedem Fall für Sturmes klar: "Die VCL lebt - und momentan besser als in den Monaten zuvor."


Bildunterschrift:


Kontaktinformationen:
VCL Film + Medien AG
Waldmeisterstraße 72
80935 München
Telefon: (089) 35497-0
[email protected]

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