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Berlin (n-t), 05.02.2004 09:19


KPMG erzielte in Deutschland 923 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2003 - weltweit 12 Milliarden US-Dollar Umsatz

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat in Deutschland im Geschäftsjahr 2003 (1.10.2002 bis 30.09.2003) einen Umsatz von 923 Millionen Euro erzielt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2002 (01.01. bis 30.09.2002) lag der Umsatz bei 763 Millionen Euro. Damit musste KPMG einen Umsatzrückgang von rund sechs Prozent hinnehmen. Harald Wiedmann, Vorstandssprecher von KPMG und europäischer Chairman: „Dafür gibt es zwei Gründe: die unverändert angespannte wirtschaftliche Lage und ein immer restriktiveres regulatorisches Umfeld im Zuge des Sarbanes-Oxley Act.“

Viele Unternehmen hätten im Rahmen von Kostensenkungsmaßnahmen externe Dienstleistungen eingespart und neue Projekte aufgeschoben. Und trotz gestiegener Anforderungen an die Abschlussprüfung, nicht zuletzt durch die komplexen Vorschriften des Sarbanes-Oxley Act, sei am Markt ein deutlicher Preisdruck spürbar. Wiedmann machte deutlich, dass sich KPMG an einem Wettlauf um Mandate zu Dumpingpreisen nicht beteiligt. „Qualität hat ihren Preis“, so der KPMG-Vorstandssprecher.

Erschwerend komme hinzu, dass viele SEC-registrierte Mandanten auch bei der Vergabe von nach dem Sarbanes-Oxley Act zulässigen prüfungsnahen Beratungsleistungen äußerste Zurückhaltung übten. Diese Entwicklung hat KPMG als Abschlussprüfer von mehr als der Hälfte der deutschen SEC-Mandate im Geschäftsjahr 2003 besonders zu spüren bekommen.

Im Kerngeschäft Wirtschaftsprüfung erzielte KPMG in Deutschland im Geschäftsjahr 2003 einen Umsatz von 595,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von 65 Prozent am Gesamtumsatz. Der Geschäftsbereich Steuerberatung (Tax) trug mit 213,4 Millionen Euro zum Umsatz bei und hat sich damit in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet. Der Geschäftsbereich Financial Advisory Services (FAS) erwirtschaftete einen Umsatz von 113,7 Millionen Euro; hier hat sich der drastische Einbruch des Transaktionsmarktes schmerzlich ausgewirkt.

Mandantenbindung und Mittelstandskompetenz - Qualität und Innovation

Gleichwohl gibt es für KPMG gute Gründe, zuversichtlich nach vorne zu blicken. Auch im Geschäftsjahr 2003 hat KPMG namhafte neue Abschlussmandate gewonnen. Dazu zählen zum Beispiel die Dresdner Bank, die Europäische Zentralbank, Union Investment, die Ergo-Versicherungsgruppe, die Gothaer Versicherungsgruppe, Hugo Boss und Pfeiffer Vacuum. Mit stetig zunehmendem Erfolg ist KPMG auch im Bereich des Mittelstands tätig. Gerade die Themen Umstellung auf International Financial Reporting Standards (IFRS), EU-Erweiterung, Finanzierung und Unternehmensnachfolge sind ausgewiesene Kompetenzfelder von KPMG, die den spezifischen Beratungsbedarf vieler Mittelständler haargenau abdecken.

Wiedmann: „International einheitlich hohe Qualitätsmaßstäbe und eine strenge Qualitätskontrolle, fachliche Spezialisierung und Branchen-Know-how sowie Innovation und Kundennähe sind unser Markenzeichen und die Säulen für ein profitables Wachstum im Jahr 2004.“ Auch die von KPMG im Geschäftsjahr 2003 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität und zur Kostensenkung würden dazu ihren Beitrag leisten.

Unabhängigkeitsanforderungen voll erfüllt - „Bogen nicht überspannen“

KPMG hat sich nach der Abspaltung der Consulting-Sparte (in 2002) Anfang 2003 auch vom Bereich „Actuarial Services“ getrennt und damit von rund 70 Mitarbeitern für versicherungsmathematische Beratungs- und Bewertungsleistungen; der mit diesem Schritt verbundene Umsatzverlust beläuft sich auf rund 12 Millionen Euro. Zudem wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2003 die Trennung von der Rechtsanwaltsgesellschaft Beiten Burkhardt vollzogen.

Harald Wiedmann: „Damit hat KPMG die Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act voll und ganz erfüllt. Wir unterstützen jede sinnvolle Maßnahme, die dazu beiträgt, die Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfung zu sichern und so das Vertrauen in geprüfte Abschlüsse zu gewährleisten.“ Er begrüßte die geplante Schaffung einer zweistufigen Enforcement-Einrichtung in Deutschland. Wiedmann: „Die Bundesregierung greift damit unseren Vorschlag nach effektiver Überwachung der Rechtmäßigkeit konkreter Unternehmensabschlüsse und geltender Standards auf.“ Er warnte allerdings mit Nachdruck davor, in Deutschland Wirtschaftsprüfern auch noch die Steuerberatung zu untersagen. Wiedmann: „Man darf den Bogen jetzt nicht überspannen. Es gibt keinen Grund, warum wir in Deutschland über das hinaus gehen sollten, was die US-amerikanische Regierung mit den strengen Vorschriften des Sarbanes-Oxley Act in Kraft gesetzt hat.“ Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass mit einem Verbot der Steuerberatung die Qualität der Abschlussprüfung steige. Das Gegenteil sei der Fall: „Das Wissen um steuerrelevante Bilanzpositionen und das Erkennen steuerlicher Risiken ist ein Muss für jede ordentliche Abschlussprüfung.“

KPMG International: Umsatz von 12 Milliarden US-Dollar

Weltweit verzeichnete KPMG im Geschäftsjahr 2003 einen Umsatz von 12,1 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika wurde ein Umsatz von 6,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Amerika kam auf einen Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar. Den größten Wachstumssprung machte die Region Asien-Pazifik, die um mehr als 25 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar zulegte; der Grund liegt primär im Beitritt der früheren Andersen-Firma Asahi & Co. in Japan zum internationalen KPMG-Verbund im April 2003.


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Tel.: (0 30) 20 68-11 18/ -12 15
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