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Stuttgart (n-t), 17.01.2004 10:47

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Tourismuspolitischer Roundtable mit EU-Beitrittsländern

Als zusätzliche Wachstums- und Beschäftigungschance für das Exportland Baden-Württemberg bezeichnete Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Walter Döring heute die bevorstehende Erweiterung der Europäischen Union um zehn weitere Mitgliedsstaaten. Im Rahmen eines tourismuspolitischen Roundtable-Gespräches mit hochrangigen Vertretern der Beitrittsländer, das heute auf Initiative der baden-württembergischen Landesregierung und der Stuttgarter Messe im Vorfeld der CMT 2004 stattfand, wies der Wirtschaftsminister insbesondere auf die Chancen der baden-württembergischen Wirtschaft beim Ausbau der touristischen Infrastruktur in den Beitrittsländern hin: „ Der Ausbau von Tourismusprojekten liefert für Ausrüster, Dienstleister und Investoren der Tourismusbranche ein erhebliches Potenzial. Aufgrund ihres technologischen Know-hows und ihrer Innovationskraft kann die baden-württembergische Wirtschaft die mitteleuropäische Wirtschaft bei der anstehenden Anpassung und Modernisierung wesentlich unterstützen“, sagte Döring vor Ministern, Staatssekretären und Direktoren der jeweiligen nationalen Touristikämter sowie Vertretern der baden-württembergischen Tourismuswirtschaft in seiner Eröffnungsrede. Die Gäste aus den acht Beitrittsländern, die der Einladung gefolgt waren, stellten anschließend den über 100 Touristikexperten und potenziellen Investoren aus Baden-Württemberg interessante tourismuspolitische Entwicklungsprojekte aus ihren Ländern vor.

„Der Tourismus bietet sowohl für die Beitrittsländer als auch für die bisherigen EU-Mitgliedsländer wirtschaftliche Chancen und Möglichkeiten“, stellte Döring fest. Gerade die
ost- und südosteuropäischen Länder seien nicht nur ein anziehendes Ziel für deutsche Touristen, sondern auch ein ausgesprochen interessanter Quellmarkt für Deutschland und Baden-Württemberg. Bereits jetzt sei Deutschland für Polen und die Tschechische Republik das beliebteste Auslandsreiseziel. „Der EU-Beitritt und der damit steigende Lebensstandard in den Beitrittsländern wird einen weiteren Anstieg der Reisetätigkeit zur Folge haben und unserem Tourismus sowohl im Bereich der Geschäfts- wie auch der Urlaubsreisen positive Impulse bringen“, ist sich Döring sicher.

In Baden-Württemberg bilden derzeit Polen an erster Stelle mit 31.353 Gästen und 107.410 Übernachtungen (Basis 2002) sowie die Tschechische Republik an zweiter Stelle mit 24.692 Gästen und 69.206 Übernachtungen die stärksten Quellmärkte aus den Beitrittsländern, dicht gefolgt von den Ungarn mit 59.006 Übernachtungen. Eine erfreuliche Entwicklung zeigten mit zweistelligen Zuwachsraten in den letzten beiden Jahren auch die baltischen Staaten Estland, Lettland, Litauen, die derzeit gemeinsam rund 28 500 Übernachtungen im Land Baden-Württemberg auf sich vereinen.

Baden-Württemberg nimmt im deutschen Tourismus mit 13,2 Millionen Ankünften und 38, 2 Millionen Übernachtungen (Basis 2002) auf Rang 2 nach Bayern eine führende Rolle ein. Mit seinen 56 Heilbädern und Kurorten ist das Land der führende Bäderstandort in der Bundesrepublik und hat eine besondere Kompetenz im Bereich des Gesundheitstourismus.

Für das Jahr 2020 prognostiziert die Welt-Tourismus-Organisation in ihrer im Jahr 2000 veröffentlichen Studie „Tourismus 2020 Vision“ eine Zunahme der Touristenankünfte weltweit von 457 Millionen (1990) auf 1561 Millionen (2020), das ist ein Wachstum von durchschnittlich 4 Prozent jährlich. Mit prognostizierten 717 Millionen grenzüberschreitenden Touristenankünften 2020 wird für Europa insgesamt zwar eine unterdurchschnittliche Wachstumsrate von drei Prozent erwartet, allerdings wird auch angenommen, dass die Regionen Europas unterschiedlich betroffen sein werden und dass das Wachstum bei den Ankünften im Gebiet Mittel- und Osteuropa größer sein wird als in Westeuropa.

In der Erweiterung der Europäischen Union sieht Döring die historische Chance, das Modell einer offenen, wettbewerbsfähigen, sozialen und toleranten Gesellschaft und Wirtschaftsordnung wieder auf ganz Europa auszudehnen. Seit es eine Perspektive für die Osterweiterung gäbe, also seit Beginn der 90er Jahre, habe sich ein besonders dynamischer Handel zwischen der EU und den beitrittswilligen Ländern entwickelt, wobei dieser positive Trend auch voll auf das exportstarke Baden-Württemberg durchgeschlagen habe, zeigte sich Döring erfreut: „Während unsere Gesamtexporte in den letzten zehn Jahren etwa um neun Prozent jährlich zunahmen, wuchsen die Exporte in die mittel- und osteuropäischen Staaten (MOE- Staaten) im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 17 Prozent pro Jahr. Im Jahr 2003 gingen aus Baden-Württemberg Ausfuhren in Höhe von rund elf Milliarden Euro in die MOE -Länder, was einer Zunahme um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In die zehn Beitrittsländer erfolgten Exporte im Jahr 2003 in Höhe von 7,5 Milliarden Euro. Dies ist eine Steigerung von 7,5 Prozent.“

Die baden-württembergische Landesregierung messe dem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu den MOE- Ländern eine hohe Bedeutung bei, erklärte Döring. Das Wirtschaftsministerium habe daher in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Informationsveranstaltungen bei den baden-württembergischen Unternehmen für ein verstärktes Engagement in den Beitrittsländern geworben. Mit einer Kampagne zur EU-Erweiterung unter dem Motto „Europa wächst zusammen – Fakten und Chancen“ informiert das Wirtschaftsministerium seit 2001 mit zahlreichen Veranstaltungen, einer eigens konzipierten Wanderausstellung und Broschüren und möchte so im Dialog mit den Bürgern Skepsis und Ängsten entgegen wirken.

Über die Gesellschaft für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit Baden-Württemberg (GWZ) bietet das Wirtschaftsministerium auch im Jahr 2004 wieder Messebeteiligungen, Kooperationsbörsen und Technische Symposien im Ausland an. Allein in den EU- Beitrittsländern sind im Jahr 2004 acht Veranstaltungen geplant. So wird der Wirtschaftsminister beispielsweise im Herbst eine Delegationsreise nach Polen, Tschechien und in die Slowakei begleiten. Neben einer offiziellen Beteiligung des Landes Baden-Württemberg an einer Umweltfachmesse in Budapest werden dort auch Kontakt- und Kooperationsbörsen stattfinden. Zudem sind Veranstaltungen in Estland, Lettland und Litauen für Oktober geplant.


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