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München (n-t), 14.01.2004 18:11

Weltpremiere diese Woche in Deutschland:
CARE Technologies präsentiert der Öffentlichkeit die erste vollautomatische Programmiermaschine

Nach acht Jahren Entwicklungszeit und einer halben Million Ingenieurstunden hat die aus Spanien stammende Firma ihr Ziel erreicht. „OlivaNova® Model Execution“ produziert Software auf Knopfdruck. Nach Ansicht von Branchenkennern wird CARE Technologies die Software-Industrie damit dramatisch umwälzen.

Die Idee, dass nicht Menschen, sondern Computer Software schreiben, ist nicht neu. Auf dem Markt erhältliche Systeme wie Rational Rose von IBM oder Together J ermöglichen jedoch nur, anhand eines Modells die Struktur einer Software zu planen. Heraus kam dabei bislang nur ein Programmskelett, das vom Software-Entwickler selbst zum Leben erweckt werden musste. Die Innovation der Programmiermaschine „OlivaNova® Model Execution“ ist die plattformunabhängige und vollständige Transformation von Modellen in funktionierende Software in Java, Visual Basic und demnächst auch in .NET. Weitere Sprachen sind denkbar. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Software auf Windows/ Apple, Unix/Linux oder MainFrame eingesetzt werden soll.

Bevor CARE Technologies mit dieser Entwicklung an die Öffentlichkeit ging, unterzog das spanische Unternehmen, das vor wenigen Tagen seine deutsche Zentrale in München bezog, die Programmiermaschine einer strikten Prüfung. Das renommierte Marktforschungsunternehmen Gartner Group verglich mehrere von der „OlivaNova® Model Execution“ erstellte Programme mit einer Reihe herkömmlich produzierter Software. Auch halbautomatische Codegeneratoren von Wettbewerbern wurden miteinbezogen. Das Ergebnis: Schon der Prototyp von 2001 überzeugte. Als die Benchmark-Studie vor wenigen Monaten wiederholt wurde, war die Programmiermaschine nocheinmal doppelt so schnell. Der gesamte Entwicklungsprozess von der Idee bis zur fertigen Software läuft laut Gartner Group zwölf bis 47 Mal schneller als in den untersuchten Vergleichsfällen ab. Die Programmiermaschine „OlivaNova® Model Execution“ macht aus einem Jahr Software-Entwicklung einen Monat oder gar wenige Tage.

Nach den Worten von Joachim Fischer, Mitglied der Geschäftsleitung von CARE Technologies Deutschland, „ist die Zeit der tagelangen Suche nach Programmfehlern vorbei. Die Fehlerrate sinkt mit der Programmiermaschine auf ein Fünfzehntel, weil der Programmierer nur noch wenige Möglichkeiten hat, Fehler zu machen.“ Laut Fischer werden nur eindeutige Eingaben zugelassen, außerdem finden Plausibilitätsprüfungen statt, bevor der Code erstellt wird. Die Programmiermaschine „OlivaNova® Model Execution“ baut auf der formalen Sprache UML (Unified Modelling Language) auf.
Die ersten Reaktionen von Kunden aus dem Silicon Valley, wo CARE Technologies eine weitere Niederlassung hat, sprechen Bände. „Es sind zu viele Scharlatane in den vergangenen Jahren gewesen, die den Menschen gesagt haben: ‚Ihr braucht nur einen Knopf zu drücken, und das Problem ist gelöst’“, beschreibt Professor Oscar Pastor aus Valencia, geistiger Vater der Programmiermaschine, die Verwunderung bei seinen Gesprächspartnern in den USA. „Wir spüren dort starkes Interesse, weil unser Ansatz unabhängig von bestimmten Technologien funktioniert.“

Microsoft-Gründer Bill Gates sagte vor wenigen Wochen, die Zukunft der Software-Entwicklung liege im Modellieren („model driven software development is the future“). „Diese Zukunft hat bei CARE Technologies begonnen“, freut sich Siegfried Borho, Inhaber von CARE Technologies und elf weiteren Firmen der CHG-Gruppe. Der Hotelier und Bauunternehmer Borho hatte 1995 einer Gruppe von Wissenschaftlern der Polytechnischen Universität von Valencia um Prof. Pastor die Weiterentwicklung der Theorie für die Programmiermaschine finanziert und sich dafür die Vermarktungsrechte gesichert.

Als aus der wissenschaftlichen Arbeit das Spin-off CARE Technologies entstand, gab es bereits die ersten Kunden im eigenen Mutter-Konzern: zur CHG gehören ein Hotel mit 50.000 Übernachtungen, ein Wasserwerk mit 40.000 Kunden, ein Softwarehaus, das 3.700 Apotheken in Spanien versorgt, eine Steuerkanzlei, ein Möbelhaus und ein Golfplatz. Ihr Bedarf: Software für Lagerhaltung, Zimmerreservierungen, Auftragswesen und Abrechnung. All diese Kunden stellten den Härtetest für die Programmiermaschine dar: „Wir suchen heute keine Alpha- oder Beta-Tester mehr, sondern neue, zufriedene Kunden“, schmunzelt Borho. „Wir haben uns für Jahre einen Vorsprung gesichert, den selbst tausend Entwickler nicht wettmachen können“, ergänzt Prof. Pastor.
37 Software-Ingenieure der Firma CARE Technologies und 15 Informatik-Wissenschaftler der Polytechnischen Universität von Valencia arbeiten dennoch an der ständigen Weiterentwicklung. „2010 werden wir vielleicht beim Programmieren mit dem Computer sprechen, um unsere Anforderungen zu formulieren, aber der Ansatz bleibt wohl derselbe.“

Ein prominent besetzter wissenschaftlicher Beirat stellt die „Denkmaschine“ dar, in der Expertenwissen aus aller Welt zusammengetragen wird. Neben Prof. Pastor sind Prof. Henderson-Sellers aus Sidney, Prof. Katrib aus Havanna, Prof. van der Donckt aus Belgien, Prof. Wieringa aus den Niederlanden und Prof. Liddle aus Utah im Beirat. Die nächsten Vorhaben: zunächst wird die Programmiermaschine ab Frühjahr 2004 auch Software für .NET erzeugen können, außerdem soll das Mensch-Maschine-Interface optimiert werden.


Bildunterschrift:
Siegfried Borho und Joachim Fischer

Die Basisforschung für eine „Programmiermaschine“ finanzierte der Unternehmer Siegfried Borho (links) schon vor acht Jahren einer Gruppe von Wissenschaftlern der Polytechnischen Universität von Valencia um Professor Dr. Oscar Pastor. Dafür sicherte sich Borho die Vermarktungsrechte. Zusammen mit Joachim Fischer, Mitglied der Geschäftsleitung von CARE Technologies Deutschland, (rechts) stellte Borho im Januar 2004 das verblüffende Ergebnis der Entwicklungsarbeit der Öffentlichkeit vor.


Kontaktinformationen:
TOPTEXT Medienservice Richard Tigges
Tel.: +49 (89) 55 26 29 53, E-Mail: [email protected]

Mehr Informationen unter www.programmiermaschine.de

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