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Spay (n-t), 13.01.2004 10:17


90 Millionen Euro Rekordumsatz in 2003 - SCHOTTEL fährt mit voller Kraft voraus

Mit einem Rekordergebnis beendete SCHOTTEL das Jahr 2003. Das Unternehmen mit weltweit 550 Mitarbeitern setzte den Trend des Vorjahres fort und erzielte im Neuanlagen- und Servicegeschäft einen Umsatz von 90 Mio. Euro (2002: 81 Mio.). Der Gruppenumsatz stieg somit um 11 %, der Exportanteil lag erneut bei rund 80 Prozent. Der überaus erfreuliche Auftragseingang der letzten 12 Monate in Höhe von 88 Mio. Euro sorgt für einen Auftragsbestand von 42 Mio. Euro für das Jahr 2004. Besonders bemerkenswert sind die jüngsten weltweiten Verkaufserfolge in den Bereichen Schlepperantriebe, Offshore-Versorger, Kreuzfahrtschiffe, Forschungsschiffe, Fähren und Militärschiffe. Zum guten Gesamtergebnis trägt auch der Bereich Service durch eine Vielzahl von Umbauten und Modernisierungen bestehender Anlagen bei. Damit fährt SCHOTTEL mit voller Kraft voraus in das Jahr 2004.

Die Tatsache, dass von 470 Mitarbeitern in Deutschland rund 50 Ingenieure allein im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sind, unterstreiche das Ziel, „technisch immer an der ersten Stelle zu stehen“, betont Dipl.-Kfm. Dietrich W. Bork, Geschäftsführender Gesellschafter. Gemeinsam mit ihm steht jetzt Dipl.-Ing. Jost Körte an der Spitze der SCHOTTEL-Unternehmensgruppe..

Der SCHOTTEL Twin-Propeller (STP) – die wirkungsgradoptimierte Variante des klassischen Ruderpropellers – gehört heute zu den erfolgreichsten SCHOTTEL-Produkten für Schiffe aller Art und Größe. Dazu gehören moderne Flusskreuzfahrer auf den europäischen Strömen ebenso wie Offshore-Versorger auf den Weltmeeren. Die Technologie des Twin-Propellers, bei dem sich zwei Propeller auf einer Welle in gleicher Richtung drehen und Schub erzeugen, stand auch Pate für den Siemens-SCHOTTEL Propulsor (SSP) mit Leistungen bis 20 MW. Dieser Podantrieb ist z.B. für seegehende Fähren, Versorger, Tanker und Containerschiffe konzipiert und bewährt sich auf RoPax-Fähren der TT-Line, Chemikalientankern der schwedischen Donsötank Reederi und Schwerlasttransportern der Chinese Ocean Shipping Company (COSCO).

Ein „kleinerer Bruder“ dieses Antriebs ist eine komplette Eigenentwicklung, mit der die Spayer Ingenieure dem Trend nach elektrischen Schifffahrtsantrieben bis etwa 5 MW Leistung gerecht werden. Mit zwei dieser SCHOTTEL Electric Propulsoren vom Typ SEP 2 wird zur Zeit ein Mehrzweckschiff ausgerüstet, das ab 2004 in der Ostsee zur Schadstoffunfallbekämpfung und als Eisbrecher eingesetzt werden wird. Die Kraft hierzu verleihen die beiden je 1850 kW starken Hauptantriebe; herausragende Manövriereigenschaften erhält das im Auftrag der Bundesanstalt für Wasserbau gebaute Schiff darüber hinaus durch einen SCHOTTEL Pump-Jet Typ SPJ 220 mit 1000 kW Leistung im Bug. Auch die MARIA S. MERIAN, ein neues deutsches Forschungsschiff mit Eisklasse GL-E 4, erhält zwei SEP 2 (2 x 2,1 MW max.) als Hauptantriebe sowie einen Pump-Jet Typ SPJ 320 (max. 2 200 kW). Das Landungsdockschiff LPD-2 JOHAN DE WITT der Königlichen Niederländischen Marine wird mit zwei SEP 5 (je 5,5 MW) als Hauptantriebe ausgerüstet.

Auf der Kombination der technischen und wirtschaftlichen Hauptkriterien von mechanischen Ruderpropellern auf der einen und Pod-Antrieben auf der anderen Seite basiert ein neues Konzept, das die SCHOTTEL-Ingenieure jetzt entwickelt haben. Im Gegensatz zum Pod-Antrieb mit Elektromotor in der Unterwassergondel, ist beim neuen SCHOTTEL Combi Drive (SCD) der E-Motor vertikal in das Tragrohr des Ruderpropellers integriert. Durch die vertikale Anordnung des Elektromotors ist das Konzept vergleichbar mit einem Ruderpropeller mit vertikalem Krafteingang (L-Anlage). Da zudem weder Oberwassergetriebe noch Gelenkwelle erforderlich sind, ist die Anlage extrem kompakt und aus Sicht der Werft einfach und sehr platzsparend im Schiff zu installieren. Dieser geringe Platzbedarf ist besonders vorteilhaft z.B. für Offshore-Versorger mit begrenzter Raumhöhe im Heck. Weitere potentielle Anwendungen sind RoPax- und Doppelendfähren, Tanker, Containerschiffe und Yachten.

Der neue elektromechanische SCHOTTTEL Combi Drive basiert auf den erfolgreichen Ruderpropeller-Typen SRP 1515, SRP 2020 und SRP 3030 mit ihren bewährten mechanischen Komponenten und deckt den Leistungsbereich von 1900 bis 3800 kW bei Propellerdurchmessern von 2500 bis 3500 mm ab. Die Azimuth-Steuerung kann wahlweise über Hydraulik- oder Elektromotoren erfolgen. Der neue Antrieb wird als Druck-Propeller mit Düse und als Twin-Propeller-Version verfügbar sein.

Der Erweiterung der traditionellen SCHOTTEL-Produktpalette durch elektrische Antriebssysteme im Megawatt-Bereich und durch moderne Verstellpropelleranlagen war der Ausbau eines geeigneten Produktionsstandortes an der Ostseeküste voraus gegangen. Rund 20 Mio. Euro investierte das Unternehmen in die Modernisierung und die Schaffung neuer Kapazitäten auf dem Gelände der ehemaligen Wismarer Propeller- und Maschinenbau GmbH. Die Entscheidung für den Standort Wismar erwies sich als goldrichtig; denn mit den neuen Produkten erschloss sich SCHOTTEL neue Anwendungsbereiche und stärkte zugleich seine Position auf den internationalen Märkten.

Fast 30 Ruderpropeller- bzw. SEP-Anlagen mit weit über 2000 kW Leistung pro Antrieb wurden in 2003 bei der SCHOTTEL-Antriebstechnik GmbH gebaut. Das Schwesterunternehmen SCHOTTEL-Schiffsmaschinen GmbH hat u.a. Verstellpropelleranlagen mit einer Leistung von je 25 MW für zwei aus einer Serie von zehn ex NORASIA Containerschiffen entwickelt und geliefert. Mit dem Ergebnis hat die SCHOTTEL-Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auch auf diesem Gebiet für die steigenden Anforderungen des Weltmarktes gerüstet ist.

Gleiches gilt für das Team der 100prozentigen Tochtergesellschaft SUZHOU SCHOTTEL PROPULSION CO. LTD. in der Volksrepublik China. Die dort gefertigten Ruderpropeller und Querstrahlanlagen im kleineren Leistungsbereich sowie Komponenten für größere Anlagen entsprechen in jeder Hinsicht dem SCHOTTEL-Standard.

Neben den Gesellschaften in Wismar, der Niederlassung SCHOTTEL-Hamburg sowie der Tochter in China verfügt die Unternehmensgruppe über eigene Auslandsgesellschaften in Holland, Frankreich, Italien, Amerika und Brasilien sowie Vertretungen in allen bedeutenden Schifffahrtszentren. Dadurch sind Kundennähe und schneller Service sichergestellt.


Bildunterschrift:

Optimistisch in die Zukunft der SCHOTTEL-Gruppe blicken Dipl.-Kfm. Dietrich W. Bork, Geschäftsführender Gesellschafter (links), und Dipl.-Ing. Jost Körte, Geschäftsführer.


Kontaktinformationen:
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