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Erlangen (n-t), 22.12.2003 10:14

Ernährungstherapie für kürzere Liegezeiten und reduzierte Mortalität / Einfach ungesättigte Fettsäuren für weniger oxidativen Stress / Dreikammerbeutel für Sicherheit und Flexibilität
Olivenöl in der parenteralen Ernährung: Vorteile der mediterranen Kost auch für Mangelernährte

Erlangen, 10. August 2003 - Die physiologischen Vorteile des Olivenöls können und sollten auch parenteral ernährten Patienten zu Gute kommen. Da eine unzureichende Nahrungszufuhr bzw. eine manifeste Mangelernährung Morbidität und Mortalität signifikant erhöhen, sollten – auch in ökonomischer Hinsicht – alle Möglichkeiten einer Ernährungstherapie ausgeschöpft werden, fordern Experten. Mit OliClinomel, dem ersten Dreikammerbeutel mit einer Fettemulsion auf Olivenölbasis, steht eine neue Option, Mangelernährung effektiv zu begegnen, zur Verfügung. Das geschlossene System gewährleistet Sicherheit, Effektivität und, dank verschiedener Konzentrationen und Beutelgrößen, ein Höchstmaß an Flexibilität.

Durch Mangelernährung entstehen vor allem im klinischen Bereich besondere Herausforderungen. Dr. Matthias Pirlich vom Universitätsklinikum Charité, Berlin: „Die klinische Bedeutung einer Mangelernährung ergibt sich aus einem erhöhten Risiko für einen schlechten Krankheitsverlauf bezüglich vermehrter Komplikationen und einer erhöhten Sterblichkeit.“1 Erste Ergebnisse einer Pilotstudie, die in Kooperation mit dem Krankenhaus Zehlendorf 1999 begonnen wurde, liegen jetzt vor. Von bislang 300 im Zeitraum von zwei Jahren nachbeobachteten Patienten, wiesen die anfänglich Mangelernährten auch nach der Entlassung eine deutlich höhere Mortalität auf als anfänglich gut Ernährte – sie lag in dieser Gruppe nahezu viermal höher. Hier sind auch die ökonomischen Konsequenzen zu berücksichtigen: „Bei Patienten mit Mangelernährung müssen unabhängig von der Grunderkrankung bis zu doppelt so hohe Behandlungskosten wie bei gut ernährten Patienten aufgewendet werden.1



Olivenöl vereinigt eine Reihe physiologischer Vorteile. Neben ihrer kardioprotektiven Wirkung sind die LDL-Cholesterin-senkenden Monoensäuren weniger anfällig für oxidative Veränderungen. Dr. Ursel Wahrburg, Ökotrophologin: “In der parenteralen Ernährung hat Olivenöl primär aufgrund seines hohen Ölsäuregehaltes Bedeutung erlangt. Dies ist vor dem metabolischen Hintergrund zu sehen, dass sich nach intravenöser Zufuhr polyensäurereicher Öle verschiedene unerwünschte Auswirkungen gezeigt haben, allen voran eine vermehrte Lipidperoxidation, eine immunsuppressive Wirkung sowie eine unausgewogene Eicosanoidsynthese.“2 Die Reduzierung der Polyensäuren in der parenteralen Ernährung ist deshalb empfehlenswert. Eine Fettemulsion auf Olivenölbasis führt zu ernährungsphysiologischen und metabolischen Vorteilen und gewährt gleichzeitig eine ausreichende Deckung des Bedarfs an essentiellen Fettsäuren.



Bei der Zubereitung und Applikation parenteraler Arzneimittel kommt es häufig zu Medikationsfehlern. Eine in Heidelberg durchgeführte Untersuchung zeigt, dass Herstellerhinweise zum ordnungsgemäßen Gebrauch der Arzneimittel und die von den Krankenhäusern selbst vorgegebenen Qualitätsstandards nicht in ausreichendem Maße befolgt werden. Dr. Torsten Hoppe-Tichy, Pharmazeut der Universitätsklinik Heidelberg: „Deshalb sind Fehlerdokumentationen und Schulungen des Stationspersonals anzuraten. Krankenhausapotheker können aber insbesondere auch durch sogenannte „ready-to-use Produkte“ auf die Fehlerrate auf den Stationen Einfluss nehmen. Die Vorteile liegen in der Reduzierung risikoreicher Prozesse in der Zubereitung und in der Aseptik“3. Auch hinsichtlich des flexiblen Einsatzes für individuelle Bedürfnisse verfügen sie über enorme Vorteile: „Nicht zuletzt sind die Mehrkammersysteme in der parenteralen Ernährung durch das Angebot verschiedener Formulierungen bei 80 Prozent der Intensivpatienten und 90 Prozent aller Krankenhauspatienten einsetzbar. Konsequenzen sind ein geringerer Zeiteinsatz für das Personal auf den Stationen und – laut ersten pharmaökonomischen Analysen – Kosteneinsparungen für das Krankenhaus.“3



Der Kostenaspekt kommt aber noch in einem anderen Zusammenhang zum Tragen. Professor Arved Weimann vom Städtischen Klinikum St. Georg in Leipzig: „Am Beispiel der Chirurgie kann die Korrelation von Liegezeiten und Ernährungstherapie gut nachvollzogen werden, da hier die Bedeutung des Ernährungsstatus für die postoperative Morbidität und Letalität bei verschiedenen Krankheitsbildern gezeigt werden konnte.“4 Eine Ernährungstherapie solle eingesetzt werden, wenn der anfängliche Ernährungsstatus oder ein protrahierter Verlauf der Rekonvaleszenz ein länger anhaltendes Kaloriendefizit erwarten lassen. Weimann bezog sich dabei auch auf die aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernähungsmedizin. Für deren Umsetzung sei aber die rechtzeitige Diagnose der Mangelernährung wichtig: „Entscheidend bleibt hierbei, diese Patienten rechtzeitig zu erkennen, um frühzeitig mit der adäquaten Ernährungstherapie beginnen zu können.“4



1 Pirlich, Mangelernährung bei Klinikpatienten

2Wahrburg, Olivenöl: Physiologische Vorteile und Einsatzmöglichkeiten in der parenteralen Ernährung

3 Hoppe-Tichy, Zwei- und Dreikammerbeutel: Sicherheit und Flexibilität mit geschlossenen Systemen

4Weimann, Je früher desto besser – Korrelation von Liegezeit und Ernährungstherapie



Alle Vorträge gehalten beim Baxter-Pressegespräch „Olivenöl – Das Multitalent beweist sich auch in der parenteralen Ernährung“, 19. Juni 2003, Berlin, anlässlich des Hauptstadtkongresses Intensivmedizin und Anästhesiologie.







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