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Kassel, 13.09. 2007 08:35

Beeindruckende Energie-Kompetenz: E.ON-Vorstandsmitglied Johannes Teyssen referierte bei E.ON Mitte
Spannende Einblicke in die Energiewirtschaft

Was haben die derzeit hohen Tortillapreise in Mexiko mit dem Thema Bioenergie zu tun? Sachkundige Antworten auf Fragen dieser Art gab Johannes Teyssen Chief Operating Officer der E.ON AG in einem spannenden Vortrag in der Unternehmensleitung von E.ON Mitte. In seinem Referat mit dem Titel „Energie zu welchem Preis“ vermittelte Teyssen den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien, welch mannigfaltige Faktoren den Preis für Energie bestimmen und wie nah miteinander verbunden scheinbar weit auseinander liegendes ist.

Von den erhöhten Tortillapreisen, die steigen, weil Mais zunehmend als Biokraftstoff angebaut wird und das Angebot an essbarem Mais sinkt, leitete Teyssen zur Bio-Nation Deutschland über. Nach Ansicht des Energie-Experten hat sich die deutsche Politik seit langem stark auf die Themen Verbraucherschutz und Klimaschutz konzentriert und dabei die industriepolitische Perspektive aus dem Blick verloren. Die Frage, der sich die deutsche Politik intensiv widmen müsse, sei: „Wollen wir die Energiebranche als Industriezweig zerschlagen oder bewahren?“ Viele politische Initiativen deuten nach Ansicht von Teyssen darauf hin, dass das Letztere der Fall ist, beispielsweise die Vorstöße zur Preisregulierung. Eine solche Art der Regulierung bewirke jedoch das Gegenteil von dem, was beabsichtigt sei: Teyssen: „Preiszementierungen verhindern den freien Wettbewerb, sie verhindern Investitionen und das Entstehen von Konkurrenzstrukturen.“ So müssten Einsteiger in den Energiemarkt mit neuen, nicht abgeschriebenen Kraftwerken und damit höheren Kosten kalkulieren.

Darüber hinaus verdeutlichte Teyssen, wie der Staat nicht nur als Preiszementierer, sondern seit dem Beginn der Liberalisierung auch als Preistreiber wirkt. „Der Grund für die teure Energie ist in erster Linie Vater Staat“, so Teyssen, der auf den „Rekord“ Deutschlands verwies, das als Nation mit 40 Prozent Staatsanteil im Strompreis als Spitzenreiter im europäischen Vergleich fungiert. „Netto ist der Strompreis seit 1998 um vier Prozent gesunken, Steuern und Abgaben sind im gleichen Zeitraum um 93 Prozent gestiegen.“

Auch die weiteren Preisfaktoren behandelte Teyssen ausführlich: Einpreisung der Kosten für CO2-Zertifikate, Abhängigkeit vom internationalen Rohstoffmarkt und Zunahme der Weltbevölkerung im Zusammenhang mit einer abnehmenden Erzeugungskapazität wurden als Hauptfaktoren identifiziert.

Vor diesem Hintergrund entfaltete Teyssen abschließend einen Ausblick, wie der E.ON-Konzern sich den schwierigen Herausforderungen unter Berücksichtigung sowohl der ökonomischen als auch der ökologischen Aspekte stellt. So investiert E.ON in den kommenden drei Jahren 60 Milliarden Euro in Erzeugung und Infrastruktur sowie zusätzlich sieben Milliarden in regenerative Energien. „E.ON wird seiner ökologischen Verantwortung nachkommen und die spezifischen CO2-Emissionen in den nächsten 25 Jahren um 50 Prozent reduzieren.“ Aus der Sicht von E.ON gelte aber auch: „Die ambitionierten klimapolitischen Ziele lassen sich ohne die Atomkraft nicht verwirklichen.“ Da der Bau von neuen Kernkraftwerken in Deutschland zurzeit nicht genehmigt wird, werde E.ON diese im europäischen Ausland bauen. rs


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