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Berlin, 06.01. 2005 13:26

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direct/BÄK: Verbesserte Rahmenbedingungen für Rehabilitationsmedizin

Verbesserte Rahmenbedingungen für Rehabilitationsmedizin
"Die Rehabilitationsmedizin hat sich in Deutschland in den letzten Jahren stark weiterentwickelt", konstatierte heute Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner von der Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation an der Medizinischen Hochschule Hannover auf dem 29. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin.


Ursächlich dafür seien die verbesserten Rahmenbedingungen in Deutschland, so dass inzwischen ein umfangreiches - wenn auch nicht in allen Indikationsgebieten flächendeckendes - differenziertes Angebot zur medizinischen Rehabilitation zur Verfügung stehe. Neu ist vor allem, dass bereits im Akutkrankenhaus eine fachübergreifende Frührehabilitation angeboten wird. Hierzu wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Modellprojekten vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Nach dem SGB IX sollten diese nun flächendeckend eingeführt werden, erklärte Dr. Jean-Jacques Glaesener, Leitender Arzt der Abteilung für Fachübergreifende Frührehabilitation und Physikalische Medizin am Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in Hamburg.

Auch die Aufnahme der Rehabilitation in die Pflichtlehre des Medizinstudiums durch die neue Approbationsordnung sowie die Verbesserung der Weiterbildung auf dem Gebiet der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin durch die Entscheidung des 106. Deutschen Ärztetages für eine fachübergreifende Rehabilitationsmedizin hätten zur Stärkung der Rehabilitationsmedizin beigetragen.

Klare Standards und Qualitätskriterien von der funktionellen Therapie bis hin zu medikamentösen Maßnahmen würden insbesondere bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall eine lückenlose Behandlung der Patienten gewährleisten. "Auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation ist die geforderte geschlossene Rehabilitationskette heute bereits weitgehend verwirklicht", sagte Gutenbrunner.

Vor allem die Zunahme chronischer Erkrankungen erfordert eine flexible Ausgestaltung der Rehabilitation. "Aus dem steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung, der Verlängerung der Lebensarbeitszeit und einem gewandelten Anforderungsspektrum in der Arbeitswelt resultiert nicht nur ein wachsender, sondern auch ein veränderter Bedarf an Leistungen zur medizinischen Rehabilitation", sagte Dr. Christiane Korsukéwitz, leitende Ärztin der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin. Die Rehabilitation richte sich seit neuestem zudem darauf aus, die Chronifizierung von Erkrankungen, beispielsweise von Schmerzerkrankungen, zu verhindern, erläuterte Gutenbrunner.

Aufgabe der Rehabilitationsmedizin ist es, die Folgen von chronischen Erkrankungen und dauerhaften Schäden zu minimieren und den Betroffenen zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensqualität zu verhelfen. Demgemäß hat die Rehabilitation auch im Bereich der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte eine zunehmende Bedeutung gewonnen. Beispielsweise bei der Nachbehandlung von Hüftgelenksoperationen wird die Rehabilitation heute bereits zu einem großen Teil von niedergelassenen Fachärzten geleistet.


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