Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)
GDL - Ganztägige Streiks ab Donnerstag möglich
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat heute bis 13 Uhr kein Angebot von der Deutschen Bahn zur Entschärfung des Tarifkonflikts erhalten. Damit ist das Ultimatum abgelaufen und der Bahnvorstand zwingt die GDL wieder zu Arbeitskämpfen.
Die Streiks könnten am 11. 12., 15. und 16. Oktober 2007 im Nahverkehr stattfinden. Das hat der GDL-Hauptvorstand heute in Königswinter/Thomasberg beschlossen. Die Arbeitskämpfe werden nicht mehr – wie bisher – nur drei Stunden, sondern den ganzen Tag dauern. „Wir werden die Streiks jedoch in den späten Nachmittagsstunden vor einem Streiktag ankündigen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell.
Der GDL-Hauptvorstand fordert den Bahnchef indes auf, die rechtsmissbräuchlichen Maßnahmen, wie Abmahnungen und Kündigungen, bei den legalen Streiks zu unterlassen. „Es ist unerträglich, wie der Arbeitgeber versucht, unsere Mitglieder einzuschüchtern und sie von den berechtigten Streiks abzuhalten“, so der GDL-Bundesvorsitzende.
Das Arbeitsgericht Chemnitz hat der GDL am 5. Oktober 2007 Streiks im Güter- und Fernverkehr untersagt. Nach Prüfung der Urteilsbegründung wird die GDL entscheiden, ob sie Berufung einlegt. Die Begründung liegt der GDL zurzeit noch nicht vor.
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