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München, 22.06. 2005 09:48

Gemeinsame Presseerklärung
Verträge zur hausarztbasierten Versorgung geschlossen

Nach langen und intensiven Beratungen haben die AOK Bayern und der Bayerische Hausärzteverband am Freitag (17. Juni) Verträge für eine verbesserte Patientenversorgung in Bayern unterschrieben. Auf der Basis der wiederholt von beiden Seiten betonten traditionell guten kooperativen und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Hausärzteverband und der AOK Bayern der letzten Jahre konnten die anstehenden Probleme einvernehmlich gelöst werden. Der Fortsetzung der bisherigen intensiven und engen Vertragspartnerschaft steht somit nichts mehr entgegen.

Diese Verträge zur so genannten „Hausarztbasierten Versorgung“ regeln auf gesetzlicher Grundlage die zur Einführung und Umsetzung einer hausarztbasierten Integrierten Versorgung notwendigen Voraussetzungen und Instrumente.

Die Vertragspartner sind sich einig darin, dass die hausärztliche Versorgung einen unverzichtbaren Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems darstellt. Für zahlreiche Patientenprobleme bedeutet der Weg über den Hausarzt die beste und effektivste Form des Umgangs mit einer Erkrankung. Die AOK Bayern und der Bayerische Hausärzteverband sehen im Hausarzt für die Versicherten, die eine entsprechende Versorgungsform wählen, den zentralen Koordinator und Begleiter der Versicherten.

Einig sind sich die Vertragspartner auch darin, dass die Versicherten aktiv in die Behandlungsabläufe einzubinden sind; hierbei ist ihnen insbesondere durch den Hausarzt eine Hilfestellung für ein eigenverantwortliches und gesundheitsbewusstes Verhalten bei gleichzeitigem Angebot geeigneter präventiver Maßnahmen zu geben.

-br> Das zentrale Element der Hausarztbasierten Integrierten Versorgung ist die Koordinierungs- und Steuerungsfunktion der ärztlichen und veranlassten Leistungen durch den Hausarzt. Diese wird dadurch gewährleistet, dass sich die freiwillig teilnehmenden Versicherten verpflichten, ambulante fachärztliche Leistungen nur auf Überweisung des von ihnen gewählten Hausarztes in Anspruch zu nehmen. Beitreten kann jeder Versicherte ab dem 18. Lebensjahr.p> Die an der Versorgung nach diesem Vertrag teilnehmenden Hausärzte verpflichten sich zu einer qualitätsgesicherten Versorgung der Versicherten. Insbesondere übernehmen die beteiligten Hausärzte die Gewähr dafür, dass sie die organisatorischen, betriebswirtschaftlichen sowie die medizinischen und medizintechnischen Voraussetzungen für die Hausarztbasierte Integrierte Versorgung entsprechend dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und des medizinischen Fortschritts erfüllen.

Für den Patienten soll insbesondere erreicht werden, dass die Patientenzuwendung verbessert wird und sich die Versicherten bei von ihnen in Anspruch genommenen Leistungserbringern, insbesondere bei ihrem Hausarzt, gut aufgehoben fühlen. Die Erweiterung der bestehenden Präventionsuntersuchungen insbesondere durch die jährliche Wiederholungsmöglichkeit sowie eine Verbesserung der hausärztlichen Betreuung vor einer Aufnahme in ein und nach Entlassung aus einem Krankenhaus, stellen die ersten inhaltlichen Schritte dar. Dies wird auch zu einer intensivierten, engeren Kooperation mit den Krankenhäusern im Sinne der Integrierten Versorgung führen.

In der Zeit begrenzter finanzieller Mittel ist es auch Ziel dieses Vertrages, dort sinnvolle Einsparungen zu erzielen, wo dies ohne Qualitätseinbußen möglich ist.

Mit diesem Vertragsabschluss haben beide Vertragspartner einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der jetzigen und Sicherung der zukünftigen flächendeckenden hausärztlichen Versorgung der Bevölkerung Bayerns beigetragen.

Der Bayerische Hausärzteverband mit Sitz und Geschäftsstelle in München ist mit seinen jetzt über 5000 Mitgliedern der mitgliederstärkste hausärztliche Berufsverband Deutschlands. Er vertritt politisch die Fachärzte für Allgemein- und Innere Medizin sowie die praktischen Ärzte. Der Verband ist regional in acht Bezirke (analog den Regierungsbezirken zzgl. München) gegliedert.

Die AOK Bayern ist die größte Krankenkasse im Freistaat. In über 200 Geschäftsstellen betreuen rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 4,3 Millionen Versicherte. Der Haushalt der AOK Bayern beträgt über zehn Milliarden Euro jährlich.


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