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Düsseldorf, 20.03. 2006 10:41

Nachwachsende Rohstoffe als Alternativen zur Petrochemie
Degussa BioRenewables Days

Bis zu acht Prozent ihres Bedarfs an Ausgangsstoffen deckt die chemische Industrie bereits heute mit nachwachsenden Rohstoffen. Wie sich dieser Anteil weiter steigern lässt und welche technologischen Werkzeuge dazu entwickelt werden müssen, ist Thema der heute in Marl stattfindenden BioRenewables Days der Degussa AG, Düsseldorf. 150 in- und ausländische Experten aus Politik, Industrie und Hochschule werden eineinhalb Tage lang über Perspektiven von Biorohstoffen in der Chemieproduktion diskutieren.

„Die Umstellung von fossilen Ausgangsstoffen auf nachwachsende Rohstoffe ist eine der größten Herausforderungen der nächsten 50 Jahre“, sagte Dr. Alfred Oberholz, im Degussa Vorstand für Forschung und Entwicklung verantwortlich. „Gewinnen werden diejenigen Unternehmen und Volkswirtschaften, die rechtzeitig Alternativen zur fossil-basierten Ökonomie entwickeln und Technologien zur Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen vorantreiben.“

Im Mittelpunkt der BioRenewables Days stehen der industrielle Einsatz von Biorohstoffen unter verfahrenstechnischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie natürliche Öle und Fette als Ausgangsstoffe unter anderem für Kosmetika. Dritter Schwerpunkt sind neue Entwicklungen in der Weißen Biotechnologie – angefangen von Enzymen und Mikroorganismen, die Rohstoffe wie Zucker oder Stärke in wertvolle chemische Bausteine verwandeln, bis hin zu so genannten Bioraffinerien. Diese nutzen die gesamte Biomasse nachwachsender Rohstoffe und setzen sie vollständig zu Chemikalien, Werkstoffen sowie Brenn- und Kraftstoffen um.

Inhaltlich knüpfen die BioRenewables Days an die Arbeiten des neuen Science-to-Business-Centers Bio an, das Degussa zum 1. Januar 2006 in Marl gestartet hat. Der Konzern investiert in den nächsten fünf Jahren 50 Mio. Euro, um gemeinsam mit Hochschulen und Industriepartnern neue biotechnologische Produkte und Verfahren zu entwickeln, die ganz überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Auch die NRW-Landesregierung unterstützt diese Aktivitäten von Degussa in der Weißen Biotechnologie im Rahmen einer Public Private Partnership.

Die rund 60 Mitarbeiter des Centers setzen den Schwerpunkt zwar auf biotechnologische Verfahren, suchen jedoch auch nach Wegen, um Biorohstoffe in klassischen chemischen Prozessen einsetzen zu können. In beiden Disziplinen können sie auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen, da Degussa schon heute über eine ganze Reihe von Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe verfügt. Dazu gehören unter anderem fermentativ hergestellte Aminosäuren, aber auch das Kraftstoffadditiv ETBE, das der Geschäftsbereich C4-Chemistry seit Herbst 2005 am Standort Marl mit einer Kapazität von 250.000 Tonnen pro Jahr aus Bioethanol und Isobuten herstellt.

„Für den vermehrten Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen brauchen wir jedoch nicht nur einen großen Methodenpool, sondern auch einen leistungsfähigen Forschungsverbund“, so Oberholz. „Alle Akteure müssen eng zusammenarbeiten – Chemiker, Biologen und Verfahrenstechniker, Hochschulen, Politik und Industrie. Das ist der Grundgedanke unseres Science-to-Business-Konzepts, den wir auch mit den Degussa BioRenewables Days konsequent umsetzen.“


Als weltweite Nummer Eins in der Spezialchemie schafft Degussa mit innovativen Produkten und Systemlösungen Unverzichtbares für den Erfolg ihrer Kunden. Dies fassen wir in dem Anspruch „creating essentials“ zusammen. Im Geschäftsjahr 2005 erwirtschafteten rund 44.000 Mitarbeiter weltweit einen Umsatz von 11,8 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 940 Mio. Euro.


Kontaktinformationen:
Hannelore Gantzer
Pressesprecherin
+49-211-65 041-368
Degussa AG
Postfach 30 20 43
40402 Düsseldorf
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