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München, 22.02. 2007 10:02


MAN Gruppe: 2006 war das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte

* Operatives Ergebnis 1 105 Mio € (Vorjahr: 674 Mio €)
* Umsatzrendite ROS 8,5 % (5,9 %)
* Kapitalrendite ROCE 28,0 % (19,1 %)
* Dividende 1,50 € (1,35 €) + Bonus 0,50 €
* Initiative zur Konsolidierung in der Nutzfahrzeugbranche
* Neue Werke in Polen, Indien und Mexiko
* Großauftrag über 833 Mio € aus Trinidad und Tobago
* 2007: Fortsetzung des Wachstums – Umsatzplus über 5 %, ROS: 9,0 %


Mit dem besten Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte hat die MAN Gruppe das Geschäftsjahr 2006 abgeschlossen. Das operative Ergebnis stieg kräftig auf den Rekordwert von 1 105 Mio € (Vorjahr: 674 Mio €). Die Umsatzrendite (ROS) kletterte von 5,9 % auf 8,5 %, die Kapitalrendite ROCE von 19,1 % auf 28,0 %. Auftragseingang (+16 %) und Umsatz (+15 %) legten ebenfalls noch einmal deutlich zu, auch die Zahl der Mitarbeiter wurde angehoben. Zu der hervorragenden Geschäftsentwicklung haben sowohl die weltweit erhöhte Nachfrage nach Transportleistungen und der steigende Energiebedarf als auch interne Maßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft beigetragen. Das positive Ergebnis zahlt sich auch für die Aktionäre aus: Der Hauptversammlung am 10. Mai 2007 soll zusätzlich zur Dividendenerhöhung auf 1,50 € (1,35 €) ein Bonus in Höhe von 0,50 € vorgeschlagen werden.



„Die MAN Gruppe geht gestärkt in die Zukunft. Wir haben eine gute Balance zwischen Wachstum und steigendem Ergebnis gefunden“, sagte Vorstandsvorsitzender Håkan Samuelsson anlässlich der Vorstellung der Jahresergebnisse: „Alle Bereiche sind gut aufgestellt und haben zur sehr positiven Entwicklung der MAN Gruppe beigetragen. Im Lkw-Geschäft erreichten wir 2006 eine Umsatzrendite von gut 9 %. Wir haben wichtige Schritte zur Fokussierung von MAN auf wachstumsstarke Bereiche des „Transport-related Engineering“ getan. Bei unserem zurückgezogenen Angebot für den Zusammenschluss mit Scania wurde die industrielle Logik unseres Konzeptes anerkannt und wir sind nun offen für einvernehmliche Lösungen. Wir werden den eingeschlagenen Weg fortsetzen unsere Bereiche zu stärken, um den Unternehmenswert der MAN Gruppe weiter zu erhöhen.“



Mit einem Auftragseingang in Höhe von 16,6 Mrd € wurde der Vorjahreswert (14,3 Mrd €, vergleichbar ohne Drucksysteme und Stahlgeschäft) um 16 % übertroffen. Die MAN Gruppe hat 2006 mit 2,2 Mrd € wie im Vorjahr (2,8 Mrd €) ein außergewöhnlich hohes Volumen an Großaufträgen erhalten. Zwei Beispiele: Nachdem MAN Nutzfahrzeuge im Vorjahr die 1. Tranche eines Auftrags des britischen Verteidigungsministerium (MoD) über 1,4 Mrd € abschließen konnte, wurde 2006 eine 2. Tranche über weitere 262 Mio € vergeben. MAN Ferrostaal erhielt zum Jahresende einen Auftrag zur Errichtung eines petrochemischen Komplexes zur Produktion von Ammoniak, Urea-Ammoniumnitrat und Melamin (AUM-Anlage) aus Trinidad und Tobago über 833 Mio €. Im laufenden Geschäft ohne Großaufträge verzeichnete die MAN Gruppe gegenüber 2005 ein Auftragsplus von 24 %.



Der Umsatz legte um 15 % auf 13,0 Mrd € zu. Alle Produktionskapazitäten waren 2006 voll ausgelastet. Aus diesem Grund konnte die Umsatzentwicklung nicht mit dem hohem Auftragseingangsvolumen Schritt halten. Der Auftragsbestand stieg auf einen neuen Rekordwert von 11,3 Mrd € (Vorjahr 8,5 Mrd €).



Am 31. Dezember beschäftigte die MAN Gruppe 50 290 Mitarbeiter. Wir haben 2006 im Zuge unseres Wachstums 1 546 neue Arbeitsplätze geschaffen. Um die Flexibilität der Beschäftigung angesichts der stark gesteigerten Produktion zu sichern, wurde zusätzlich eine erhöhte Zahl von Leiharbeitnehmern eingestellt. Zum Jahresende waren in der MAN Gruppe 3 425 Leiharbeitnehmer beschäftigt; 1 174 mehr als ein Jahr zuvor.



Die MAN Gruppe hat im abgelaufenen Jahr Portfoliobereinigungen mit einem Umsatzvolumen von 3,1 Mrd € vorgenommen. Die Druckmaschinensparte wurde an die Allianz Capital Partners (ACP) veräußert. Die MAN AG ist nach dem Verkauf noch mit 35 % beteiligt. MAN Ferrostaal hat das Stahlgeschäft neu strukturiert, es soll im Laufe des Jahres 2007 veräußert werden. Außerdem wurden die MAN TAKRAF Fördertechnik und mehrere Randaktivitäten verkauft. Zusammen mit den 2005 veräußerten Aktivitäten beläuft sich das abgegebene Umsatzvolumen auf 3,6 Mrd €.



Im Zuge der Expansionsstrategie auf Wachstumsmärkten hat MAN Nutzfahrzeuge zusammen mit dem indischen Unternehmen Force Motors die MAN FORCE TRUCKS gegründet, an der MAN mit 30 % beteiligt ist. Das Joint Venture umfasst in einem neuen Werk die Produktion von schweren Lkw. Für den stark wachsenden osteuropäischen Transportmarkt ist 2006 mit dem Bau eines neuen Lkw-Montagewerks in Polen begonnen worden. In Mexiko wurde ein Montagewerk für Reisebusse in Betrieb genommen.



Das im Herbst vorgelegte Angebot zur Übernahme von Scania in Höhe von rund 10,3 Mrd € wurde trotz breiter Zustimmung zur industriellen Logik von den maßgeblichen Großaktionären nicht angenommen. MAN ist zu Gesprächen über eine einvernehmliche Lösung bereit.



Der Ausblick auf das Jahr 2007 ist positiv. Beim Auftragseingang wird mit einer stabilen Entwicklung auf dem erreichten hohem Niveau von rund 16 Mrd € gerechnet. Der Umsatz der MAN Gruppe wird 2007 weiter steigen. Ingesamt wird in allen produzierenden Bereichen ein Zuwachs erwartet, in der Gruppe soll der Umsatz um mehr als 5 % zulegen. Håkan Samuelsson: „Unser Ziel ist es, das Ergebnis noch einmal zu steigern und eine Umsatzrendite von 9 % zu erreichen. Dazu werden alle Bereiche der MAN Gruppe wichtige Beiträge leisten.“





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