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Fürstenfeldbruck, 30.03. 2006 10:56

Ein Bericht der www.News-Ticker.org Redaktion – Nachdruck gegen Quellenangabe
O2 can do: Wie sich ein Mobilfunk-Provider zu helfen weiß

An Flugplätzen wird viel telefoniert, so auch in Jesenwang im Landkreis Fürstenfeldbruck bei München. Seit 1972 ist dort ein Schwerpunktlandeplatz für ein- und zweimotorige Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt in Bayern. Dem Flugplatz Jesenwang schlug die Stunde, als zur Vorbereitung der Olympischen Spiele in München der Olympiaturm und das große Sportgelände auf dem Oberwiesenfeld errichtet wurden und der dortige Flugplatz weichen mußte.

Inzwischen ist Jesenwang auch wichtiger Stützpunkt für Polizeihubschrauber, Luftrettung und Waldbrandbeobachtungsflugzeuge. Grund genug für den Münchner Mobilfunkanbieter O2, dort einen neuen Sendemasten aufzustellen. Und wie so oft, löste dieser Schritt Bürgerproteste aus. Das Internetportal www.News-Ticker.org hat in Erfahrung gebacht, wie sich O2 zu helfen wußte.

Die Beschwerden über den neuen Mobilfunkmasten begannen mit dem Tag, an dem er aufgestellt wurde. Über Kopfschmerzen, Magenprobleme und allerlei weitere unerklärliche Gesundheitsbeschwerden klagten Bürger in Protestbriefen. O2 wartete ein paar Tage und versandte dann an alle Absender einen gleichlautenden Brief. Darin bedankte sich das Unternehmen für die Zuschrift und betonte gleichzeitig, dass der Sendemast erst in vier Wochen in Betrieb gehen werde. Viel Wind also um nichts – mit diesem Brief nahm O2 den Bürgerprotestgruppen diesen Wind aus den Segeln.

Nutzer des Flughafens Jesenwang sehen in dem Fall Parallelen zum legendären Erstflug der Concorde von London nach New York. Monatelang hatte die Flughafenverwaltung von New York ein Landeverbot für die Concorde verhängt. Man wolle zunächst Ergebnisse von Lärmmessungen in Washington abwarten, lautete die Begründung. Als das Überschallflugzeug dann für den 21. November 1977 angekündigt war, gingen am fraglichen Tag zahllose Proteste über Lärmbelästigung bei den Behörden in New York ein. Die Sache hatte nur einen Haken: British Airways hatte den Start der Concorde in London nochmal um einen Tag verschoben – dies hatte sich jedoch nicht überall herumgesprochen. Der angeblich erhöhte Lärm war also reine Einbildung.


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