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Wackersdorf, 30.06. 2005 18:26


Line Up der BAVARIAN OPEN AIR 05

Am Samstag, 23. Juli 2005, steigen die BAVARIAN OPEN AIR 05 am Murner See bei Wackersdorf. Der ZÜNDFUNK, das Szenemagazin von Bayern2Radio, hat das Line Up gemeinsam mit der Band Slut zusammengestellt, die als Host und Partner gewonnen werden konnte. Alle Infos zu den Bands...

Slut
Der Gastgeber. Eine der besten Rockbands in Deutschland. Das haben sie zuletzt einem großen Publikum bewiesen, als sie bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ ihr Heimatbundesland Bayern vertraten. Ihr mit schönen Melodien ausgestatteter, cinemascopischer Pop ist auch etwas für die große Leinwand: Der Song „Welcome“ veredelte Hans-Christian Schmidts Internatsfilm „Crazy“, und zuletzt schufen Slut den Soundtrack zum preisgekrönten Film „Katze im Sack“ von Florian Schwarz.
1995 gegründet, nimmt die Band 1998 ihr erstes Album „Interference“ auf. „Lookbook“, ihr zweites Album, erscheint bereits auf dem Majorlabel Virgin Records und enthält die Hit-Single „It Was Easier“, die bei sämtlichen Radio- und Musikfernsehkanälen in die Heavy Rotation genommen wird. Das Stück ist zuvor bereits auf der Compilation „Unter unserem Himmel“ des Zündfunks vertreten, der die Band von Anfang an nachhaltig unterstützt.
Slut wohnen gemeinsam mit ihrer Schwesterband Pelzig auf einem alten Schloss in Westerhofen nahe der Motor City Ingolstadt.

Madsen
Norddeutschlands große Hoffnung. Madsen klingen wie Tocotronic nach einer Frischzellenkur oder wie Tomte nach einem Blitzschlag und könnten zum Abräumer der Indierock-Saison werden. Grüblerisch, aber nie verkopft, schwelgerisch, aber nie gefühlsduselig. Mit ihrer ersten Platte „Madsen“ (so heißen übrigens drei der fünf Jungs mit Nachnamen) stieg die Band fulminant in die deutschen Top 30 ein. Tomte-Sänger Thees Uhlmann liebt sie und schreibt: „Ich, du, wir, die Welt, der Himmel, die Hölle, das Leben und der ganze Rest, hin und zurück in einer Zeile! Das muss man erst mal schaffen.“ Respekt. Sagt auch der Zündfunk, der sie von Anfang an in seinen Sendungen gespielt hat.

Girls in Hawaii
Die Girls in Hawaii spielen keinen Hula und sind auch schon gar keine Mädchen, sondern eine Band aus Brüssel mit einem Faible für weite Landschaften und Vogelgesang – zu sehen und hören auf ihrem Debütalbum „From Here to There“. Die sechs Indierocker stellen den Zündfunk mal wieder vor die Frage, ob man in Belgien das Talent für große Popmelodien mit der Muttermilch zu sich nimmt. Die Girls in Hawaii vereinen die Sanftheit von dEUS mit der Wucht von Soulwax. Auf der Bühne entfaltet ihr Sänger Antoine Wielemans eine ähnlich intensiv-weltabgewandte Präsenz wie Radioheads Thom Yorke. Eine der Entdeckungen des vergangenen Pop-Jahres und doch noch so etwas wie ein Geheimtipp. Aber wohl nicht mehr lange.

Whitey
Whitey, mit Vornamen Nathan. Einer der ersten englischen Entdeckungen im Jahr 2005. Nur kommt der ausnahmsweise mal nicht aus der Rock-Garage, sondern vom Dancefloor. Dreckig und laut ist die Musik von Whitey trotzdem, hypnotisch und dunkel noch dazu. In seinen Texten spiegelt sich sein schwarzer Humor, nicht umsonst trägt sein Debütalbum den unerbittlichen Titel „The Light At The End Of The Tunnel Is A Train“. Die Platte hat der autodidaktische Multi-Instrumentalist übrigens ganz allein eingespielt. Auch Kylie Minogue hat sein Talent erkannt und sich von ihm remixen lassen. Am 23. Juli steht der Londoner aber auf unserer Showbühne.

Khoiba
Osteuropa ist trotz mancher Vorurteile alles andere als popmusikalisches Ödland. Ganz im Gegenteil, es gibt auch ein Jahr nach der EU-Erweiterung noch viel zu entdecken. In ihrem Heimatland Tschechien wird die Band Khoiba heißgeliebt. Mittlerweile haben die vier Prager Musiker um Sängerin Ema Brabcová ihr Debütalbum „Nice Traps“ herausgebracht, auch Resteuropa bereist und dabei so manchen Konzertbesucher glücklich gemacht. Atmosphärischer Elektropop. Melancholisch und lebensbejahend, distanziert und mitreißend. Wer Björk mag, wird auch Khoiba mögen.

Atomic
Indiepop and you don’t stop. Klassisch britisch und aus dem Bayerischen Wald. Auch im 21. Jahrhundert fühlen sich Atomic musikalisch nach wie vor den 90ern auf der Insel verpflichtet. Ihr Sänger Thomas Marschel klingt mehr nach Oasis-Sänger Liam Gallagher als dieser selbst, und auch das Tamburin schüttelt er um einiges schwungvoller. „The German Oasis“ fiel dem renommierten britischen Musikmagazin NME staunend dazu ein. Aber während die großen Vorbilder bei ihren Konzerten vor allem durch sonnenbebrillte Arroganz und Uninspiriertheit auffallen, rocken sich Atomic immer wieder mit größtmöglicher Leidenschaft durch ihr Set. In Furth im Wald bleibt man eben bodenständig.

Nova International
Augsburgs Domspatzen. Nach ihrem Abenteuerausflug zur Major-Firma erscheint die neue Platte von Nova International nun auf einem Indielabel. Sänger Michi Kamm und seine drei Mitstreiter hatten einfach keine Lust mehr, sich hin- und herschubsen zu lassen.
Mit jeder Menge Wut im Bauch, aber auch allerfeinsten Melodien im Gepäck. Das neue Nova-Werk ist gleichzeitig schroffer und sanfter als der Vorgänger. Letzteres beweist der tief melancholische Song „The Summer We Had“, der bereits auf dem Soundtrack zum Robert Stadlober-Film „Sommersturm“ vertreten war. Auch Nova International sind alte Zündfunk-Bekannte. Im November 2003 legten sie bei der Premiere der Bavarian Open im BR-Funkhaus ein fulminantes Akustik-Set hin, das sie mit dem Cover eines Münchner Freiheit-Klassikers abrundeten. Wunderschöne Popmusik eben, aber nach dem Neustart noch besser. Es kann endlich wieder heißen: „Turn it up, turn it up, kill your stereo!“

Anajo
Augsburg muss sich als Popcity bei weitem nicht hinter dem scheinbar übermächtigen Nachbarn München verstecken. Das beweist unter anderem das Indiepop-Trio Anajo. Hierzulande ist die Band seit Jahren eine feste Live-Größe. Jetzt kann sie dank Plattenvertrag beim Hamburger Label „Tapete“ endlich auch die Gehörgänge der Menschen nördlich und westlich von Bayern erobern. Auf ihrem Debütalbum „Nah Bei Mir“ präsentieren Anajo melodiösen Gitarren-Pieps-Pop mit charmanten deutschen Texten über Villen am Strand, Elfen und Honigmelonen. Und wenn sie live ihren Indiehit „Monika Tanzband“ spielen, tanzen auch die Bewegungsmuffel in der letzten Reihe. Zu beobachten war das auch bei der Premiere der Bavarian Open im November 2003, die die drei Augsburger als allererste Band würdig eröffneten. Vorhang auf also für Anajo.

Klez.e
Ein Email-Wurm als Namensgeber für eine Band mit Ohrwurm-Talent. Klez.e sind der jüngste deutschsprachige Indierock-Sprößling aus der deutschen Hauptstadt. Die Band mit dem Satzzeichen im Namen baut hohe Gitarrenwände, um sie mittels Wehgeschrei und einer ordentlichen Portion Wut wieder zum Einstürzen zu bringen. Pathos im positiven Sinne. Zu hören auf ihrem Debütalbum „Leben Danach“, das sie im bandeigenen Studio auf den Punkt gebracht haben. Ohne Strich und Komma.

Kanmantu
Mal wieder eine Band aus Weilheim, der Wiege bayerischer Pophochkultur, die vom Zündfunk seit jeher mitgehegt und -gepflegt wird. Kanmantu wurden von der Süddeutschen Zeitung für deren Kulturpreis Tassilo nominiert. Vorschusslorbeeren, die vollauf berechtigt sind. Kanmantus Debüt-EP „You And The Air“ überzeugt durch balladendurchsetzten Indierock mit Mut zum Seelenstriptease und Exkursionen nach Elektroland. Der Bandname kommt übrigens aus dem Indischen und bedeutet „A Whisper in your Ears“. Ein Flüstern, das allerdings auch mal zum Sturm werden kann. Eine Band für große Bühnen, die sich beim Bavarian Open Air 05 äußerst wohl fühlen dürfte. Schließlich haben Kanmantu bereits mit Slut, Anajo und Nova International zusammen gespielt.

Suzie Rock
Eine tolle junge Band, die der Zündfunk letztes Jahr beim Sprungbrett-Nachwuchswettbewerb entdeckt hat. Und ein Bandname, der die Richtung vorgibt. Drei Regensburger mit ebenso brutalen wie mitreißenden Wutausbrüchen zwischen Stadionmetal und Garagenpunk, zwischen „The Darkness“ und „Hole“, zwischen gut und böse. Vor allem dank Sängerin Heike Jörss, die die Musik ihrer Band schlicht und einfach als „straighten, schnörkellosen Weiber-Rocksound“ beschreibt. Nach Ansicht des Musikmagazins Rolling Stone klingt sie so, als habe sie „Courtney Love mitsamt der giftigen Schminke aufgefressen“. Sophistication war vorgestern.
„O.K. “ heißt die Debüt-EP von Suzie Rock. „K.O.“ wäre wohl der passendere Titel gewesen.


Fotos über www.br-bildarchiv.de

Weitere Infos zu den Bavarian Open 2005 ab 4. Juli unter www.br-online.de/pressestelle (Sparte Pressemitteilungen: „Rocken, wo andere baden gehen“)



Kontaktinformationen:
Angelika Stein, Pressestelle BR, Tel. 089 - 5900 4487, Fax: 089 - 5900 3366, E-mail: