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Lüneburg, 25.08. 2005 08:59

Weltweit erste Pyrolyseanlage zur Produktion von Holz-Öl aufgebaut
Öl aus Holz - Die alternative Energieform der Zukunft

Aufgrund der Verknappung natürlicher Rohstoffe wie zum Beispiel Erdöl und Erdgas, sind alternative Energien ein wichtiges Thema welches unsere Zukunft bestimmen wird. Die TEC-Gruppe, mit Hauptsitz in Lüneburg, beschäftigt sich schon lange mit diesem Thema. So hat die Schwesterfirma PYTEC in Zusammenarbeit mit der TEC nun die weltweit erste Pyrolyseanlage fertig gestellt, welche Biomasse - wie zum Beispiel Holz - in Holz-Öl verwandelt. Dieses Holz-Öl dient zur Wärme- oder auch Stromgewinnung und könnte somit die alternative Energieform der Zukunft werden.

Die Energiequelle Erdöl ist nur begrenzt verfügbar und Erdöl-Preise steigen auf dem Weltmarkt inzwischen in schwindelnde Höhen. Für viele Haushalte aber auch für die Industrie ist das nicht mehr tragbar und Alternativen sind gefragt. Bisher gab es jedoch keine wirklich annehmbaren Alternativen, die sowohl technisch als auch ökonomisch umsetzbar sind. Aus diesem Grund hat die PYTEC die weltweit erste Pyrolyseanlage entwickelt, die dieses Problem nun beheben könnte. Sie verwertet nachwachsende Rohstoffe.

Die Anlage wurde am 04. August 2005 bei Cuxhaven auf dem Gelände eines Sägewerks aufgebaut. Anlässlich der Einweihung kam eigens Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander - und das nicht ohne Grund. Denn das Land Niedersachsen fördert mit einem 1,3 Millionen Euro Kredit auf Bürgschaftsbasis die Entwicklung dieser Technologie auf dem Weg hin zur Serienreife.

Die Pyrolyseanlage wurde nicht von ungefähr auf dem Gelände eines Sägewerks angesiedelt, denn es liefert das Ausgangsmaterial zur Energiegewinnung: Holzhackschnitzel. Pro Tag kann die Anlage sechs Tonnen davon verwerten. Durch thermische Zersetzung werden die Holzhackschnitzel, oder auch Biomasse wie Stroh und andere organische Rohstoffe, in wenigen Sekunden in ein Holz-Öl verwandelt, aus dem Wärme oder Strom gewonnen werden kann. So entstehen aus 100 kg Holz etwa 70 kg Holz-Öl. Zusätzlich erhält man 15 kg Holzkohle und 15 kg Gas. Das Holz-Öl lässt sich wie Holzkohle verwenden und kann in stationären Motoren verbrannt oder in Raffinerien verwertet werden, aber auch chemisch genutzt werden.

Nicht nur Minister Sander hält das Projekt für eine große, zukunftsweisende Chance. Die Entwicklung der Flashpyrolyse-Anlage wird bereits von verschiedenen Seiten der Wirtschaft unterstützt. Neben Konstrukteuren der Schwestergesellschaft TECnical Consulting, haben u.a. die BFH und auch die HAW Hamburg Ihren Beitrag dazu geleistet. Außerdem wird das Projekt von der Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Für den Geschäftsführer der PYTEC, Stefan Schöll, schien die Umsetzung der innovativen Technologie lange außerhalb einer Verwirklichung. Der Bereich der wirtschaftlichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe wurde bisher nicht subventioniert. Dank der Anschlussförderung von privatwirtschaftlicher und öffentlicher Seite könnte die Idee der alternativen Energiequelle der Zukunft nun aber schon bald Wirklichkeit werden.

Für die PYTEC bleibt nun noch einiges zu tun. Bislang ist das Verfahren nur unter Laborbedingungen gelaufen. Nun gilt es den Beweis zu erbringen, dass die Ölgewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen funktioniert und die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann. Dann sollen schon bald weitere Anlage folgen, welche die doppelte Menge an Biomasse umsetzen können.

Weitere Informationen zu der TEC-Gruppe finden Sie unter: www.tecsite.de. Informationen zur PYTEC sind erhältlich unter: www.pytecsite.de


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