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München, 25.06. 2007 11:11


Arzneimittel: AOK-Rabattpartner holen Marktführer ein

Die AOK-Rabattverträge für Arzneimittel haben innerhalb kürzester Zeit den Pharma-Markt massiv in Bewegung versetzt. So erhöhten sich die Marktanteile der AOK-Rabattpartner rasant und liegen nun bei einigen Wirkstoffen sogar schon in den Größenordnungen der bisherigen Marktführer im Generikabereich. „Gesundheitspolitisch betrachtet, kann dies gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern.

Denn Rabattverträge ermöglichten den zahlenden Nachfragern im Pharmamarkt erstmals Einfluss auf die Preisgestaltung. „AOK-Rabattverträge haben die Preisfront im Generikamarkt aufgebrochen“, so Platzer. Von den damit verbundenen Einsparungen profitieren die Versicherten unmittelbar durch die entfallenden Zuzahlungen.

Die teilweise aufgetretenen Lieferschwierigkeiten bewertete der AOK-Chef als allenfalls noch vorübergehend und vor dem Hintergrund der gesundheitspolitisch erwünschten Hebelwirkung von Rabattverträgen auf die Preisgestaltung aber als hinnehmbar, insbesondere weil die Versorgungssicherheit für die Patienten immer gewährleistet war und ist. Denn die Apotheker können bei Lieferproblemen rabattierter Arzneimittel eines der drei im Markt erhältlichen preisgünstigsten Arzneimittel mit gleichem Wirkstoff abgeben. Allerdings läßt Platzer keinen Zweifel daran, dass bei nachhaltigen Lieferproblemen Verträge aufgelöst würden. Wirkstoffe von zwei Rabattpartnern hat die AOK bereits gekündigt. Ausdrücklich dankte Platzer den vielen Apothekern im Freistaat, die die Rabattverträge konstruktiv umsetzen und teilweise viel Zeit in die Patienten-Beratung investieren. Unterstützt werden die Apotheken durch Software, die die rabattierten Arzneimittel kassenspezifisch auflistet.

Platzer warnte davor, die weitere Umsetzung der erfolgreich gestarteten Rabattverträge zu behindern. „Das Rad läßt sich nicht mehr zurückdrehen“, so Platzer. Auch deshalb nicht, weil der Versicherte als zahlender Verbraucher über seine Kasse endlich Gestaltungsmöglichkeiten beim Preis erhalten habe. Bei neuen Ausschreibungen könnten auch die bisherigen Marktführer Angebote abgeben. „Die AOK schließt niemanden aus, der ein reelles Angebot macht“. Die Rabattverträge würden auch künftig starke und im Sinne der Beitragszahler durchaus erwünschte Marktwirkungen entfalten.


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