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Stockholm/Berlin, 16.10. 2007 09:11

Leonid Hurwicz, Eric S. Maskin und Roger B. Myerson werden für ihre Grundlagenforschung in der der mechanischen Design-Theorie ausgezeichnet
Nobelpreis für Ökonomie 2007 geht an drei Springer-Autoren

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2007 geht an die drei Springer-Autoren Leonid Hurwicz, Eric S. Maskin und Roger B. Myerson. Die Schwedische Reichsbank würdigte damit „die Schaffung der Grundlagen auf dem Gebiet der mechanischen Design-Theorie“. Der mit 10 Millionen Schwedischen Kronen (rund 1,1 Millionen Euro) dotierte Preis geht zu gleichen Teilen an die Preisträger.

Adam Smith, der als Begründer der klassischen Volkswirtschaft gilt, prägte die Metapher der unsichtbaren Hand. Nach seiner Theorie führt, unter idealen Bedingungen, die Selbstorganisation des Marktes zur optimalen Verteilung der knappen Ressourcen. In der Praxis sind die Bedingungen jedoch nicht immer ideal, da die am Markt Beteiligten nicht vollständig informiert sind oder der Wettbewerb nicht vollkommen frei ist. Darüber hinaus finden viele Transaktionen nicht auf offenen Märkten statt, sondern zwischen Firmen als Ergebnis von Verhandlungen und Verträgen von Individuen oder Interessensgruppen. Die diesjährigen Preisträger haben in ihren Arbeiten die Wirkungszusammenhänge der optimalen Verteilungsmechanismen in diesen Situationen untersucht und erheblich zum Verständnis von funktionierenden Märkten beigetragen. „Hurwicz gilt als Begründer der mechanischen Design-Theorie, die Maskin und Myerson wesentlich weiterentwickelt haben“, hieß es in der Begründung des Stockholmer Komitees. Die mechanische Design-Theorie spielt bis heute eine zentrale Rolle in vielen Gebieten der Ökonomie und der Politischen Wissenschaft.

Leonid Hurwicz ist US-Amerikaner und 1917 in Moskau, Russland, geboren. Er erhielt 1938 seinen Master of Laws an der Universität von Warschau, Polen. Hurwicz ist emeritierter Professor der Ökonomie der Universität von Minnesota, USA. Als Springer Autor hat er Beiträge in den Springer-Fachzeitschriften Economic Theory und Review of Economic Design veröffentlicht. Ferner ist er Mitherausgeber der Buchreihe Advances in Mathematical Economics.

Eric S. Maskin ist 1950 in New York City, USA, geboren. 1976 erhielt er seinen Ph.D. in angewandte Mathematik an der Harvard Universität in Cambridge, USA. Seit 2000 hat er die Albert O. Hirschmann Professur für Sozialwissenschaften an der Princeton Universität, USA, inne. Einige Arbeiten erschienen in den Springer-Fachzeitschriften Theory and Decision, Economic Theory und der Review of Economic Design.

Roger B. Myerson ist 1951 in Bosten, USA, geboren. Er erhielt seinen Ph.D. in angewandte Mathematik an der Harvard Universität in Cambridge, USA, 1976 und betreut seit 2007 einen Lehrstuhl an der Universität von Chicago, USA. Bei Springer hat Myerson Beiträge für die Springer-Fachzeitschriften International Journal of Game Theory und Economic Theory geschrieben.

Die schwedische Reichsbank hat die Auszeichnung im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 1969 gestiftet, um der wachsenden Bedeutung wirtschaftlicher Fragen Rechnung zu tragen. Der Preis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert und wird am 10. Dezember gemeinsam mit den übrigen fünf Nobelpreisen überreicht. Von bisher 61 Wirtschafts-Preisträgern sind 12 Springer-Autoren. Insgesamt verzeichnet Springer über 150 Nobelpreisträger unter seinen Autoren auf den Gebieten der Medizin, Chemie, Physik und der Wirtschaft.



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