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Mainz, 24.10. 2007 09:22


ZDF: Die Todesautomatik Der Fernsehfilm der Woche Montag, 26. November 2007, 20.15 Uhr

Rock'n'Roll und Staatsmacht
Elvis Presley und Ted Herold heißen ihre Idole, Rock’n’Roll ist ihre Musik und zugleich das Lebensgefühl von Lutz und Manfred. Die beiden Freunde sind gerade erst 17 Jahre alt. Gemeinsam mit ihren Kumpels organisieren sie ihre Partys in einer Hinterhofgarage. Aller-dings steht diese Garage in Strausberg bei Berlin in der DDR, und im Sommer 1961 ist westliche Popmusik im noch jungen Arbeiter- und Bauernstaat verpönt. Die sozialistische Jugend soll sich in der FDJ (Freie Deutsche Jugend) engagieren, der staatlichen Jugendorganisa-tion der DDR. Dort singt man allenfalls erbauliche Lieder zum Lob von Staat und Volk. Rock’n’Roll wird als zersetzender Einfluss des imperi-alistischen Westens angesehen. Doch Lutz, Manfred und ihre Clique lassen sich nicht in staatlich vorgegebene Normen pressen. Die rebel-lische Kraft der Musik verkörpert ihren Drang nach Unabhängigkeit und zugleich ihre unbändige Lebensfreude.


Aber mit einem Schlag wird diese Welt zerstört. Als sie am Morgen des 14. August 1961 über die Grenze wollen, um sich im Westteil Berlins einen neuen Platten-spieler zu besorgen, werden sie harsch zurückgewiesen. In Berlin hat der Mauerbau begonnen, die innerdeutschen Grenzen bleiben fortan geschlossen. Lutz, Manfred, Bernd und Philip sind darüber so wütend, dass sie nachts in Strausberg an Wände und Schaufensterscheiben antikommunistische Parolen pinseln. Ihre Aktion ist genauso unmittel-barer Ausdruck ihres Empfindens wie der Rock’n’Roll. Als dann auch noch ein Zelt abbrennt, reagiert der Staat mit der ganzen Macht seines Apparates und verurteilt die Jugendlichen zu Höchststrafen; Lutz und Manfred bekommen lebenslänglich.
"Die Todesautomatik" erzählt von diesen Divergenzen, von Menschen, die zwangsläufig in eine oppositionelle Rolle gedrängt wurden, weil sie nicht in das ideologische System des sie umgebenden Staates pass-ten. Die Jugendlichen aus Strausberg handeln nicht aus politischer Überzeugung, sondern aus ihrem Gefühl heraus – Rock’n’Roll eben. Doch der Staat lässt nicht mit sich spaßen und zeigt, wenn er sich ideologisch angegriffen fühlt, keine Nachsicht, nicht einmal gegenüber noch fast pubertierenden Jungs. Es sind erst diese Erlebnisse, welche Lutz und vor allem Manfred politisieren. Die empfundene Ungerechtig-keit wandelt sich in eine überzeugte Haltung.
Vom Westen aus dem DDR-Gefängnis freigekauft, kommen sie als Erwachsene in einem Staat an, der vermeintlich jene Freiheit ver-spricht, die ihnen als Jugendliche verwehrt wurde. Aber die Vergan-genheit lässt sie nicht los. Ihr Widerstand gegen den Staat DDR geht weiter. Mit ihren Aktionen stoßen sie allerdings auch im Westen auf Vorbehalte. – Dem Film liegt eine wahre Geschichte zugrunde.
Stephan Kampwirth und Mišel Matičević spielen die beiden Freunde Lutz und Manfred. Die Glaubwürdigkeit ihrer Darstellung, die Intensität ihres Spiels tragen den Film. Neben ihnen verkörpert Loretta Pflaum die Lebensgefährtin von Manfred, die zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihrer Angst um ihn zerrieben wird.
Historische Filme stellen immer spezielle Herausforderungen an Pro-duktion und an das Team hinter der Kamera. "Die Todesautomatik" wurde an Originalschauplätzen gedreht. Szenenbildner Benedikt Her-forth war wochenlang auf der Suche nach geeigneten Motiven, die, in entsprechender Ausstattung, historisch authentisch wirken. Die Ka-mera von Arthur W. Ahrweiler unterstützt das Regiekonzept von Niki Stein, indem sie das Zeitkolorit einfängt, niemals jedoch die Protago-nisten aus dem Auge verliert: die Bilder folgen der Schilderung ihrer Geschichte und sind Ausdruck ihrer Befindlichkeit zugleich.
Niki Steins neuer Film ist von besonderer Klarheit – intensiv und dicht erzählt. Der Regisseur hat stets seine Figuren im Auge. Es sind die Menschen, die ihn interessieren, diejenigen, welche ihre individuellen Ansprüche an das Leben stellen und damit zu scheitern drohen, weil sie übergeordneten Interessen nicht entsprechen. Das ist die Tragik der Figuren – und es ist die Tragik der Geschichte.

Montag, 26. November 2007, 20.15 Uhr
Die Todesautomatik
Der Fernsehfilm der Woche
Regie Niki Stein
Buch Wieland Bauder Niki Stein
Kamera Arthur W. Ahrweiler
Szenenbild Benedikt Herforth
Kostümbild Anette Schröder
Montage Barbara Hennings
Musik Ulrik Spies Jacki Engelken
Ton Jerome Burkhard
Mischung Thilo Krüger
Music Supervision Kai Schoormann
Produzent POLYPHON Film- und
Fernsehgesellschaft mbH, Hamburg
Produktionsleitung André Fahning
Herstellungsleitung Christoph Bicker
Produzent Johannes Pollmann
Redaktion Sophie Venga Fitz
Länge 89’02’’
Eine ZDF-Auftragsproduktion der POLYPHON Film- und Fernsehgesellschaft mbH Hamburg


Die Rollen und ihre Darsteller:
Lutz Lenarth Stephan Kampwirth
Manfred Brettschneider Mišel Matičević
Sigrid Loretta Pflaum
Regine Katrin Bühring
Lutz Lenarth (jung) Robert Gwisdek
Manfred Brettschneider (jung) Philipp Danne
Philip Blaschke (jung) Maximilian Mauff
Bernd Briesow (jung) Jannik Büddig
Philip Blaschke Arndt Schwering-Sohnrey
Bernd Briesow Matthias Klimsa
Berg Werner Wölbern
FDJ-Funktionär Ludwig Blochberger
und
Corinna Kirchhoff
Silvia Rachor
Hark Bohm
Lutz Blochberger
Thomas Arnold
Paula Dombrowski
Torsten Ranft
Katja Geist
Dieter Brandecker
Harald Baumgartner
Joachim Kappl
Hans Löw
Rainer Will
Harald Koch
Burkhard Schmeer

Inhalt:
August 1961, Strausberg bei Berlin. Bei einem Ausflug nach West-Berlin kommen der 17-jährige Lutz Lenarth und seine Clique nicht weit: An der Grenze werden sie von bewaffneten Soldaten zurück ge-wiesen. In Berlin hat der Mauerbau begonnen. Voller Zorn und Ent-rüstung lassen die vier Jungs in der darauffolgenden Nacht ihrem Protest freien Lauf, malen antikommunistische Parolen an Wände und Schaufenster und zünden auf dem Festplatz in Strausberg ein leerste-hendes Zelt an. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Am nächsten Morgen reißt die Staatssicherheit Lutz und seine Freunde unsanft aus dem Schlaf und zwingt sie in zermürbenden Verhören zu Geständnissen, die ihre angeblich organisierte staatsfeindliche Tätigkeit belegen sol-len. In einem Schauprozess werden die Jugendlichen zu Höchststrafen verurteilt: Lutz und Manfred, die eine besonders innige Freundschaft miteinander verbindet, erhalten lebenslang, doch sie werden im Laufe der grausamen Haftzeit voneinander getrennt.
13 Jahre später wird Lutz von der Bundesregierung freigekauft. Er geht nach Hamburg und findet dort Arbeit auf einer Werft. Eines Tages wird er von einem Mann am Werkstor abgefangen – Manfred. Der Ju-gendfreund war schon einige Jahre zuvor freigekauft worden und hat inzwischen eine eigene Autowerkstatt und eine attraktive Freundin, Sigrid. Lutz bewundert seinen Freund. Für ihn beginnt eine unbe-schwerte Zeit. Doch dann eröffnet Manfred Lutz, dass er als Flucht-helfer tätig ist. Lutz ist entsetzt. Er kann nicht verstehen, wie sich sein Freund nach den langen, harten Jahren im Gefängnis der Gefahr einer erneuten Verhaftung aussetzen kann. Manfred jedoch lässt sich nicht beirren und gewinnt Lutz sogar als zukünftigen Begleiter bei seinen "Grenzgängen". Einer der nächsten Flüchtlinge soll ihr alter Freund Bernd sein. Doch dieser erscheint nicht alleine am verabredeten Treff-punkt, sondern hat seine schwangere Freundin Regine mitgebracht. So kommt es unverhofft zu einem Wiedersehen der alten Clique aus Jugendzeiten - nur Philip fehlt.
Manfred ist wie besessen in seinem persönlichen Kampf gegen die DDR und wendet seine Aufmerksamkeit den Grenzanlagen an der deutsch-deutschen Grenze zu. Er will die Existenz von Selbstschuss-anlagen, sogenannten Todesautomaten, beweisen und überredet Lutz, in einer Nacht- und Nebelaktion einen der Automaten zu demontieren. Die Aktion gelingt. Stolz präsentieren die beiden Freunde ihre gefähr-liche Beute einem Nachrichtenmagazin. Doch ihre Geschichte wird wider Erwarten nicht groß heraus gebracht. Kurz nach der Demontage

der Selbstschussanlage erhält Lutz überraschenden Besuch von Phi-lip. Dieser warnt ihn vor der Staatssicherheit und bittet ihn inständig, er und Manfred mögen von weiteren Aktionen an der Grenze absehen.
Der Film basiert in weiten Teilen auf wahren Begebenheiten. 1976 wurde Michael Gartenschläger an der deutsch-deutschen Grenze bei dem wiederholten Versuch, eines der Selbstschussgeräte zu demon-tieren, von einem Stasi-Sonderkommando erschossen. Seine Lebens-geschichte wurde von seinem damaligen Freund und Komplizen Lothar Lienicke und dem Autor Franz Bludau aufgezeichnet. Der Film fiktio-nalisiert die Ereignisse von damals.

Vom Stoff zum Film
Jeder historische Film, der sich auf wahre Begebenheiten bezieht, verlangt einen ordnenden Eingriff in den Ursprungsstoff und ist darin zwangsläufig eine Interpretation der Ereignisse, an die der Film erin-nert. "Die Todesautomatik" erinnert an die Erschießung Michael Gar-tenschlägers am 30. April 1976. Auch für dieses Projekt galt es, solche Entscheidungen bezüglich des Strukturierens und Auswählens des historischen Materials zu treffen.
Alles begann paradoxerweise mit dem Blackout eines jungen Autors, der auf einer Präsentationsveranstaltung für Drehbuchprojekte mitten in seiner spannenden Geschichte plötzlich nicht mehr weiter wusste. Der Autor hieß Wieland Bauder und dieser fing mich, nachdem ich mir die Geschichte doch noch hatte zu Ende erzählen lassen, im folgen-den Jahr auf den Fluren der gleichen Veranstaltung ab und präsen-tierte mir aus heiterem Himmel die Geschichte der "Todesautomatik". Diesmal so fesselnd, dass ich sofort begeistert war.
Erste Verabredung auf dem Weg vom Stoff zum Film war, dass nicht Gartenschläger, als extremer und in seiner unstillbaren Konsequenz nicht immer nachvollziehbarer Charakter, die alleinige Hauptfigur des Films sein sollte. Vielmehr schälte sich schnell heraus, dass nur eine Freundschaftsgeschichte mit Gartenschlägers überlebenden Wegge-fährten als Protagonisten der Schlüssel für diesen Stoff sein konnte. Der Konflikt der beiden Freunde zwischen "Widerstand und Ergebung" sollte gewährleisten, das ursprüngliche Unrecht der überharten Be-strafung, die ihnen als Jugendlichen auferlegt worden war, als An-triebsfeder für die Unerbittlichkeit ihrer Aktionen im Zentrum der Handlung zu halten. Gartenschlägers tatsächlicher Begleiter und spä-terer Chronist des Tatsachenberichts "Todesautomatik", Lothar Lienicke, der zusammen mit seinem Co-Autor Franz Bludau in jeder Phase der Entwicklung ein unverzichtbarer Partner war, erfüllte diese Vorraussetzung jedoch nur für die Hamburger Zeit in den 70er Jahren. So entstand die Figur des Lutz als Freund schon in Jugendtagen, der mit ihm nicht nur die Liebe zum Rock'n'Roll, sondern fatalerweise auch die zur selben Frau teilt.
Ebenso war von Beginn an klar, dass nicht die Aufklärung der Er-schießung Gartenschlägers 1976, die Gegenstand verschiedener Pro-zesse in Folge der Wiedervereinigung war und die in Lienickes Sach-buch einen breiten Raum einnimmt, Thema des Films sein würde. Uns interessierte die Geschichte eines einzig unter diesen historischen Bedingungen denkbaren, letztlich tragisch verlaufenden Lebensweges. Tragisch insbesondere auch, weil Lutz und Manfreds neue bundesre-publikanische Landsleute in ihnen vor allem lästige Fanatiker und Stö-renfriede der Entspannungspolitik sehen. Die Erzähletappen der Ju-gend-, der Gefängniszeit und der Fluchthilfetätigkeit waren auf dieses dramatische Ziel hin zu verknappen, ohne die innere Bindung der ver-schiedenen Zeiträume zu verlieren. Deshalb gelten Lutz und Manfreds Fluchthilfeaktionen im Film vor allem der Befreiung ihrer Jugend-freunde. Die Figur Phillip, der so, wie er im Film erscheint, nicht belegt ist - obschon das von ihm offenbarte Kalkül der Stasi belegte Praxis war - steht ebenso für Treue und Verbundenheit des Anfangs, wie für Verrat und Gefahr des Schlusses.
So viel sich im langen Entwicklungsprozess von der reichen histori-schen Vorlage hin zum nun fertigen Fernsehfilm änderte, eines blieb immer konstant: die Faszination für den ebenso abenteuerlichen wie, über die deutsch-deutschen Verhältnisse dieser Zeit so viel sagenden Lebensweg des Michael Gartenschläger. Auch wenn die historische Figur schließlich im Film einen anderen Namen trägt, um den An-spruch einer in jedem Punkt biografisch kongruenten Entsprechung zur Filmfigur gar nicht erst zu erheben, so ist doch die adaptierte Le-bensgeschichte in ihrem Kern so reich an paradigmatischen, auch im Film wieder auftauchenden Situationen, wie man sie sinnfälliger gar nicht hätte erfinden können.
Johannes Pollmann Produzent, Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft

Ein Beitrag gegen Geschichtsvergessenheit
Plötzlich war wieder von Schießbefehlen an der deutsch-deutschen Grenze die Rede; schriftlich festgehaltene Befehle tauchten auf, die besagten, dass die Soldaten der Grenztruppen der DDR auch Frauen und Kinder nicht verschonen sollten. Ich rieb mir die Augen und fragte mich, warum das denn schon wieder vergessen war. Hatte je wirklich jemand berechtigten Grund gehabt, an der Existenz dieser Befehle zu zweifeln? Scheinbar wirken da nach wie vor die alten Mechanismen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. – Es sind die Mauern im Kopf, gegen die auch der unseren Film inspirierende Michael Gartenschlä-ger und sein Gefährte Lothar Lienicke fast ihr ganzes Leben ankämpf-ten. Der eine, der überlebt hat, tut es immer noch.
Als mir Sophie Fitz vom ZDF und Johannes Pollmann von der Poly-phon vor gut drei Jahren die Mitarbeit an diesem Vorhaben anboten, interessierte mich zuerst einmal die besondere historische Perspektive des Stoffes. Die Geschichte Gartenschlägers, der mit seinen Aktivitä-ten ja nicht nur der Stachel im Fleisch des Ostens war, sondern auch aus Sicht des Westens ein störendes Element im Entspannungspro-zess, beleuchtet die deutsch-deutsche Teilung aus einem sehr unge-wöhnlichen und neuen Blickwinkel. Ich fühlte mich da selber ertappt in einem gewissen Unbehagen, das man in diesen Zeiten gegen solche 'Störenfriede' der friedlichen Koexistenz hegte. Obwohl wir die Grenze damals vor Augen hatten, ich sie sogar als Westberliner sicher über hundert Mal überquert hatte, immer mit einem gewissen Unbehagen angesichts der tödlichen Perfektion der Grenzstreifen, passte sie ir-gendwie nicht in unser Weltbild.
Ich hoffe, dass unser Film einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass die Grenze im Bewusstsein bleibt. Sie ist und bleibt ein perver-ses Zeugnis ideologischer, nennen wir es lieber 'menschlicher' Ver-stelltheit. Das empfindet man vor allem, wenn man einmal den Selbst-schussautomaten SM 70 in den Händen hielt und in die entschärfte Stahlkugelladung seines Trichters starren konnte. Die Hochachtung wächst vor denen, die das nicht hinnehmen wollten und gehandelt ha-ben. Nun gehört Empathie zu den Grundvoraussetzungen filmischen Erzählens, man kann ihr natürlich auch leicht erliegen, was einen Film langweilig macht. Der Drehbuchautor Wieland Bauder hat sich von vornherein um eine besondere Erzählperspektive bemüht: Nicht (der von der Michel Gartenschläger inspirierte) Manfred Brettschneider ist der Held, sondern sein Freund Lutz, der Brettschneider ins Verderben rennen sieht, ihn retten will und scheitert.

Richard v. Weizsäcker hat neulich in einem Aufsatz über Schiller ge-schrieben, Schiller gehe es nicht um die Darstellung von Politik, son-dern um die Tragik der politisch Handelnden. Ein bisschen so verhält es sich, der Leser möge mir die Anmaßung des Vergleichs nachsehen, mit dieser Geschichte auch. Nur mit dem Unterschied, dass hier ein Automechaniker und ein Werftarbeiter, kein Don Carlos oder Wallen-stein es mit gleich zwei übermächtigen Gegnern aufnehmen. Ihr Kampf gegen den 'eisernen Vorhang' wurde damals im Westen von manchen belächelt. Im Osten hat sie keiner belächelt. Und auch heute, das ha-ben wir selbst bei den Dreharbeiten gemerkt, sind die Männer um Michael Gartenschläger noch manchem ein Dorn im Auge.
Die Mauer ist weg, der 'eiserne Vorhang' verschwunden. Die wenigen Gedenkstätten, die daran erinnern, sind von chronischem Geldmangel bedroht. Hier, zwischen den nach wie vor existenten politischen Opponenten von einst, eine 'Koexistenz im Vergessen' auszumachen, mag vermessen sein. Aber jeder, der einmal versucht hat seinen Kin-dern zu erklären, wie das damals war mit der deutsch-deutschen Grenze, wird ein Monument des Erinnerns vermissen. Die wenigen Reste, die man stehen gelassen hat, können den Schrecken nur unzu-reichend wiedergeben – auch das ist eine Erkenntnis meiner Arbeit an diesem Film. Wenn mir das doch ein wenig gelungen sein sollte, ver-danke ich es vor allem meinen Mitarbeitern: Szenenbildner Benedikt Herforth, Kostümbildnerin Anette Schröder und Kameramann Arthur Ahrweiler seien hier stellvertretend genannt. Aber auch einer mutigen Produktion, die diesen Film ohne einen opulenten 'Event-Movie'-Etat im Rücken unbedingt machen wollte.
Ich danke allen Schauspieler, besonders den vielen 'Großen' in den vermeintlich kleinen Rollen, für ihr Engagement. Ich danke aber vor allem Lothar Lienicke für die Begeisterung, mit der er unser Projekt begleitet hat.
Niki Stein Regisseur

Mehr Aufklärung über politische Zusammenhänge
Herr Kampwirth, Ihr Lutz in "Die Todesautomatik" wird in den 70er Jahren in Hamburg gewissermaßen neu geboren, nachdem er aus DDR-Haft freigekauft wurde. Kann man so etwas nachvoll-ziehen, wie ging es Ihnen dabei?
Ich hatte zum Glück die Möglichkeit, Lothar Lienicke, der ja vieles von dem, was ich spielen durfte, erleben musste, kennen zu lernen. Das hilft natürlich sehr, besser nachzuvollziehen, was z.B. fremd sein be-deutet. Was es bedeutet, über eine so lange Zeit als Jugendlicher un-schuldig in Gefängnissen der DDR zu verbringen. Dadurch hat sich bei mir schnell ein Gefühl für die Rolle ergeben und auch für die Spiel-weise. Natürlich war ich unsicher, ob ich seiner Vergangenheit auch gerecht werden kann. Aber schon nach dem ersten Drehtag war mir klar, dass ich mich auf die Eindrücke, welche ich bis dahin gesammelt hatte und mit allen Sinnen aufgesogen hatte, verlassen konnte. Sie haben mich durch den ganzen Film getragen und vieles fühlte sich 'leicht' an.
Die Freundschaft zwischen Manfred und Lutz wird von Manfred häufig auf die Probe gestellt. Kann das die Basis einer Freund-schaft sein?
Freundschaften können sehr unterschiedliche Definitionen haben, aber ich denke, alle haben eins gemeinsam: gegenseitiges Vertrauen und Respekt voreinander. Die beiden haben nun eine fast gegensätzliche Ausprägung ihrer Persönlichkeit, was zwangsläufig dazu führt, dass sie aufeinander prallen. Schwerer wiegt da schon der für mich klare Vertrauensbruch, den Lutz begeht, indem er sich zu Sigrid hingezogen fühlt und das auch auslebt. Da ist die Freundschaft ernsthaft in Ge-fahr.
Viele Filme beschäftigen sich zurzeit mit der jüngeren deutschen Geschichte. Wie finden Sie das?
Wenn sie sorgfältig gemacht sind, finde ich das gut und wichtig, unab-hängig davon, welches Genre sie bedienen. Wahrscheinlich wäre ein Film wie, "Das Leben der Anderen" vor 10 Jahren auch gar nicht so möglich gewesen, sowohl was die künstlerische Freiheit betrifft, als auch die Akzeptanz beim Zuschauer. Das braucht eben seine Zeit.

Was bedeuten die 70er Jahre, in denen der größere Teil des Films ja spielt, für Sie? Wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?
Das war die Zeit zwischen 4 und 14. Da hatte ich eine Menge mit mir selbst zu tun. Ich hab nur selten über den Rand meiner Kleinstadt im Sauerland hinausgeblickt. Da ging es um Sport, Schule, im Wald spielen und viel Freiheit. Manchmal wünsche ich mir rückblickend, meine Eltern hätten mich mehr über politische Zusammenhänge auf-geklärt. Die Mauer war für mich damals einfach da, genauso wie die DDR. Ich hab das nicht wirklich in Frage gestellt. Ich empfand aller-dings in den Jahren immer mal wieder, auf Grund des 'kalten Krieges' und den Berichten in den Medien, eine sehr existentielle, aber auch diffuse Angst vor dem Ausbruch eines Krieges.

Über die Autoren der Buchvorlage
Franz Bludau, geboren 1949 in Vlotho/Weser, studierte Philosophie und Germanistik in Münster, Mainz und Berlin. Anschließend war er einige Jahre im Sozialbereich tätig. Seit Mitte der achtziger Jahre ar-beitete er als freiberuflicher Autor im Auftrag von Wirtschaft, Politik und Verlagen. Er lebt heute als freier Autor in Preetz (Holstein).
Lothar Lienicke, Jahrgang 1947, wuchs in Dresden auf und erlernte den Beruf des Maschinenschlossers. Nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik studierte er auf dem zweiten Bildungsweg Politik und Öffentliches Recht an der Universität Hamburg. Lienicke beteiligte sich an den Fluchthilfeunternehmen Michael Gartenschlägers zwischen 1972 und 1975 und war 1976 als Helfer der Minendemontagen Augen-zeuge seiner Erschießung durch ein Stasi-Sondereinsatzkommando. Lothar Lienicke lebt heute als freier Autor in Hamburg.
Aus der privaten Bekanntschaft der Autoren erwuchsen vielfältige Dis-kussionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und schließlich die mehrjährige Zusammenarbeit bei den Recherchen und der Manu-skripterstellung ihres Buches "Todesautomatik", das 2001 bei Stamp Media, Kiel, und 2003 als Taschenbuch im Fischer Verlag, Frank-furt/M. erschienen ist.

"Halt! Hier Grenze!"
Drei Worte, in ein simples Blechschild gestanzt, markierten über Jahr-zehnte hinweg nicht nur die Linie zwischen zwei Staaten, sondern zugleich die Grenze zwischen zwei konträren Gesellschaftssystemen. Die Rede ist von der innerdeutschen Grenze, in der DDR offiziell als 'Staatsgrenze der DDR zur BRD' bezeichnet, in der Bundesrepublik umgangssprachlich als 'Zonengrenze' tituliert. Dieser saloppe Begriff macht deutlich, dass es sich bei der Grenze zwischen den zwei deut-schen Staaten um keine reguläre Grenze handelte. Denn die DDR wurde zwar 1972 durch den Grundlagenvertrag de facto von der Bun-desrepublik staatsrechtlich anerkannt, jedoch nicht völkerrechtlich.
Zwischen der Lübecker Bucht und Hof in Bayern erstreckte sich die Grenze über knapp 1.400 Kilometer. Hinzu kamen 155 Kilometer Ber-liner Mauer, die ab dem 13. August 1961 errichtet wurde und über Jahre hinweg als Sinnbild für die deutsche Teilung stand. Mit dem Bau der Mauer verstärkte die DDR ihre Grenzsicherungsmaßnahmen be-trächtlich und ständig. Die in der fünf Kilometer breiten 'Sperrzone' im Hinterland östlich des Grenzverlaufs wohnenden Bürger mussten sich registrieren lassen und durften nur Besucher mit einer behördlichen Genehmigung empfangen. Weiter westlich begann hinter einem Zaun liegend der 500 Meter breite Schutzstreifen. Er wurde zwar land- und forstwirtschaftlich genutzt, doch den Zugang regelte das Militär. Da-hinter befand sich ein ca. 10 Meter breiter Kontrollstreifen, der soge-nannte Todesstreifen. Dieser Bereich war teilweise vermint oder von Hunden bewacht und schloss mit einem 3-Meter hohen Metallgitter-zaun ab. Die eigentliche Grenze lag noch einige Meter westlich dieses Zauns, an dem auch die Splitterminen angebracht waren. Die Grenz-truppen der DDR kontrollierten und bewachten diese Staatsgrenze rund um die Uhr. Jeglicher Fluchtversuch sollte, wenn möglich, schon im Vorfeld vereitelt werden. Gelang es dennoch jemandem, sich den Sperranlagen zu nähern, erfolgte ein Zugriff oder es wurde von der Schusswaffe Gebrauch gemacht.
Über den faktisch existierenden Schießbefehl gibt es keinen Zweifel. Seit 1970 wurden an der Innenseite des äußeren Grenzzauns Selbst-schussanlagen angebracht. Die Existenz dieser SM-70 Splitterminen wurde von der DDR-Führung jahrelang bestritten. Ihre mit 80 - 110 kantigen Geschoss-Splittern versehenen Trichter waren ostwärts auf den Grenzstreifen der DDR hin ausgerichtet. Die Mine wurde durch die Berührung eines Spanndrahtes ausgelöst und ihre Wirkung war unge-heuer, oftmals tödlich. Erst nachdem Michael Gartenschläger gemeinsam mit seinem Freund Lothar Lienicke 1976 in einer nächtlichen Ak-tion eine der Minen demontiert hatte, konnte ihre Existenz offiziell bestätigt werden. Es dauerte aber weitere sieben Jahre, bis die soge-nannten Todesautomaten auf Druck der Bundesrepublik und in Folge der von Franz Josef Strauß vermittelten Milliardenkredite abgebaut wurden.
Sophie Venga Fitz HR Fernsehspiel Fernsehfilm I

Biografien
Niki Stein
(Regie)
Niki Stein wurde 1961 in Essen geboren. Er besuchte in Bonn das Gymnasium und studierte nach seinem Zivildienst Volkswirtschaft in Bonn und Hamburg, anschließend Gesellschafts- und Wirtschafts-kommunikation in Berlin. Seine Tätigkeit für den Film begann er schon in seiner Studienzeit, zunächst als Produktionsfahrer, später als Pro-duktionsleiter und Kameraassistent. Sein erster Kurzfilm "Vorsicht Sepp!" stammt von 1984. 1989 führte er Regie bei seinem ersten Langfilm "Sievers wartet!". In dieser Zeit begann auch seine Autoren-tätigkeit für das Fernsehen, vor allem für die Reihe "Tatort", für die er einige Kommissare neu entwickelt hat. Von 1992 bis 1994 studierte er an der – unter Hark Bohms Leitung neu gegründeten - Filmhochschule Hamburg. Niki Stein zählt inzwischen zu den renommiertesten Regis-seuren und arbeitet mit dem ZDF immer wieder für ausgewählte Filme zusammen. Niki Stein übernimmt auch Lehrtätigkeiten, unter anderem an der Internationalen Filmhochschule Köln und im Aufbaustudium "Film" an der Hamburg Media School.
Theater – eine Auswahl:
2005 Theater Baden-Baden
"Der Krüppel von Inishman", Regie
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1984 "Vorsicht Sepp!", Kurzfilm, Regie
1989 "Sievers wartet!", Buch und Regie
1992 "Tatort – Der Mörder und der Prinz", Buch zusammen mit Jacki Engelken, Regie: Kaspar Heidelbach
1993 "Tatort – Flucht nach Miami", Buch zusammen mit Jacki Engelken, Regie: Ulrich Stark
1994 "Geisel der Liebe", Kurzfilm, Regie
"Tatort – Die Frau an der Straße", Buch zusammen mit Jacki Engelken, Regie: Ilse Hofmann
1995 "Die Flughafenklinik" (Pilot), Buchbearbeitung und Regie
1996 "Ende einer Leidenschaft", ZDF, Regie 17
z . presse 18. Oktober 2007
1997 "Still Movin", Kino, Buch zusammen mit Jacki Engelken, Regie
1998 "Tatort – Manila", Buch und Regie
"Tatort – Bildersturm", Regie
"Tatort – Manila", Buch und Regie
"Young Love, True Love", Buch und Regie
1999 "Tatort – Norbert", Regie
"Tatort – Martinsfeuer", Regie
"Die Stunde des Löwen", Regie
2001 "Tatort – Oskar", Buch und Regie
"Die Liebe meines Lebens", Regie
2002 "Tatort – Das Böse", Buch und Regie
"Das Duo – Totes Erbe", ZDF, Regie
"Pest – Die Rückkehr", Buch zusammen mit Michael Bergmann, Regie
2003 "Tatort – Frauenmorde", Buch und Regie
2004 "Die Konferenz", Regie
"Die Quittung", ZDF, Regie
2005 "Tatort – Leerstand", Buch und Regie
"Tatort – Schürfwunden", Buch zusammen mit Frank Posiadly und Regie
2006 "Tatort – Pauline", Regie
"Der Mann im Strom", Regie
"Tatort – Der Tag des Jägers", Buch und Regie
2007 "Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF, Regie
"Die Frau aus dem Meer" (AT), ZDF, Buch und Regie
TV-Serien – eine Auswahl:
1996 "Die Flughafenklinik", Regie
Auszeichnungen:
1984 Hauptpreis beim Europäischen Kurzfilmfestival für "Vorsicht Sepp!”
1997 Nominierung "Tatort – Bildersturm" für den Adolf-Grimme-Preis
2004 Nominierung "Die Quittung" für den Deutschen Fernsehpreis als Bester Fernsehfilm
2005 Nominierung "Die Quittung" für den
Adolf-Grimme-Preis
Wieland Bauder
(Autor)
Wieland Bauder wurde 1962 in Heidenheim (Baden-Württemberg) ge-boren und besuchte 1983 bis 1985 die Freie Kunstschule Stuttgart und von 1986 bis 1990 die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Er hatte 1989 bis 1996 Kunstausstellungen im In- und Aus-land, unter anderem in Köln, Berlin, Marseille und New York. Über die Arbeit als Szenenbildner und Kameramann (seit 1992) kam er zu Film und Fernsehen. Seit 1996 arbeitet Wieland Bauder als Drehbuchautor und Regisseur. Der dffb-Abschlussfilm "Salamander" von Barbara Gebler – nach einem Drehbuch von Wieland Bauder – entstand zu-sammen mit der ZDF-Redaktion "Das kleine Fernsehspiel". "Salaman-der" wurde auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und 2001 für den First Steps Award nominiert.
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1997 "Geheime Pläne", Kurzfilm, Buch,
Regie: Barbara Gebler
2000 "Salamander", dffb/ZDF, Buch, Regie: Barbara Gebler
2007 "Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF, Buch, Regie: Niki Stein
"Big Bang 86" (AT), Treatment
"Das Mädchen am Fenster" (AT), Treatment
TV-Serien – eine Auswahl::
2003-2005 "Alphateam – Die Lebensretter im OP" (mehrere Folgen), Regie: diverse
Auszeichnungen:
1990 Solitude Stipendium des Landes Baden-Württemberg
1993 Senatsstipendium für Bildende Kunst, Berlin
1995 Senatsstipendium für Fotografie, Berlin
1996 Rotary Arbeitsstipendium, New York 19
z . presse 18. Oktober 2007
Stephan Kampwirth
(Lutz Lenarth)
Stephan Kampwirth wurde im Sauerland geboren und absolvierte sein Schauspielstudium von 1988 bis 1991 am Hamburgischen Schauspiel-studio. Sowohl im Theater als auch für das Fernsehen und das Kino hat er mit namhaften Regisseuren und mit interessanten Newcomern gearbeitet, sein Rollenverzeichnis spiegelt seine Vielfalt wider. So spielte er am Berliner Schillertheater unter Regisseuren wie Alfred Kirchner und Leander Haußmann, am Burgtheater Wien unter Ruth Berghaus und Leander Haußmann sowie bei den Münchner Kammer-spielen unter Dieter Dorn, Thorsten Bischof, Georg Ringsgwandl und Helmut Griem. Anfang der 90er Jahre begann seine Fernsehkarriere mit Serienrollen. Einem breiteren Publikum wurde er mit dem ZDF-Fünfteiler "Ein unmöglicher Mann" (2001) und der Verfilmung von Amelie Frieds Roman "Der Mann von nebenan" (2002) bekannt. 2007 ist Stephan Kampwirth in Kai Wessels Stück "Fettes Schwein" an den Hamburger Kammerspielen zu sehen.
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1996 "Jenseits der Stille", Kino, Regie: Caroline Link
1997 "Virus X – Der Atem des Todes",
Regie: Lutz Konermann
1998 "23", Kino, Regie: Hans-Christian Schmid
1999 "Der große Bagarozy", Kino, Regie: Bernd Eichinger
"Doppelpack – Das Duell", Regie: Rolf Silber
"Ganz unten, ganz oben", Regie: Matti Geschonneck
2000 "Marmor, Stein und Eisen", Kino,
Regie: Hans-Jörg Thurn
2001 "Ein unmöglicher Mann – Der Anfang vom Ende", ZDF, Regie: Thomas Berger
"Ein unmöglicher Mann – Geld oder Liebe", ZDF, Regie: Thomas Berger
"Ein unmöglicher Mann – Wer einmal lügt", ZDF, Regie: Thomas Berger
"Ein unmöglicher Mann – Rache ist süß", ZDF,
Regie: Thomas Berger
"Ein unmöglicher Mann – Neue Liebe", ZDF,
Regie: Thomas Berger
"Gnadenlose Bräute", Regie: Manfred Stelzer

2002 "Junimond", Kino, Regie: Hanno Hackfort
"Der Mann von nebenan", Regie: Dror Zahavi
"Halbe Miete", Kino, Regie: Marc Ottiker
"Die Novizin", ZDF, Regie: Anno Saul
"Gameboy", Kino, Regie: Tobias Stille
2003 "Wolfsburg", Kino, Regie: Christian Petzold
"Ein starkes Team – Der Verdacht", ZDF,
Regie: Johannes Grieser
"Tatort – Mietsache", Regie: Daniel Helfer
2004 "Drechslers zweite Chance", Regie: Jobst Oetzmann
"Engelchen flieg", Regie: Adolf Winkelmann
"Metallic Blues", Kino, Regie: Danny Varete
"Finanzbeamte küsst man nicht", Regie: Gabi Kubach
"Hellblau", Kino, Regie: Marcus Hägg
2005 "Der Mann von nebenan lebt",
Regie: Miguel Alexandre
"Was für ein schöner Tag", ZDF, Regie: Rolf Silber
"Wilsberg – Ausgegraben", ZDF,
Regie: Peter F. Bringmann
"Tatort – Schürfwunden", Regie: Niki Stein
"Die Überraschung", Kurzfilm (HFFM),
Regie: Lancelot von Naso
2006 "Bella Block – Das Glück der anderen", ZDF,
Regie: Christian von Castelberg
"Mutterglück", Regie: Christian Görlitz
"Tatort – Der Tag des Jägers", Regie: Niki Stein
2007 "Die Tote vom Deich", ZDF, Regie: Matti Geschonneck
"Der Tote am Strand", ZDF, Regie: Martin Enlen
"Stubbe – Von Fall zu Fall: Schmutzige Geschäfte", ZDF, Regie: Thomas Jakob
"Durch Himmel und Hölle", ZDF,
Regie: Matthias Tiefenbacher
"Blöde Mütze!", Kino, Regie: Johannes Schmid
"Das Duo – Liebestod", ZDF, Regie: Jörg Grünler
"Contergan – Eine einzige Tablette",
Regie: Adolf Winkelmann
"Das Leuchten der Sterne", Regie: Adolf Winkelmann
"Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF,
Regie: Niki Stein
TV-Serien – eine Auswahl:
2007 "Der Kriminalist – Außer Kontrolle", ZDF,
Regie: Thorsten C. Fischer

Auszeichnungen:
1998 Förderpreis der Bayerischen Staatsregierung für darstellende Künstler
2005 Festival "Expression en corto" Guanajuato (MEX) "Bester Schauspieler" für "Die Überraschung"
2006 Festival "Concorto" in Cortometraggio (ITA) "Bester Schauspieler" für "Die Überraschung"
Mišel Matičević
(Manfred Brettschneider)
Der 1970 in Berlin geborene Schauspieler Mišel Matičević absolvierte seine Ausbildung von 1994 bis 1998 an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, Babelsberg. Von 1996 bis 1999 spielte er unter anderem am Berliner Ensemble, am Deutschen Theater Berlin und am Kleist Theater, Frankfurt an der Oder. Ebenfalls seit 1996 ist Mišel Matičević im deutschen Film und Fernsehen präsent. Für seine Hauptrolle im Kinofilm "Lost Killers" erhielt er 2000 beim Internationa-len Filmfestival Thessaloniki den "Best Actor Award”.
Theater – eine Auswahl:
1996 Berliner Ensemble "Mercedes", Regie: Veit Schubert
1997 Deutsches Theater, Berlin "Im Dickicht", Regie: Johanna Schall "Übergewichtig, Unwichtig: Unform",
Regie: Johanna Schall
1998-1999 Kleist-Theater, Frankfurt/Oder
Festes Engagement
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1997 "Sperling und der gefallene Engel", ZDF,
Regie: Kai Wessel
"Müde Weggefährten", Kino, Regie: Zoran Solomon
1998 "Straßensperre", Kurzfilm, Regie: Carsten Fiebeler
"Gierig", Kino, Regie: Oskar Roehler
1999 "Wege in die Nacht", Kino, Regie: Andreas Kleinert
"Der Rächer der Entwurzelten", Kurzfilm,
Regie: Christian Schidlowski

2000 "Lost Killers", Kino, Regie: Dito Tsintsadze
"Schimanski – Tödliche Liebe",
Regie: Andreas Kleinert
2001 "Sängerknaben", Kurzfilm, Regie: Frank D. Müller
"Ob sie wollen oder nicht", Kurzfilm,
Regie: Stephan Rick
2002 "Planet B, Detective Lovelorn – Kill your Lover", Kino,
Regie: Thomas Frick
"Das Duo – Im falschen Leben", ZDF,
Regie: Connie Walther
2003 "Hotte im Paradies", Kino, Regie: Dominik Graf
2004 "Heimkehr", Kino, Regie: Damir Lukacevic
"Kalter Frühling", ZDF, Regie: Dominik Graf
"Sehnsucht", Regie: Ciro Capellari
"Das Zimmermädchen und der Millionär",
Regie: Andreas Senn
"K3 Kripo Hamburg – Fieber",
Regie: Friedemann Fromm
2005 "Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei",
Regie: Dror Zahavi
"Emilia – Familienbande", Regie: Tim Trageser
"Emilia – Die zweite Chance", Regie: Tim Trageser
2006 "Dornröschen erwacht", Regie: Elmar Fischer
"Blackout - Die Erinnerung ist tödlich",
Regie: Peter Keglevic, Hans-Günther Bücking
2007 "Tatort – Bienzle und die große Liebe",
Regie: Hartmut Griesmayr
"Eine Stadt wird erpresst", ZDF,
Regie: Dominik Graf
"Zodiak – Der Horoskopmörder",
Regie: Andreas Prochaska
"The Company", Regie: Mikael Salomon
"Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF,
Regie: Niki Stein
"Im Winter ein Jahr" (AT), Kino, Regie: Caroline Link
"Das Gelübde" (AT), Regie: Dominik Graf
Auszeichnungen:
2000 Internationales Filmfestival Thessaloniki 2000 – Best Actor Award, Best Movie Award
2005 Nominierung Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie Bester Schauspieler Hauptrolle für "Hotte im Paradies" und "Das Zimmermädchen und der Millionär"

Loretta Pflaum
(Sigrid)
Loretta Pflaum studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, nahm Schauspielunterricht bei Susan Batson und Michael Margotta und ist Mitglied des Actors Center Rom. Als Gruppeninspektorin Suza Binder hatte sie eine durchgehende Rolle in der Reihe "Tatort" (ORF). Dem deutschen Kino-Publikum wurde sie 2005 mit einer Hauptrolle in Benjamin Heisenbergs "Schläfer" bekannt. Im ZDF war sie bereits in der Reihe "Bella Block", in den Serien "SOKO 5113" und "SOKO Kitzbühel" sowie im Fernsehspiel "Bis dass dein Tod uns scheidet" zu sehen.
Theater – eine Auswahl:
1994 Palais Liechtenstein
"Der weiße Fächer", Regie: Christian Herzig
2003 Sophiensäle, Berlin
2004 Theater in der Josefstadt, Wien
Gastengagement
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1995 "Café Arbeit" (Hochschulfilm),
Regie: Kathrin Resetarits
1996 "Memory" (Hochschulfilm), Regie: Valeska Griesebach
"Jugofilm", Kino, Regie: Goran Rebic
"Die Liebe des Ganoven", Regie: Peter Ily Huemer
1997 "Tatort – Morde ohne Leiche",
Regie: Wolfgang Murnberger
"Tatort – Hahnenkämpfe", Regie: Hans Noever
1998 "Lesen macht tot" (Hochschulfilm), Regie: Jörg Kalt
1998 "Bella Block – Auf der Jagd", ZDF,
Regie: Markus Imboden
1999 "Tatort – Nie wieder Oper", Regie: Robert Pejo
"Tatort – Absolute Diskretion", Regie: Peter Payer
2000 "Tatort – Der Millenniumsmörder",
Regie: Thomas Roth
"Der Hahn ist tot", Regie: Hermine Huntgeburth
"Bella Block – Geflüsterte Morde", ZDF,
Regie: Christian Görlitz
2001 "Tatort – Nichts mehr im Griff", Regie: Walter Bannert
"Herzrasen", Regie: Hanno Brühl

"Showdown", Kino, Regie: Walter Bednarik
"Finnlandia", Regie: Eleni Ampelakiotou
2002 "Bis dass dein Tod uns scheidet", ZDF,
Regie: Manfred Stelzer
2003 "Für immer verloren", Regie: Uwe Janson
2005 "Schläfer", Kino, Regie: Benjamin Heisenberg
"Die Viertelliterklasse", Kino, Regie: Roland Düringer
2006 "Slumming", Kino, Regie: Michael Glawogger
2007 "Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF,
Regie: Niki Stein
TV-Serien – eine Auswahl:
1996 "Stockinger", Regie: Dagmar Damek
2004 "Großstadtrevier – Satisfaction", Regie: Guido Pieters
2005 "Das Kreuz mit der Schrift",
Regie: Volker Schmidt
2006 "Alarm für Cobra 11 – Volles Risiko",
Regie: Heinz Dietz
"SOKO 5113 – Verstrickungen", ZDF,
Regie: Werner Siebert
2007 "SOKO Kitzbühel – Vogelspinnen", ZDF,
Regie: Mike Zens
"Der Kriminalist – Freunde" (AT), ZDF,
Regie: Thorsten C. Fischer
Katrin Bühring
(Regine)
Katrin Bühring, 1977 in Rathenow geboren, ist in Ostberlin aufge-wachsen. Ihre ersten längeren Ausflüge in den Westen führten sie zu Schauspiel-Aufnahmeprüfungen, unter anderem nach Hannover an die Hochschule für Musik und Theater. Dort wurde sie aufgenommen. 1997 hatte sie ihre erste Rolle in "Die Geschichte von Belinda und Zoe" (ein Stummfilm) von Anna Farocki. Ab 1998 folgten Arbeiten für die HFF München, die FH Hannover, die Filmakademie Ludwigsburg und die Kunsthochschule Kassel. Bereits im ersten Jahr an der Schauspielschule erhielt sie ein Rollenangebot fürs Fernsehen – als Julia in "Ein Mann fällt nicht vom Himmel" (Regie: Sybille Tafel). Neben vielen Rollen in unterschiedlichen Filmen und TV-Produktionen spielte sie 2002 bis 2004 im Ensemble des Staatstheaters Stuttgart. 25
z . presse 18. Oktober 2007
Theater – eine Auswahl:
2002-2004
Staatstheater Stuttgart
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1998 "Ein Mann fällt nicht vom Himmel", ZDF,
Regie: Sybille Tafel
"Poppen", Kurzfilm, Regie: Marco Petry
2000 "Eine Hand schmiert die andere",
Regie: Peter Fratzscher
"Jahrestage", Regie: Margarethe von Trotta
2001 "Romeo", ZDF, Regie: Hermine Huntgeburth
2002 "Tatort – Oskar", Regie: Niki Stein
"In einer Nacht wie dieser", Regie: Susanne Schneider
2005 "Reblaus", Regie: Klaus Gietinger
"Aller Tage Abend", Kino,
Regie: Andreas Schimmelbusch
"Stages", Regie: Marek Beles
2006 "Tod einer Freundin", ZDF, Regie: Diethard Klante
2007 "Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF,
Regie: Niki Stein
TV-Serien – eine Auswahl:
2002 "Siska – Die Braut aus dem Nichts", ZDF,
Regie: Hans-Jürgen Pilger
2004 "Alphateam – Helden", Regie: Wolfgang Münstermann
"Der Ermittler – Schönheitsfehler", ZDF,
Regie: Martin Kinkel
2005 "SOKO Köln – Tod auf der Lula", ZDF,
Regie: Michael Schneider
Auszeichnungen:
2001 Sonderpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für herausragende darstellerische Leistung an das Ensemble in "Romeo"
2002 Adolf-Grimme-Preis für "Romeo"

Robert Gwisdek
(Lutz Lenarth, jung)
Robert Gwisdek wurde 1984 geboren und absolvierte sein Schauspiel-studium von 2002 bis 2006 an der HFF "Konrad Wolf" In Potsdam-Babelsberg. Er stand bereits als Kind auf der Bühne des Berliner Ensembles und fand als 13-Jähriger große Beachtung in der Haupt-rolle des leukämiekranken Johann in Anno Sauls Kinofilm "Grüne Wüste". Der Kinokurzfilm "Firn" von Axel Koenzen mit Robert Gwisdek in der Hauptrolle lief bei den Internationalen Filmfestspielen in Can-nes. Im Jahre 2006 wurde er für seine Darstellung des Kadetten Belcredi in "Donna Leon – Verschwiegene Kanäle" in der Kategorie Bester Darsteller für den Studio Hamburg Nachwuchspreis nominiert. Der Kinofilm "Lauf um dein Leben! – Vom Junkie zum Ironman"( AT) mit Robert Gwisdek in einer Hauptrolle startet 2008 in den deutschen Kinos.
Theater – eine Auswahl:
1995 Berliner Ensemble
"Klein Eyolf", Regie: Fritz Marquardt
1998 Berliner Ensemble
"Das Leben des Galilei", Regie: B.K. Tragelehn
2005 Studioinszenierung HFF Babelsberg
"Macbeth", Regie: Jan Jochimsky
HFF Potsdam
"Brasch-Gandersheim-Brasch", Regie: Nino Sandow
2006 bat Berlin
"Die Nibelungen", Regie: Nora Schlocker
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1989 "Treffen in Travers", Kino,
Regie: Michael Gwisdek
1995 "Abschied von Agnes", Kino, Regie: Michael Gwisdek,
1996 "Irren ist männlich", Kino, Regie: Sherry Hormann
2001 "Grüne Wüste", Kino, Regie: Anno Saul
2003 "Die zwei Perspektiven des Georg Buxbaum", Kurzfilm, Regie: Robert Gwisdek
2004 "Hamlet ff", Kurzfilm, Regie: Rolf Sakulowski
"Mathilda", Kino, Regie: Miriam Pfeiffer
2005 "Der Brand", Kurzfilm, Regie: Philipp Fleischmann
"Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern", Kino, Regie: Dagmar Knöpfel

"Donna Leon – Verschwiegene Kanäle",
Regie: Sigi Rothemund
"Alles klebt an ihm", Kurzfilm, Regie: Philipp Wolf
"NVA", Kino, Regie: Leander Haußmann
2006 "Firn", Kurzfilm, Regie: Axel Koenzen
"Väter, denn sie wissen nicht, was sich tut",
Regie: Hermine Huntgeburth
"La Isla Bonita – Armee der Stille", Kino,
Regie: Roland Lang
2007 "Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF,
Regie: Niki Stein
"Berliner Reigen", HFF, Regie: Dieter Berner
"Lauf um dein Leben! – Vom Junkie zum Ironman" (AT), Kino, Regie: Adnan Köse
TV-Serien – eine Auswahl:
1999 "Sturmzeit", Regie: Bernd Böhlich
Auszeichnungen:
2005 Darstellerpreis beim Internationalen Schauspielschultreffen

Philipp Danne
(Manfred Brettschneider, jung)
Philipp Danne wurde 1985 geboren. Seit seiner Kindheit steht er vor der Kamera: Mit elf Jahren spielte er erste Episodenhauptrollen in TV-Serien. Philipp Danne nahm von 1999 bis 2002 privaten Schauspiel-unterricht bei Bettina Dorn und Natascha Bobyleva und leistete an-schließend bis zum Jahre 2004 seinen Zivildienst in einer Behinder-tenschule. In Köln hat er mehrfach an Lesungen mitgewirkt und dabei Hauptrollen übernommen.
Film und Fernsehen – eine Auswahl:
1999 "Das Delphinwunder", Regie: Christoph Schrewe
"Ich bin kein Mann für eine Frau", ZDF,
Regie: Michael Lähn
2001 "Polizeiruf 110: Fluch der guten Tat",
Regie: Hans-Günther Bücking
2002 "Ein ganzer Kerl für Mama", Regie: Zoltan Spirandelli
2003 "Für immer für dich", Regie: Lih Janowitz
2004 "Ein schöner Tag", Kurzfilm, Regie: Jörg Schnitger
"Klassenfahrt – Geknutscht wird immer",
Regie: Lars Montag
2007 "Freischwimmer", Kino, Regie: Andreas Kleinert
"Die Todesautomatik" (Dokudrama), ZDF,
Regie: Niki Stein
"Virus Undead", Kino, Regie: Wolf Wolff
"Black Ice" ("Musta jää"), Kino, Regie: Petri Kotwica
"Italien im Herzen" (AT), ZDF, Regie: Michael Steinke
"Meine wunderbare Familie" (AT), ZDF,
Regie: Karl Kases
TV-Serien – eine Auswahl:
1996 "Die Wache – Stadtindianer", Regie: Christoph Klünker
1997 "Felix – Ein Freund fürs Leben",
Regie: Oren Schmuckler
2000 "Himmel und Erde – Ein göttliches Team: Väter und Söhne", Regie: Ed Herzog
2002 "Wolffs Revier – Tausend kleine Helfer",
Regie: Arend Aghte
"Klinikum Berlin Mitte – Blue Monday",
Regie: Ulrich Zrenner

"SOKO Leipzig – Verliebt in einen Lehrer", ZDF, Regie: Michael Bielawa
2003 "Nikola", Regie: Ulli Baumann
2004 "SOKO Köln – Flinke Finger", ZDF,
Regie: Axel Barth
2005 "Die Wache – Schmutzige Wahrheit",
Regie: Dirk Pientka
2006 "Die Sitte – Süchtig", Regie: Daniel Helfer
"Leben für die Liebe" (125 Folgen), ZDF,
Regie: diverse
2007 "SOKO Wismar - Spitzenleistung" (AT), ZDF,
Regie: Dirk Pientka
"Notruf Hafenkante", ZDF, Regie: Peter Welz
"Der Kriminalist – Freier Fall" (AT), ZDF,
Regie: Thomas Jahn
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Fotos: Christine Schroeder
Redaktion: Peter Hill

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