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München, 21.01. 2008 09:53

Speaker’s Corner - Meinungen ohne Sinn und Verstand

Vernisaasch, oder wie man trotzdem lacht

Ach ja, die Vernissage, der kommerzielle Höhepunkt jedweden Schaffens in der bildenden Kunst, der feierliche Moment in dem Großfinanz auf Kunst stößt. Ursprünglich war ja die Vernissage nichts anderes als ein formloses Zusammentreffen von Kollegen, um die neuen Bilder vorzustellen, nachdem diese gefirnisst waren. Um den Bildungsbürger rauszukehren: Vernissage kommt von „vernis“, was auf Deutsch nüscht andres als „Firnis“ heißt. Irgendwann kamen dann „rein zufällig“ auch ein paar Kunstkritiker dazu und meistens war dann, wenn man Glück hatte, der Skandal schon programmiert.

Aus und vorbei! Zwar kommen auch heute noch Kritiker vorbei, wenn der Galerist gut ist und gute Verbindungen zur Presse hat, aber das mit dem Skandal hat sich zum Großteil erledigt. Gibt ja heutzutage keine (oder fast keine) Tabus mehr, die so provokant ausgereizt werden können, dass wirklich jemand drüber stolpert. Selbst wenn am Ende des Abends der Künstler und/oder der Galerist hackevoll durch die Hallen taumelt, bietet das nur Grund zu geschäftigem Tuscheln. Das Procedere ist immer gleich oder ähnlich: Der Künstler steht (hoffentlich) frisch gewaschen und einigermaßen anständig bekleidet da, der Galerist ist immer nervös und versucht wie ein Hüterhund seine Schäfchen, also die Gäste, bei Laune zu halten. So gegen 8 Uhr betritt der Laudator die Szene, ordnet noch einmal sein Manuskript – es wird selten aus dem Stegreif vorgetragen – und versucht dem pp Publikum die Bilder und andere Artefakte zu erklären. Der Künstler weiß endlich was er gemalt hat, die versammelten Gäste sind entsprechend beeindruckt, es verspricht ein netter Abend zu werden.

Und dann kommt der gefürchtete Moment. Auf jeder, aber wirklich auf jeder Vernissage sind sie vorhanden: die Vernissage-Profis. Sie sind ziemlich gleichmäßig über die beiden Geschlechter verteilt. Typ 1: Die gut gekleidete Dame, die gerade eine Kurs in der Volkshochschule besucht, oder besucht hat, Fachrichtung Aquarell, Akrylmalerei, Töpferei oder Schmuckdesign. Sie erzählt unweigerlich von der tiefen Befriedigung, die ihr die künstlerische Arbeit bereitet und dass sie demnächst eine Ausstellung in der Filiale der Sparkasse in Inzuchting haben wird, und ob man nicht mal vorbei kommen könnte, um ihr Ratschläge zu geben. Sozusagen unter Kollegen. Typ 2: Meistens Männer. Sie stellen sich neben einen tasten sich mit harmlosen Bemerkungen heran und fragen dann: „Und, kann man von der Malerei leben?“ Typ 3: Ein besonderer Liebling aller Künstler, der Typ der irgendwann unweigerlich ins Gespräch einflicht: „Ist doch schön, dass Sie Ihr Hobby zum Beruf machen konnten.“ Typ 4: Der oder die Expertin. Das geht meistens mit langem und intensivem Betrachten der Bilder los und endet mit der Frage: „Was ist denn das für’ne Technik, die Sie da angewendet haben?“ Der Typ 4 geht nahtlos in den Typ 5 über, der einem erklärt, dass er ja auch malt, aber leider, leider überhaupt keine Zeit hat und viel zu wenig dazu kommt.

Ich frage mich dann immer, ob ich selbst mich auch immer so verquert aufführe, wenn ich meinetwegen bei einem Vortrag über Fondsmanagement (doch, doch, auch Künstler besuchen diese Veranstaltungen) mich danach mit dem Referenten oder den anwesenden Profis über das soeben gehörte unterhalte ...

Ars longa, vita brevis, see you next week, same time, same station.

Ps: Hier ist ein Link, wo jeder mitmalen darf: http://www.jacksonpollock.org , viel Spaß, und bitte keine Fragen wegen der Technik!


Bildunterschrift:

tomas nittner


Kontaktinformationen:
tomas nittner
Wessobrunner Straße 4
82131 Gauting

+49-(0)89-791 68 86
+49(0)171-796 74 27

http://www.nittner-arts-painting.de

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