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Frankfurt, 04.03. 2005 17:41

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direct/FAZ: Außenamt-Staatssekretär Chrobog dankt Mitarbeitern der Visa-Abteilungen

F.A.Z.: Staatssekretär Chrobog dankt im Namen von Außenminister Fischer in einem Brief den Mitarbeitern der Visa-Abteilungen


Die Führung des Auswärtigen Amtes hat sich unter dem Eindruck der Visa-Affäre jetzt auch zu einem deutlichen Zeichen der Fürsorge an die Beschäftigten des Auswärtigen Dienstes entschlossen, vor allem an jene Mitarbeiter, die in Rechts- und Visa-Angelegenheiten tätig sind. Nachdem Außenminister Fischer (Grüne) schon vor einer Woche auf einer Dienstversammlung der Mitarbeiter der Rechtsabteilung auftrat, hat jetzt der für die Rechtsabteilung zuständige Staatssekretär Chrobog ein Schreiben "an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" des Amtes gerichtet, daß der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe) vorliegt.

Im Schreiben Chrobogs heißt es über jene Versammlung, der Minister habe dort "in unmißverständlicher Form" klargestellt, "daß er für alle in seiner Amtszeit getroffenen Entscheidungen die Verantwortung trägt und alle Fehler die in dieser Zeit passiert sind, als seine eigenen Fehler betrachtet." Gleichzeitig habe Fischer "energisch pauschale Verdächtigungen und Unterstellungen" zurückgewiesen, wie sie teilweise in der Öffentlichkeit erhoben würden.

Chrobog berichtet überdies über die Zeugenladungen des Untersuchungsausschusses, die auch "eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen unseres Hauses" beträfen. Er beteuert, "die Leitung des Hauses" sei sich in dieser, gerade auch für schon namentlich genannte Kollegen schwierigen Situation ihrer "besonderen Verantwortung als Dienstherr bewußt; der Brief hebt überdies "die Fürsorgepflicht des Dienstherrn" hervor. Das Schreiben endet mit herausgehobenem Dank an die Mitarbeiter, die in der Zentrale, den Konsulaten und Konsularabteilungen die Visa-Erteilung betreiben. Der Staatssekretär stellt fest: "Unter sorgfältiger Berücksichtigung unerläßlicher Sicherheitsbelange muß unser Visumverfahren unseren humanitären und politischen Ansprüchen und unseren wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Interessen gerecht werden". Das erfordere "Sensibiliät und sorgfältige Abwägung im Einzelfall". Chrobog schließt: "Ich möchte mich, auch im Namen von Bundesminister Fischer, bei den Kolleginnnen und Kollegen bedanken, die diese schwierige und wichtige Aufgabe täglich mit großer Einsatzbereitschaft und Gewissenhaftigkeit erfüllen".


Kontaktinformationen:

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Andreas Ross
Tel.: 0049 (0)69-75 91-1660
E-Mail: [email protected]

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