<<PM_Geschäftsbericht_HF_0506.pdf>>
Kassel, 21. Dezember 2007
Hessen-Forst blickt auf zwei erfolgreiche Jahre zurück
Erstmals überschreitet Landesbetrieb die Gewinnschwelle
Der Landesbetrieb Hessen-Forst blickt in seinem Geschäftsbericht 2005/2006, den er heute vorstellt, auf zwei erfolgreiche Jahre zurück. Der Bericht belegt auf 68 Seiten, dass Hessen-Forst allen Grund hat, mit der Entwicklung zufrieden zu sein.
So konnte der Landesbetrieb im Jahr 2006 bereits 71 Prozent seiner Kosten aus seinen Umsatzerlösen decken. Allein die klassischen Einnahmequellen Holzverkauf und Jagd brachten im zweiten Berichtsjahr fast 97 Millionen Euro ein. Möglich wurde dieses Ergebnis zum einen durch konsequente Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen, zum anderen auch durch die gestiegenen Holzpreise. In der Saison 2005/2006 etwa konnten über 12.000 Festmeter Wertholz meistbietend verkauft werden. Das Eichenwertholz brachte Verkaufspreise von bis zu 1.100 Euro pro Festmeter. Auf dem Energieholzmarkt, so ist im Jahresbericht weiter zu lesen, führte vor allem die Entwicklung der Gas- und Rohölpreise zu einer enormen Nachfrage und zu steigenden Brennholzpreisen.
Hessischen Wald schützen, pflegen und erforschen
„Bei aller Freude über die positive wirtschaftliche Entwicklung behält jedoch die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der hessischen Wälder oberste Priorität“, so Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebes. Das zeigt sich auch in den Forschungsschwerpunkten, die Hessen-Forst mit Unterstützung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt verfolgt: Neben einem Projekt zur umweltverträglichen Bekämpfung der Maikäfer im Rhein-Main-Gebiet wertet Hessen-Forst intensiv die Einflüsse von Klimaveränderungen auf hessische Wälder aus. Daraus sollen Szenarien für die zukünftige Waldbewirtschaftung abgeleitet werden.
Waldbauern und Mitarbeiter weiterqualifiziert
Großgeschrieben wird beim Landesbetrieb auch die Aus- und Weiterbildung von Bediensteten, von Auszubildenden und privaten Waldbesitzern. Für die hohe Qualität sprechen nicht zuletzt die Ergebnisse der Prüflinge im Ausbildungsberuf „Forstwirt“: Alle 37 Auszubildenden haben die Prüfung bestanden. Großen Erfolg hatten auch die drei „Mobilen Waldbauernschulen“: Im Jahr 2006 konnten fast 3.000 Lehrgangs-teilnehmern, zumeist Privatwaldbesitzer, die Grundlagen der sicheren und fachgerechten Waldarbeit vermittelt werden. In Sachen Unfallschutz geht Hessen-Forst übrigens mit gutem Beispiel voran: Seit dem Jahr 2002 haben sich die Unfallzahlen im Landeswald nahezu halbiert.
Waldpädagogik fördert Naturverständnis
Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungsarbeit bei Hessen-Forst ist die Waldpädagogik in Waldkindergärten und Waldjugendheimen. Sie erfolgt in Kooperation mit Schulen und Verbänden. In einem Forstamt arbeiten neben den Revierförstern auch Experten für Naturschutz, Umweltbildung und Waldpädagogik und vermitteln Kindern und Erwachsenen den Mehrfachnutzen des Waldes. Das erst im Frühjahr 2005 eröffnete Jugendwaldheim in Weilburg ist bereits über Jahre ausgebucht. Viele Veranstaltungen finden aber auch in einem der 36 hessischen Schulwälder oder den drei von Hessen-Forst betreuten Wildparks statt. Insgesamt wurde 2006 mit 155.000 Teilnehmern bei waldpädagogischen Veranstaltungen ein neuer Höchststand erzielt.
Auch die Stärkung des Naturschutz bleibt Ziel des Landesbetriebs. Der seit Januar 2005 von Hessen-Forst betriebene Nationalpark Kellerwald-Edersee wurde in dieser Zeit von über 260.000 Gästen besucht und wird im Januar 2008 um eine Attraktion reicher: Dann eröffnet nämlich das neue Nationalparkzentrum.
Der Geschäftsbericht 2005/2006 ist abrufbar unter:
http://www.hessen-forst.de/service/download/Geschaeftsbericht_2005_06.pdf
3.183 Zeichen (mit Leerzeichen)
Mit weihnachtlichen Grüßen aus Kassel
Volker Steinmetz
____________________________________
HESSEN-FORST
Pressestelle
Bertha-von-Suttner-Str. 3
D-34131 Kassel
Tel.: + 49 561 3167-157, Fax:-101
E-Mail: Volker.Steinmetz@forst.hessen.de
Landesbetriebhessenforst@forst.hessen.de