

Politik, Behörden
Oebisfelde, 21.11. 2009 21:36
Dr. Kolsdorf im Gespräch:
Burg Oebisfelde ins rechte Licht gerückt
Dr. Kolsdorf im Gespräch:
Burg Oebisfelde ins rechte Licht gerückt
Seit einem Jahr prangt vor dem Eingang zur Burg Oebisfelde ein nicht zu übersehender Haufen Bauschutt. Kurz bevor sich in der historischen Sumpfburg die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl vor einem größeren Publikum vorstellen sollten, verkleidete Bürgermeisterkandidat Kolsdorf das Abrissgrundstück kurzerhand durch einen Bauzaun mit Sichtschutz. Jan Müller befragte ihn zu dieser Privatinitiative.
FRAGE: Herr Dr. Kolsdorf, was hat Sie bewogen, in eigener Initiative den “Schandfleck” vor der Sumpfburg mit einem Sichtschutz zu verkleiden?
KOLSDORF: Am 17.11. tagte der Ordnungsausschuss Oebisfelde zum Thema Bauschutt vor der Burg und beschloss, Kontakt zu dem Eigentümer des Grundstücks aufzunehmen, damit er den Schandflecken Nr. 1 beseitigen solle. Am selben Tag wurden aber um 18 Uhr viele Gäste aus den umliegenden Ortschaften zur Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten in der Burg erwartet. Ich wollte nicht, dass sie gleich als erstes einen schlechten Eindruck ihrer zukünftigen Verwaltungszentrale bekommen und griff spontan zur Direktmaßnahme. Ich holte mir vom Eigentümer die Erlaubnis, einen Bauzaun um das Grundstück zu stellen, bestellte den Sichtschutz und umzäunte den Bauschutt zusammen mit meiner Frau in einer Stunde.
FRAGE: Seit wann lag denn der Haufen vor der Burg?
KOLSDORF: Das ist es ja, schon seit einem ganzen Jahr! Bereits vor einem halben Jahr hatte ich in diversen Arbeitsgruppen zum Stadtentwicklungskonzept diesen Vorschlag gemacht und gesagt: Wenn der Bauschutt nicht entfernt wird, dann helfen wir uns eben selbst.
FRAGE: Warum haben Sie gerade dieses Grundstück ausgesucht? Es gibt doch eine ganze Reihe solcher Schutthaufen.
KOLSDORF: Ja, auch beim Pennymarkt, aber die älteste erhaltene Sumpfburg Deutschlands ist schließlich die Hauptattraktion für Touristen. Wegen dem Schutthaufen davor wurden sogar die Führungen durchs Heimatmuseum eingestellt. Vor kurzem sagte die Frau eines Ortsbürgermeisters, nachdem sie Oebisfelde besucht hatte: Hier brauche ich nicht mehr herkommen. Sowas macht mich tief traurig. Ich will, dass Touristen von den Sehenswürdigkeiten angezogen werden, aber dazu müssen sie im rechten Licht erscheinen.
FRAGE: Sie haben ja mit Bauplanung einige Erfahrung ...
KOLSDORF: ... und vor allem auch mit neuerster Fassadentechnik. Wir können heute kostengünstig jeden Baustil durch einfache Gusstechnik nachbilden. Öffentliche Gebäude könnten damit gleichzeitig zur Touristenattraktion werden. Wo immer ein Feuerwehrhaus, eine Versammlungshalle oder ähnliches in der neuen Einheitsgemeinde errichtet werden soll, können wir das gleichzeitig zu einem Anziehungspunkt für Touristen umgestalten und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, auch von den Kosten her.
Herr Dr. Kolsdorf, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
link: www.dr-kolsdorf.de
Bildunterschrift:
Dr. Hans-Egon Kolsdorf kandidiert als Bürgermeister für Oebisfelde-Weferlingen
Kontaktinformationen:
Jan Müller
janmueller.tm@web.de
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FRAGE: Seit wann lag denn der Haufen vor der Burg?
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FRAGE: Warum haben Sie gerade dieses Grundstück ausgesucht? Es gibt doch eine ganze Reihe solcher Schutthaufen.
KOLSDORF: Ja, auch beim Pennymarkt, aber die älteste erhaltene Sumpfburg Deutschlands ist schließlich die Hauptattraktion für Touristen. Wegen dem Schutthaufen davor wurden sogar die Führungen durchs Heimatmuseum eingestellt. Vor kurzem sagte die Frau eines Ortsbürgermeisters, nachdem sie Oebisfelde besucht hatte: Hier brauche ich nicht mehr herkommen. Sowas macht mich tief traurig. Ich will, dass Touristen von den Sehenswürdigkeiten angezogen werden, aber dazu müssen sie im rechten Licht erscheinen.
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Herr Dr. Kolsdorf, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
link: www.dr-kolsdorf.de
Bildunterschrift:Dr. Hans-Egon Kolsdorf kandidiert als Bürgermeister für Oebisfelde-Weferlingen
Kontaktinformationen:
Jan Müller
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